Zum Inhalt
BIZ24

So., 18. Okt. 2026

Märkte
verzögert · TradingViewMarktzentrum
Finanzen

US-Banken sperren KI-Agenten für Finanztransaktionen

Grössere US-Banken wie Charles Schwab und JPMorgan Chase blockieren KI-Agenten, die im Namen von Kundinnen und Kunden Finanztransaktionen durchführen wollen. Die Institutionen begründen dies mit Sicherheitsbedenken und ungelösten Haftungsfragen.

Titelbild zu: US-Banken sperren KI-Agenten für Finanztransaktionen
Bild: Trending Topics

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • US-Banken sperren KI-Agenten für Finanztransaktionen
  • Sicherheitsbedenken und ungelöste Haftungsfragen als Hauptgründe
  • Charles Schwab und JPMorgan Chase blockieren Agenten aktiv
  • Meta arbeitet an Protokoll für sichere KI-Agenten
  • Regulatorische Unsicherheit führt zu zusätzlicher Vorsicht

Key Facts

Überblick
Quelle
Trending Topics
Veröffentlicht
18.10.2026, 10:46
Rubrik
Finanzen
Schwerpunkte
Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
Negativbetrifft Finanzsektor und KI-Anwendungen
  1. Ausgangslage

    Einige grosse US-Banken blockieren KI-Agenten, die Finanztransaktionen im Namen ihrer Kunden durchführen wollen. Betroffen ist unter anderem Metas persönlicher Agent Muse, der seit September diesen Jahres verfügbar ist. Charles Schwab, ein grosser Broker, blockiert solche Agenten aktiv, wie CEO Rick Wurster in einem Interview mit Bloomberg TV erklärte.

    Die Sperrung von KI-Agenten betrifft nicht nur Meta, sondern auch andere Finanzdienstleister, die ähnliche Technologien anbieten.

  2. Sicherheitsbedenken

    Die Banken sehen in den KI-Agenten ein Sicherheitsrisiko. Kundinnen und Kunden könnten ihren Agenten Zugangsdaten überlassen, die dann in ihrem Namen handeln. Rick Wurster betonte, dass weder die Bank noch die Kundschaft die Handlungen der KI kontrollieren könnten. JPMorgan Chase-CEO Jamie Dimon äusserte ähnliche Bedenken und sprach von der Gefahr abtrünniger Agenten.

    Neben den Sicherheitsbedenken gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit. Dies könnte zu erheblichen finanziellen Verlusten und Reputationsschäden für die Banken führen.

  3. Technische Lösungen

    Trotz der Sperren arbeiten einige Banken an technischen Lösungen, um KI-Modelle dennoch einzubinden. Charles Schwab plant, externe KI-Modelle über eigene Schnittstellen Kontostände abfragen zu lassen, ohne Transaktionen zu ermöglichen. Meta arbeitet mit dem KI-Startup Sierra an einem Protokoll, das Agenten ausweisen und die Erlaubnis der Kundinnen und Kunden einholen soll.

  4. Regulatorische Unsicherheit

    Die Haftungsfrage bei Fehlhandlungen von KI-Agenten ist in den USA noch ungelöst. Dies führt zu zusätzlicher Vorsicht bei den Banken. Einige Institutionen haben bereits die US-Notenbank Fed kontaktiert, um über mögliche regulatorische Massnahmen zu sprechen.

    Die regulatorische Unsicherheit ist ein weiterer Faktor, der die Banken dazu veranlasst, KI-Agenten zu sperren. Ohne klare Richtlinien könnten die Banken haftbar gemacht werden, wenn KI-Agenten Fehler machen oder betrügerische Aktivitäten durchführen. Die Banken müssen daher abwarten, bis die Regulierungsbehörden klare Vorgaben machen.

  5. Einordnung für die Schweiz

    Die Entwicklung zeigt, wie vorsichtig Finanzinstitute bei der Integration von KI in sensible Bereiche wie Finanztransaktionen vorgehen. Ähnliche Bedenken könnten auch in der Schweiz auftreten, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und Haftungsfragen.

  6. Ausblick

    Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob sich technische Lösungen durchsetzen, die sowohl Sicherheit als auch Nutzen bieten. Die regulatorische Klarstellung wird dabei eine entscheidende Rolle spielen.

  7. Einordnung

    Die Sperrung von KI-Agenten durch US-Banken ist Teil einer breiteren Diskussion über die Sicherheit und Regulierung von KI in Finanzdienstleistungen. Ähnliche Entwicklungen könnten auch in anderen Ländern und Branchen zu beobachten sein.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie bei der Nutzung von KI-Agenten für Finanztransaktionen ebenfalls auf Widerstand stossen könnten. Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass die Technologie noch nicht ausgereift ist und regulatorische Hürden bestehen.

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Umfrage für Unternehmen

Planen Sie die Nutzung von KI-Agenten für Finanztransaktionen in Ihrem Unternehmen?

Antwort wählen – anonym, ohne Anmeldung

Ganzen Artikel bei Trending Topics lesen

Originaltitel: US-Banken sperren KI-Agenten aus