Kaspersky-Störungen: Zeitlicher Zusammenhang mit Angriffen auf russische Rechenzentren
Der Sicherheitsanbieter Kaspersky erlebt seit Tagen anhaltende Störungen bei mehreren Diensten. Gleichzeitig gab es Angriffe auf russische Rechenzentren, was Spekulationen über einen möglichen Zusammenhang auslöst.
Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Kaspersky erlebt seit Tagen Störungen bei mehreren Diensten.
- Zeitlicher Zusammenhang mit Angriffen auf russische Rechenzentren.
- Kaspersky betont, dass der „Kernschutz“ weiterhin erhalten bleibt.
- Schweizer Infrastruktur bleibt funktionsfähig.
- Unternehmen sollten Vertrauenswürdigkeit und Krisenfestigkeit ihrer IT-Anbieter prüfen.
Key Facts
Überblick- Quelle
- BIZ24-Recherche
- Recherchiert aus
- kommunal-edv.de, borncity.com
- Veröffentlicht
- 13.10.2026, 10:41
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- Neutralbetrifft IT-Sicherheit
Ausgangslage
Seit dem Wochenende des 11. Oktobers 2026 erlebt der Sicherheitsanbieter Kaspersky anhaltende Störungen bei mehreren Funktionen und Diensten. Nutzer melden fehlende Updates und Schwierigkeiten mit Diensten, darunter Passwort-Manager, VPN sowie Kundenportal. Kaspersky betont, dass der „Kernschutz“ der Produkte weiterhin erhalten bleibt.
Hintergrund
Die Störungen bei Kaspersky fallen zeitlich mit Angriffen auf russische Rechenzentren zusammen, die zu massiven Problemen beim Internetkonzern Yandex führten. Kaspersky hat Teile seiner Infrastruktur in die Schweiz verlegt, doch die aktuellen Probleme betreffen unterstützende Infrastrukturdienste.
Einordnung für die Schweiz
Kaspersky unterstreicht, dass die in der Schweiz genutzte Infrastruktur zur Lagerung und Bearbeitung von bedrohungsrelevanten Daten europäischer Anwender nach wie vor sicher und uneingeschränkt einsatzfähig sei. Trotzdem demonstriert dieser Vorfall, wie sehr miteinander verbundene Systeme selbst dann globale Auswirkungen auf internationale Angebote zeitigen können, falls die Anbieter bereits Teile ihrer Datenverarbeitung ins Ausland ausgelagert haben.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen in der Schweiz bedeutet dies, dass sie die Vertrauenswürdigkeit und Krisenfestigkeit ihrer IT-Anbieter genau prüfen sollten. Besonders in sensiblen Bereichen ist es wichtig, sicherzustellen, dass die gewählten Lösungen auch in Krisensituationen zuverlässig funktionieren.
Betroffene Branchen und Berufe
Die aktuellen Störungen bei Kaspersky betreffen insbesondere Branchen und Berufe, die stark auf IT-Sicherheit und Remote-Zugriffe angewiesen sind. Dazu gehören unter anderem Finanzdienstleister, Gesundheitsorganisationen und Unternehmen aus der öffentlichen Verwaltung. Diese Branchen setzen häufig auf VPN-Dienste und Passwort-Manager, um sensible Daten zu schützen und sicheren Zugriff zu gewährleisten.
Für diese Branchen und Berufe können die Störungen erhebliche Auswirkungen haben. Finanzdienstleister könnten beispielsweise Probleme bei der Abwicklung von Transaktionen haben, während Gesundheitsorganisationen Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Patientendaten erleben könnten. Die öffentliche Verwaltung könnte ebenfalls betroffen sein, insbesondere wenn sie auf sichere Remote-Zugriffe für die Bearbeitung von Bürgeranliegen angewiesen ist.
Offene Fragen und nächste Schritte
Trotz der Bemühungen von Kaspersky, die Störungen zu beheben, bleiben einige Fragen offen. Eine der wichtigsten Fragen betrifft den möglichen Zusammenhang zwischen den Störungen und den Angriffen auf russische Rechenzentren. Kaspersky hat bisher keine konkreten Aussagen zu diesem Zusammenhang gemacht, was zu Spekulationen und Unsicherheiten führen kann.
Ausblick
Kaspersky arbeitet daran, die volle Funktionsfähigkeit der gestörten Dienste wiederherzustellen. Unternehmen sollten die Entwicklungen genau verfolgen und gegebenenfalls alternative Lösungen in Betracht ziehen, um ihre IT-Sicherheit zu gewährleisten.
Einordnung
Der Vorfall verdeutlicht die Abhängigkeit internationaler Dienste von vernetzten Infrastrukturen und die Bedeutung der geopolitischen Einbettung von IT-Anbietern.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU ist es entscheidend, die Vertrauenswürdigkeit und Krisenfestigkeit ihrer IT-Anbieter zu überprüfen, insbesondere in sensiblen Bereichen.
Zahlen
- Beginn der Störungen
- 11. Oktober 2026
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