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USA verbieten Deepseek, China protestiert und droht mit Gegenmassnahmen

Die USA haben Deepseek aus ihren Behördensystemen verbannt. China reagiert mit scharfer Kritik und kündigt Vergeltungsmassnahmen an. Beide Länder nutzen KI-Technologie als Mittel der politischen Auseinandersetzung.

Titelbild zu: USA verbieten Deepseek, China protestiert und droht mit Gegenmassnahmen
Bild: The Decoder (KI)

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • USA verbieten Deepseek in Behörden
  • China protestiert und droht mit Gegenmassnahmen
  • Beide Länder nutzen KI-Technologie als Mittel der politischen Auseinandersetzung
  • Schweizer Unternehmen müssen bei der Beschaffung von KI-Lösungen besonders sorgfältig vorgehen

Key Facts

Überblick
Quelle
The Decoder (KI)
Veröffentlicht
21.10.2026, 14:58
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Künstliche Intelligenz, Export & neue Märkte, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NegativTechnologiepolitik mit Folgen
  1. Ausgangslage

    Das US-Ministerium für Heimatschutz hat vor kurzem befohlen, sämtliche Produkte des chinesischen Künstlichen-Intelligenz-Unternehmens Deepseek aus den IT-Systemen der zivilen Bundesbehörden zu löschen. Das Verbot betrifft ebenfalls Software von anderen Anbietern, welche auf Deepseeks Open-Source-Modellen basiert. Es verbietet zudem zukünftige Anschaffungen. Washington begründet diesen Schritt mit der Sorge, dass Peking über Deepseek an sensible Daten gelangen könnte.

    Das Verbot betrifft nicht nur Deepseeks eigene Produkte, sondern auch Software von Drittanbietern, die auf den Open-Source-Modellen von Deepseek aufbaut. Dies zeigt, wie weitreichend die Massnahme ist und wie stark die USA versuchen, chinesische Technologie aus ihren Systemen zu verbannen. Die Sorge vor Datenmissbrauch ist dabei ein zentrales Argument.

  2. Chinas Reaktion

    China hat auf das Verbot scharf reagiert. Das chinesische Aussenministerium kritisiert die Massnahme als Überdehnung des Begriffs der nationalen Sicherheit. Das Handelsministerium fordert die Rücknahme des Verbots und kündigt entschlossene Gegenmassnahmen an. Die Empörung aus Peking wirkt jedoch wenig glaubwürdig, da China selbst ausländische KI-Dienste streng reglementiert.

    Chinas Protest ist nicht nur rhetorischer Natur, sondern hat auch konkrete wirtschaftliche Implikationen. Die angekündigten Gegenmassnahmen könnten sich auf verschiedene Sektoren auswirken, insbesondere auf die Technologiebranche. Die chinesische Regierung versucht damit, ihre eigenen Unternehmen zu schützen und gleichzeitig Druck auf die USA auszuüben.

  3. Hintergrund

    Seit 2023 müssen in China generative KI-Dienste von der Cyberspace-Behörde geprüft werden und politischen Vorgaben entsprechen. Staatliche Institutionen und Staatsbetriebe sollen schrittweise ausländische Hard- und Software durch inländische Produkte austauschen. Laut Berichten bestehen zusätzlich Beschränkungen für Beamte bei iPhones. Gemäss der New York Times schlug Peking vergangene Woche zusätzlich eigene Kontrollen für den Export und die Lizenzierung von KI-Technologien vor, welche dem US-Modell entsprechen.

    Die politischen Vorgaben für KI-Dienste in China sind streng und umfassen nicht nur die Prüfung durch die Cyberspace-Behörde, sondern auch die Anpassung an staatliche Narrative. Dies zeigt, wie stark die chinesische Regierung die Technologie kontrollieren will. Die Einschränkungen für iPhones bei Beamten sind ein weiteres Beispiel für diese Kontrollmechanismen.

  4. Einordnung für die Schweiz

    Die Schweiz als neutraler Staat könnte von dieser Entwicklung betroffen sein, insbesondere wenn es um die Beschaffung von KI-Technologien für öffentliche Einrichtungen geht.

  5. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Schweizer Unternehmen bedeutet die politische Instrumentalisierung von KI-Technologie, dass sie bei der Beschaffung von KI-Lösungen besonders sorgfältig vorgehen müssen. Es besteht die Gefahr, dass bestimmte Technologien aufgrund politischer Spannungen nicht mehr verfügbar sind oder zusätzliche regulatorische Hürden entstehen.

  6. Betroffene Branchen und Berufe

    Die Auseinandersetzung zwischen den USA und China um KI-Technologie betrifft nicht nur die Technologiebranche, sondern hat auch Auswirkungen auf andere Sektoren. Unternehmen, die auf KI-Lösungen angewiesen sind, könnten mit Lieferengpässen oder zusätzlichen regulatorischen Hürden konfrontiert werden. Dies betrifft insbesondere Branchen wie das Gesundheitswesen, die Finanzindustrie und die Logistik, in denen KI-Technologie eine zentrale Rolle spielt.

  7. Offene Fragen und nächste Schritte

    Die politische Instrumentalisierung von KI-Technologie wirft zahlreiche offene Fragen auf. Wie werden sich die Beziehungen zwischen den USA und China in Zukunft entwickeln? Welche Auswirkungen werden die aktuellen Spannungen auf die globale Technologiebranche haben? Und wie können Unternehmen sicherstellen, dass sie weiterhin Zugang zu den notwendigen Technologien haben?

    Entscheider sollten jetzt prüfen, wie sie ihre Lieferketten diversifizieren können, um Risiken zu minimieren. Dies könnte die Suche nach alternativen Lieferanten oder die Entwicklung eigener KI-Lösungen umfassen. Zudem sollten Unternehmen ihre Compliance-Strategien überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen gerecht werden.

  8. Ausblick

    Die politische Auseinandersetzung um KI-Technologie wird voraussichtlich weiter zunehmen. Unternehmen sollten sich auf mögliche Veränderungen in den Lieferketten und regulatorischen Rahmenbedingungen einstellen. Eine diversifizierte Beschaffungsstrategie könnte dabei helfen, Risiken zu minimieren.

  9. Einordnung

    Die politische Instrumentalisierung von KI-Technologie ist ein globales Phänomen. Am Ende berufen sich beide Seiten auf die nationale Sicherheit, um Märkte und Technologien zu schützen. Auch die USA verbinden mit ihren strengen Chip-Exportkontrollen Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Die Auseinandersetzung zeigt, wie stark politische und wirtschaftliche Interessen miteinander verknüpft sind.

  10. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet die politische Instrumentalisierung von KI-Technologie, dass sie bei der Beschaffung von KI-Lösungen besonders sorgfältig vorgehen müssen. Es besteht die Gefahr, dass bestimmte Technologien aufgrund politischer Spannungen nicht mehr verfügbar sind oder zusätzliche regulatorische Hürden entstehen.

Zahlen

Jahr der Einführung der KI-Prüfung in China
2023

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Originaltitel: Streit um Deepseek: China kritisiert US-Verbot als Politisierung von Technologiefragen