Airbus testet Kampfdrohne Valkyrie für die Bundeswehr
Airbus hat die Kampfdrohne U740 Valkyrie erstmals in Europa erfolgreich getestet. Die Valkyrie wird zukünftig als Collaborative Combat Aircraft (CCA) zusammen mit bemannten Kampfflugzeugen genutzt werden.
Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Erstflug der Valkyrie in Europa erfolgreich absolviert
- Drohne startet ohne Startbahn mithilfe einer Rakete
- MARS-System ermöglicht autonome Missionen unter menschlicher Kontrolle
- Valkyrie soll mit bemannten Kampfflugzeugen wie dem Eurofighter zusammenarbeiten
Key Facts
Überblick- Quelle
- BIZ24-Recherche
- Recherchiert aus
- esut.de, t-online.de
- Veröffentlicht
- 12.10.2026, 11:00
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- PositivSchweizer Rüstungsindustrie
Ausgangslage
Airbus und Kratos Defense & Security Solutions führten den ersten Test der U740 Valkyrie in Europa durch. Die beiden Unternehmen präsentierten das System auf dem Kontinent. Die U740 Valkyrie wurde dabei erstmals in Europa eingesetzt. Airbus und Kratos arbeiteten bei diesem Projekt zusammen. Der Test fand in Europa statt.
Die U740 Valkyrie ist ein Produkt der Zusammenarbeit. Der Erstflug fand am 12. Oktober auf einem Testgelände in Nordeuropa statt. Die Drohne startete ohne Startbahn mithilfe einer Rakete und absolvierte Manöver in verschiedenen Höhen und Geschwindigkeitsbereichen bis Mach 0,8.
Der Erstflug der Valkyrie markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung unbemannter Kampfsysteme. Airbus und Kratos haben dabei auf eine Kombination aus erprobter Technologie und neuen Innovationen gesetzt. Die Drohne soll künftig als Teil eines grösseren Systems eingesetzt werden, das bemannte und unbemannte Flugzeuge integriert. Dies könnte die Effizienz und Sicherheit von Militäreinsätzen erheblich steigern.
Die Valkyrie ist ein Ergebnis der Weiterentwicklung des gescheiterten FCAS-Programms, das ursprünglich eine Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland vorsah. Trotz des Scheiterns des Gesamtprogramms hat Airbus die Technologie weiterentwickelt, um die Anforderungen der Bundeswehr und anderer europäischer Streitkräfte zu erfüllen. Der Erstflug der Valkyrie ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines einsatzbereiten Systems, das die Luftstreitkräfte in Europa stärken soll.
Technische Details
Die Valkyrie kann sowohl eigenständig als auch unter der Kontrolle eines bemannten Kampfflugzeugs operieren. Sie verfügt über ein internes Waffensystem und Vorrichtungen unter den Tragflächen. Der Korpus stammt von Kratos, während das KI-Missionssystem „MARS“ von Airbus entwickelt wurde. MARS soll ganze Drohnenverbände dirigieren können und ermöglicht autonome Missionen unter menschlicher Kontrolle.
Die Valkyrie verfügt über eine Tarnkappen-Technologie, die sie für Radarsysteme schwer zu orten macht. Dies ermöglicht es der Drohne, sich der gegnerischen Luftverteidigung zu nähern, ohne frühzeitig entdeckt zu werden. Die Drohne kann sowohl eigenständig als auch unter der Kontrolle eines bemannten Kampfflugzeugs operieren, was die Flexibilität und Effizienz von Militäreinsätzen erhöht.
Einordnung für die Schweiz
Die Entwicklung der Valkyrie ist Teil eines breiteren Trends hin zu unbemannten Kampfsystemen in Europa. Die Technologie könnte auch für die Schweizer Luftwaffe von Interesse sein, insbesondere im Hinblick auf die Modernisierung der Luftstreitkräfte.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Schweizer Unternehmen im Bereich der Luftfahrttechnologie könnte die Entwicklung der Valkyrie neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Insbesondere Unternehmen, die in den Bereichen KI, Sensorik und autonomer Flugsysteme tätig sind, könnten von der Nachfrage nach ähnlichen Technologien profitieren.
Ausblick
Airbus plant, bis 2029 ein einsatzbereites System anzubieten. Die Valkyrie könnte in Zukunft bei gefährlichen Missionen wie der Ausschaltung der gegnerischen Flugabwehr zum Einsatz kommen. Die Entscheidung über die Beschaffung steht jedoch noch aus.
Einordnung
Die Valkyrie ist Teil eines breiteren Trends hin zu unbemannten Kampfsystemen, die in der Lage sind, mit bemannten Flugzeugen zusammenzuarbeiten. Diese Technologie könnte die Effizienz und Sicherheit von Militäreinsätzen erhöhen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU im Bereich der Luftfahrttechnologie könnten sich neue Geschäftsmöglichkeiten ergeben, insbesondere in den Bereichen KI, Sensorik und autonomer Flugsysteme.
Zahlen
- Geschwindigkeit
- bis Mach 0,8
- Kosten pro Exemplar
- fünf bis sechs Millionen Dollar
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- Collaborative Combat Aircraft (CCA)
- Unbemannte Kampfflugzeuge, die mit bemannten Flugzeugen zusammenarbeiten.
- MARS
- KI-Missionssystem von Airbus, das autonome Missionen ermöglicht.
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