UN-Bericht: 1,5-Grad-Ziel nicht mehr haltbar
Der Emissions Gap Report 2026 des UN-Umweltprogramms UNEP zeigt, dass die globale Erwärmung die 1,5-Grad-Grenze überschreiten wird. Selbst im optimistischsten Szenario drohen erhebliche Herausforderungen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die 1,5-Grad-Grenze wird überschritten werden.
- Aktuelle Politik führt zu einer Erwärmung von 2,8 Grad bis 2100.
- Emissionen aus fossilen Brennstoffen steigen weiter.
- Die G20-Länder sind für 76 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich.
- Drastische Reduktionen nötig, um bis 2100 wieder auf 1,5 Grad zu sinken.
Key Facts
Überblick- Quelle
- Trending Topics
- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 07:55
- Rubrik
- Energie
- Schwerpunkte
- Energiekosten & -versorgung, Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NegativKlimapolitik und Wirtschaft
Aktuelle Lage
Der Emissions Gap Report 2026 des UN-Umweltprogramms zeigt, dass das Ziel von 1,5 Grad nicht mehr zu erreichen ist. Selbst bei sofortigen und drastischen Massnahmen wird die Erderwärmung voraussichtlich deutlich über dieses Limit steigen. Aktuell steuert die Welt auf eine Erwärmung von 2,8 Grad bis 2100 zu.
Der Bericht zeigt, dass die globalen Klimaziele trotz Fortschritten in einigen Bereichen nicht ausreichen. Die politischen Massnahmen hinken den notwendigen Reduktionen hinterher, was zu einer erheblichen Erwärmung führen wird. Die aktuelle Situation erfordert dringende Massnahmen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.
Der Bericht „The Point of Return“ unterstreicht die Dringlichkeit der Situation. Die Prognosen haben sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert, was auf politische Rückschläge und neue Emissionsschätzungen zurückzuführen ist. Die globale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, die Klimaziele trotz dieser negativen Entwicklungen zu erreichen.
Hauptursachen
Im Jahr 2025 betrugen die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen 58,4 Milliarden Tonnen in CO2-Äquivalenten. Zwar gab es einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr, dieser ist jedoch auf weniger Waldbrände zurückzuführen, nicht auf eine Reduktion der Emissionen aus fossilen Brennstoffen. Die G20-Staaten sind für 76 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich.
Ein zentraler Faktor für den Anstieg der Emissionen ist der erhöhte Strombedarf und das Comeback der Kohlekraft in den USA. Die G20-Staaten tragen mit 76 Prozent der weltweiten Emissionen eine besondere Verantwortung. Ohne Landnutzung würden ihre Emissionen im Jahr 2025 um 0,7 Prozent ansteigen. Dies zeigt, wie wichtig Massnahmen sind.
Szenarien und Prognosen
Selbst in der günstigsten Entwicklung wird die Temperatur um die Jahrhundertmitte auf 1,7 bis 1,8 Grad ansteigen. Damit die Temperaturen bis 2100 wieder auf 1,5 Grad sinken, sind massive Emissionsreduktionen nötig: 18 Prozent bis 2030, 45 Prozent bis 2035 und 69 Prozent bis 2040. Die aktuellen Klimapläne der Staaten reichen dafür bei weitem nicht aus.
Politische Reaktionen
UN-Generalsekretär António Guterres betont, dass ein Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze nicht gleichbedeutend mit einer Kapitulation sei. UNEP-Chefin Inger Andersen fordert schnelle und tiefe Emissionssenkungen. Besonders kritisch sieht der Bericht die Entwicklung in den USA, wo die Emissionen 2025 um 133 Millionen Tonnen stiegen.
Zukunftsperspektiven
Die nächste Weltklimakonferenz COP31 in Antalya bietet die Gelegenheit, die Klimapläne nachzuschärfen. Doch die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie gross die Herausforderungen sind. Die Realität liegt weit entfernt von den notwendigen Massnahmen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen.
Einordnung
Der Emissions Gap Report 2026 zeigt, dass die globalen Klimaziele trotz Fortschritten in einigen Bereichen nicht ausreichen. Die politischen Massnahmen hinken den notwendigen Reduktionen hinterher, was zu einer erheblichen Erwärmung führen wird.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie sich auf strengere Klimavorschriften und höhere Energiepreise einstellen müssen. Investitionen in nachhaltige Technologien und effiziente Prozesse werden zunehmend wichtiger, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Zahlen
- Globale Treibhausgasemissionen 2025
- 58,4 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent
- Erwärmung bis 2100 bei aktueller Politik
- 2,8 Grad
- Emissionsanstieg in den USA 2025
- 133 Millionen Tonnen
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
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Begriffe
- Emissions Gap Report
- Bericht über die Lücke zwischen aktuellen Emissionen und notwendigen Reduktionen.
- CO2-Äquivalent
- Mass für den Treibhauseffekt verschiedener Gase.
- G20-Staaten
- Gruppe der 20 wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer.
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Originaltitel: UN-Bericht: Die Welt wird die 1,5-Grad-Grenze überschreiten



