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Bundesverwaltung hinkt bei Datengouvernanz hinterher

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) kritisiert die langsame Umsetzung der Datengouvernanz in der Bundesverwaltung. Trotz erster Schritte fehlen verbindliche Regeln und Strategien.

Titelbild zu: Bundesverwaltung hinkt bei Datengouvernanz hinterher
Bild: Netzwoche

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die Bundesverwaltung hat noch viel Arbeit vor sich in Sachen Datengouvernanz.
  • Die EFK kritisiert fehlende verbindliche Regeln und Strategien.
  • Positive Beispiele gibt es, aber die Umsetzung ist ungleich.
  • Die EFK fordert klare Verantwortlichkeiten und verbindliche Fristen.

Key Facts

Überblick
Quelle
Netzwoche
Veröffentlicht
19.10.2026, 11:35
Rubrik
Politik
Schwerpunkte
Digitalisierung & Verwaltung, Neue Vorschriften & Compliance
Quellen
3 berichten darüber
Einschätzung (KI)
Neutrallangsame Umsetzung
  1. Ausgangslage

    Der Bundesrat fasste 2021 den Beschluss, in der Bundesverwaltung Governance-Strukturen für das Datenmanagement einzuführen. Doch laut einer Prüfung der EFK ist die Umsetzung bisher nur unzureichend gelungen.

    Die EFK stellt fest, dass die Bundesverwaltung noch weit davon entfernt ist, das Zielbild der Datengouvernanz zu verwirklichen. Die EFK stellt fest, dass das Zielbild des Bundesrats zur Datengouvernanz nur in Ansätzen umgesetzt ist. Dies könnte die Effizienz der Bundesverwaltung beeinträchtigen und die Digitalisierung verzögern.

    Die langsame Umsetzung der Datengouvernanz könnte langfristig zu ineffizienten Prozessen und unnötigen Kosten führen. Die EFK stellt fest, dass das Data Board Bund bisher keine Massnahmen ergriffen hat, um die wichtigsten Risiken der Datennutzung zu verringern. Dazu gehören beispielsweise die Verknüpfung von Daten für die Bundesverwaltung.

    Die EFK hält fest, dass Daten als eine der wichtigsten Ressourcen jeder Verwaltungseinheit gelten. Die Bundesverwaltung hat zwar erste Schritte unternommen, doch die Umsetzung der Datengouvernanz bleibt hinter den Erwartungen zurück.

  2. Hintergrund

    Die EFK untersuchte, ob die sieben Departemente und die Bundeskanzlei die geforderten Governance-Strukturen eingerichtet hatten. Ziel war es, einheitliche Regeln für die Datenpolitik zu schaffen und Silos in der Datenhaltung zu überwinden.

    Die EFK untersuchte nicht nur die Einrichtung der Governance-Strukturen, sondern auch deren Umsetzung in der Praxis. Die Prüfung zeigte, dass die Departemente und Ämter unterschiedliche Fortschritte gemacht haben. Während einige bereits formale Strukturen und Strategien entwickelt haben, fehlen anderen noch grundlegende Regelungen. Die EFK empfiehlt Klarheit für die Rolle der Data-Stewards und fordert verbindliche Regelungen zu deren Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Bundesverwaltung hat wichtige Pfeiler für eine funktionierende Datengouvernanz etabliert, wie das Data Board Bund und den Digitalisierungsrat. Dennoch fehlen verbindliche Leitplanken und eine konkrete Datenstrategie.

    Die Datengouvernanz ist ein zentraler Bestandteil der Digitalisierung. Eine einheitliche Datenpolitik könnte die Effizienz der Bundesverwaltung steigern und den Zugang zu öffentlichen Daten verbessern. Die EFK empfiehlt, die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Data Stewards verbindlich zu regeln, um die Umsetzung der Datengouvernanz zu beschleunigen.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Schweizer Unternehmen könnte eine verbesserte Datengouvernanz des Bundes den Zugang zu öffentlichen Daten erleichtern und die Digitalisierung fördern. Aktuell bleibt jedoch unklar, wann mit konkreten Fortschritten zu rechnen ist.

  5. Ausblick

    Die EFK verlangt deutliche Angaben zu den Zuständigkeiten, zu festgelegten Governance-Vorschriften, zu Entscheidungs- und Eskalationspfaden sowie zu Terminen für die Umsetzung. Ohne diese Massnahmen wird die Datenstrategie wahrscheinlich nicht umgesetzt werden.

  6. Einordnung

    Die Datengouvernanz ist ein zentraler Bestandteil der Digitalisierung. Eine einheitliche Datenpolitik könnte die Effizienz der Bundesverwaltung steigern und den Zugang zu öffentlichen Daten verbessern.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte eine verbesserte Datengouvernanz des Bundes den Zugang zu wichtigen Daten erleichtern und die Digitalisierung vorantreiben. Aktuell bleibt jedoch unklar, wann mit konkreten Fortschritten zu rechnen ist.

Zahlen

Jahr der Beschlussfassung
2021

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Originaltitel: So (wenig) weit ist der Bund mit der Datengouvernanz