Elon Musk soll Starlink-Drosselung für Ukraine selbst angeordnet haben
Elon Musk hat laut einem Bericht der „Wall Street Journal“ persönlich die Drosselung der Starlink-Verbindungen für die ukrainische Armee befohlen. Die Massnahme beeinträchtigte die militärische Effizienz der Ukraine erheblich.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Elon Musk soll Starlink-Drosselung für Ukraine persönlich angeordnet haben
- Die Massnahme beeinträchtigte die militärische Effizienz der Ukraine erheblich
- US-Regierung und Trump bestreiten jede Beteiligung
- Starlink ist ein wichtiger Geschäftsbereich von SpaceX
Key Facts
Überblick- Quelle
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- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 13:54
- Rubrik
- Mobilität
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NegativDirekte Auswirkungen auf Ukraine
Ausgangslage
Elon Musk hat gemäss einem Bericht der „Wall Street Journal“ die Drosselung der Starlink-Verbindungen für die ukrainische Armee persönlich angeordnet. Zuvor hatte er US-Präsident Donald Trump für die Massnahme verantwortlich gemacht. Die Einschränkung behinderte die ukrainischen Drohnenangriffe und Luftabwehrsysteme gegen Russland.
Die Drosselung betraf Starshield, die militärische Version von Starlink. Musk und Trump sollen sich vor und nach der Entscheidung telefonisch ausgetauscht haben. Weder Musk, SpaceX noch das Weisse Haus reagierten auf Anfragen zur Stellungnahme.
Die „Wall Street Journal“ stützt sich auf Aussagen von US-Beamten und Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die Drosselung erfolgte ohne Vorankündigung und traf die ukrainischen Streitkräfte völlig unvorbereitet. Dies wirft Fragen zur Zuverlässigkeit von Starlink als militärischem Kommunikationsmittel auf.
Auswirkungen
Die Drosselung begann in der Nacht auf vergangenen Mittwoch. Ohne Vorwarnung funktionierten die Terminals in schnell bewegten Fahrzeugen und Drohnen nur noch eingeschränkt. Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete, dass die Geschwindigkeit einiger Systeme auf etwa 70 Kilometer pro Stunde sank. Dies verhinderte die Abwehr von russischen Shahed-Drohnen und beeinträchtigte die Versorgung der Truppen an der Front.
Selenskyj bezeichnete die Massnahme als „geplante Operation“. Die Drosselung widerspricht den öffentlichen Aussagen von Musk, der behauptete, dass die US-Militärs und „ultimativ“ der Präsident über die Einschränkungen entscheiden.
Die eingeschränkte Geschwindigkeit der Starlink-Terminals beeinträchtigte die Abwehr von Drohnen. Dies könnte langfristige strategische Nachteile für die Ukraine mit sich bringen, insbesondere wenn ähnliche Massnahmen in Zukunft wiederholt werden.
Reaktionen
Trump bestritt jede Beteiligung und behauptete, weder er noch Musk seien für die Drosselung verantwortlich. US-Aussenminister Marco Rubio erklärte, dass niemand in der US-Regierung eine solche Massnahme angeordnet habe. Allerdings berichtete Reuters, dass westliche Beamte die Order aus dem Weissen Haus stammte.
Die britische Zeitung „The Telegraph“ zitierte vier Quellen, die behaupteten, dass Musk die Drosselung Trump vorgeschlagen habe und dieser zugestimmt habe. Musk soll zudem Bedenken über negative Reaktionen von europäischen Kunden gehabt haben. Das Weisse Haus wies diese Berichte als falsch zurück.
Die britische Zeitung „The Telegraph“ zitierte vier Quellen, die behaupteten, dass Musk die Drosselung Trump vorgeschlagen habe und dieser zugestimmt habe. Dies könnte das Vertrauen in die Neutralität von Starlink weiter untergraben.
Hintergrund
Die Drosselung erfolgte in einer Phase angespannter Beziehungen zwischen Washington und Kiew. Trump hatte zuvor Sanktionen gegen russisches Diesel gelockert, die Ukraine aufgefordert, russische Raffinerien nicht anzugreifen, und Selenskyj zum Rücktritt aufgefordert. Selenskyj berichtete, dass die Verbindung nun schneller, aber noch nicht auf dem vorherigen Niveau sei.
Der Bericht fällt in eine schwierige Zeit für Musk. SpaceX veröffentlichte gerade starke Quartalsergebnisse und erwägt eine Fusion mit Tesla. Starlink generierte im letzten Quartal 5,2 Milliarden Dollar Umsatz und ist eines der wichtigsten Geschäftsbereiche des Unternehmens.
Die angespannten Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine sind bereits seit längerem bekannt. Gleichzeitig zeigt die Reaktion von Selenskyj, dass die Ukraine weiterhin auf Starlink angewiesen ist, trotz der aktuellen Einschränkungen.
Einordnung
Die Drosselung der Starlink-Verbindungen zeigt die komplexen politischen und wirtschaftlichen Interessen, die im Ukraine-Krieg eine Rolle spielen. Die Massnahme könnte auch auf wirtschaftliche Interessen von Musk und SpaceX zurückzuführen sein.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU, die auf Satellitenkommunikation angewiesen sind, könnte die Drosselung von Starlink-Diensten ein Warnsignal sein. Es zeigt, wie politisch und wirtschaftlich sensible Technologien sein können und wie schnell sich die Rahmenbedingungen ändern können.
Zahlen
- Geschwindigkeit
- 70 km/h
- Quartalsumsatz Starlink
- 5,2 Milliarden Dollar
Wissen zur Meldung
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Originaltitel: Starlink Slowdown: Musk Reportedly Gave the Order Himself


