Sicherheitslücke in Routern: 16 Jahre alter Fehler gefährdet Millionen Geräte
Eine seit 2010 bekannte Sicherheitslücke in Routern mit Broadcom-Chips ermöglicht unbefugten Zugriff auf Netzwerke. Die Lücke, die als „WPSplinter“ bezeichnet wird, betrifft potenziell Millionen Geräte weltweit. Betroffene Geräte sind weltweit verbreitet, doch viele Hersteller haben das Problem noch nicht behoben.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Sicherheitslücke in Routern mit Broadcom-Chips seit 2010 bekannt
- Lücke ermöglicht unbefugten Zugriff auf Netzwerke über WPS
- Betroffene Geräte sind weltweit verbreitet
- Broadcom hat das Problem 2018 behoben, aber die Lösung war nicht ausreichend
- Nutzer sollten ihre Router regelmässig auf Updates überprüfen
Key Facts
Überblick- Quelle
- t3n
- Veröffentlicht
- 20.10.2026, 16:00
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- NegativCybersicherheitsrisiko für Firmen
Problem
Sicherheitslücke in Routern seit 16 Jahren bekannt
Eine kritische Sicherheitslücke in Routern mit Broadcom-Chips ist seit 2010 bekannt, wurde aber erst 2026 öffentlich gemacht. Die Lücke, die als „WPSplinter“ bezeichnet wird, betrifft zwei Fehler in der Wi-Fi-Software von Broadcom. Diese Software wird von dutzenden Routerherstellern genutzt, wodurch potenziell Millionen Geräte weltweit betroffen sind.
Der belgische Sicherheitsforscher Quentin Kaiser hat die Lücke entdeckt und darauf hingewiesen, dass sie es Angreifern ermöglicht, sich über das Wi-Fi Protected Setup (WPS) Zugriff auf die Router zu verschaffen. Dies geschieht, indem eine manipulierte WPS-Nachricht eingeschleust wird, die den Speicher der Router verändert.
Die Sicherheitslücke „WPSplinter“ betrifft zwei spezifische Fehler in der Broadcom-Software, die für die Wi-Fi-Funktionalität verantwortlich ist. Diese Fehler ermöglichen es Angreifern, manipulierte WPS-Nachrichten einzuschleusen, die den Routerspeicher verändern. Quentin Kaiser, der die Lücke entdeckte, betonte, dass die Fehler in hunderten Produkten verschiedener Hersteller zu finden sind.
Risiko
Unbefugter Zugriff auf Netzwerke
Durch die Lücke können Angreifer, die sich in Reichweite des WLAN-Signals befinden, eigenen Code auf den Routern ausführen. Dies ermöglicht ihnen, Passwörter aus dem Speicher zu extrahieren und sich unbemerkt in das Netzwerk einzuklinken. Nutzer bemerkten dies nicht, sofern sie die Liste verbundener Geräte nicht oft überprüften.
Broadcom hat das Problem bereits 2018 mit einem Fix ohne öffentliche Meldung behoben. Doch die Lösung war damals offensichtlich nicht genügend, denn die Lücke besteht weiter. Broadcom verwies die Verantwortung auf die einzelnen Hersteller, die bisher keine Reaktion gezeigt haben.
Die Lücke stellt ein erhebliches Risiko dar, da Angreifer:innen in der Lage sind, sich in das Netzwerk einzuklinken, ohne dass die Nutzer:innen davon Kenntnis erlangen. Dies kann zu Datenverlust, unbefugtem Zugriff auf sensible Informationen und weiteren Cyberangriffen führen. Die Reichweite des Problems ist weltweit, was die Dringlichkeit der Behebung unterstreicht.
Massnahmen
Empfehlungen für betroffene Nutzer
Kaiser hat auf der GitHub-Seite zu seinem Fund eine Liste mit betroffenen Routern veröffentlicht, damit Nutzer selbst nachschauen können, ob potenziell Gefahr besteht. Betroffene sollten ihre Router regelmässig auf Updates überprüfen und gegebenenfalls die WPS-Funktion deaktivieren, um das Risiko zu minimieren.
Zusätzlich sollten Nutzer ihre Router-Passwörter regelmässig ändern und sicherstellen, dass sie starke, einzigartige Passwörter verwenden. Die Deaktivierung der WPS-Funktion kann das Risiko eines unbefugten Zugriffs weiter verringern. Regelmässige Überprüfungen der verbundenen Geräte können ebenfalls helfen, verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen.
Einordnung für die Schweiz
In der Schweiz sind viele Haushalte und Unternehmen auf Router angewiesen, um auf das Internet zuzugreifen. Die Entdeckung der Sicherheitslücke unterstreicht die Bedeutung regelmässiger Updates und die Notwendigkeit, Sicherheitslücken ernst zu nehmen. Unternehmen sollten ihre Netzwerkgeräte regelmässig überprüfen und sicherstellen, dass sie über die neuesten Sicherheitsupdates verfügen. Unternehmen sollten ihre Netzwerkgeräte regelmässig überprüfen und sicherstellen, dass sie über die neuesten Sicherheitsupdates verfügen.
Bedeutung für KMU
Für Schweizer KMU ist die Sicherheit ihrer Netzwerke von entscheidender Bedeutung. Die Entdeckung der Sicherheitslücke zeigt, dass auch ältere Geräte regelmässig überprüft werden müssen. Die Entdeckung der Sicherheitslücke zeigt, dass auch ältere Geräte regelmässig überprüft werden müssen. Unternehmen sollten ihre Router auf die Liste der betroffenen Geräte überprüfen und gegebenenfalls Massnahmen ergreifen, um das Risiko eines unbefugten Zugriffs zu minimieren.
KMU sollten auch in Betracht ziehen, regelmässige Sicherheitsaudits durchzuführen und ihre Mitarbeiter über die Bedeutung der Netzwerksicherheit zu schulen. Dies kann dazu beitragen, das Risiko von Cyberangriffen zu verringern und die Sicherheit ihrer Netzwerke zu gewährleisten.
Einordnung
Die Entdeckung der Sicherheitslücke unterstreicht die Bedeutung regelmässiger Updates und die Notwendigkeit, Sicherheitslücken ernst zu nehmen. Unternehmen sollten ihre Netzwerkgeräte regelmässig überprüfen und sicherstellen, dass sie über die neuesten Sicherheitsupdates verfügen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU ist die Sicherheit ihrer Netzwerke von entscheidender Bedeutung. Die Entdeckung der Sicherheitslücke zeigt, dass auch ältere Geräte regelmässig überprüft werden müssen. Unternehmen sollten ihre Router auf die Liste der betroffenen Geräte überprüfen und gegebenenfalls Massnahmen ergreifen, um das Risiko eines unbefugten Zugriffs zu minimieren.
Zahlen
- Anzahl betroffener Geräte
- Millionen
- Jahr der Entdeckung der Lücke
- 2010
- Jahr der ersten Behebung durch Broadcom
- 2018
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Wie stark betrifft Sie die Sicherheitslücke in Routern?
Wir sind betroffen und haben bereits Massnahmen ergriffen.
Begriffe
- WPS (Wi-Fi Protected Setup)
- Ein Feature, das es ermöglicht, Endgeräte und Router ohne Passworteingabe miteinander zu verknüpfen.
- Broadcom
- Ein Unternehmen, das Wi-Fi-Implementierungen für Router herstellt.
- GitHub
- Eine Plattform, auf der Entwickler Code und Projekte teilen und zusammenarbeiten können.
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Originaltitel: Sicherheitslücke in Routern entdeckt: Wie ein 16 Jahre alter Fehler erneut zum Problem wird



