Sicherheitslücke bei Amadeus: Passagierdaten öffentlich zugänglich
Eine Sicherheitslücke im Reisebuchungssystem von Amadeus hat sensible Passagierdaten preisgegeben. Betroffen waren unter anderem Buchungen bei Lufthansa und Condor.
Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Sicherheitslücke bei Amadeus enthüllte sensible Passagierdaten
- Administratorpasswörter und Authentifizierungstoken im Klartext zugänglich
- Betroffene Daten umfassen Namen, Geburtsdaten und Reisepassdaten
- Zahlungsdaten waren nicht betroffen
- Verbindung zum Diebstahl von Gästedaten der Maritim Hotels
Key Facts
Überblick- Quelle
- BIZ24-Recherche
- Recherchiert aus
- security-incidents.de
- Veröffentlicht
- 13.10.2026, 08:08
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- Neutralbetrifft Reisebranche
Ausgangslage
Am 21. September 2026 entdeckte der Softwareanbieter Amadeus eine kritische Sicherheitslücke in seinem Reisebuchungssystem. Die Schwachstelle ermöglichte den Zugriff auf sensible Daten von Passagieren und Reisebüros. Die Lücke wurde über einen nicht geschützten Endpunkt zugänglich, der einen Heap-Dump einer Spring-Boot-Anwendung enthielt.
Die Sicherheitslücke wurde Amadeus gemeldet. Die Lücke wurde schnell als kritisch eingestuft, da sie potenziell den Zugriff auf sensible Daten ermöglichte.
Hintergrund
Der Heap-Dump enthielt Zugangsdaten und Authentifizierungstoken im Klartext, darunter Administratorpasswörter. Diese ermöglichten lesenden und schreibenden Zugriff auf das globale System. Betroffen waren vollständige Namen, Geburtsdaten, Buchungscodes, Kontakt-, Ausweis- und Reisepassdaten. Zahlungsdaten waren laut Amadeus nicht betroffen.
Dies könnte Angreifern ermöglicht haben, gezielte Angriffe auf das System zu entwickeln.
Einordnung für die Schweiz
Die Sicherheitslücke betraf auch Hunderte Office-IDs von Reisebüros in Deutschland. Es steht nicht fest, ob Unbefugte die Daten eingesehen haben und wenn ja, in welchem Ausmass. Die Lücke steht zeitlich in Verbindung mit dem Diebstahl von Gästedaten der Maritim Hotels, was die Brisanz der Situation unterstreicht.
Die Sicherheitslücke bei Amadeus zeigt, wie verwundbar auch Schweizer Reisebüros und Passagiere sind. Die Lücke steht zeitlich in Verbindung mit dem Diebstahl von Gästedaten der Maritim Hotels.
Was das für Unternehmen bedeutet
Unternehmen, die Reisebuchungssysteme nutzen, sollten die Sicherheit ihrer Systeme überprüfen. Besonders wichtig ist es, nicht authentifizierungsgeschützte Endpunkte zu identifizieren und zu schützen. Die Lücke zeigt, wie vulnerabel globale Systeme sein können und welche sensiblen Daten im Falle eines Angriffs preisgegeben werden können.
Unternehmen sollten nicht nur ihre eigenen Systeme überprüfen, sondern auch die Sicherheit ihrer Partner und Dienstleister. Eine umfassende Risikoanalyse kann helfen, ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Die Sensibilisierung der Mitarbeiter für Sicherheitsrisiken ist ebenfalls entscheidend.
Ausblick
Amadeus hat die Schwachstelle behoben. Dennoch bleibt die Frage, ob Unbefugte bereits auf die Daten zugegriffen haben. Unternehmen sollten regelmässig Sicherheitsaudits durchführen und ihre Systeme auf mögliche Schwachstellen überprüfen. Die Vorfälle bei Amadeus und Maritim Hotels zeigen, dass die Cyber-Sicherheit ein kontinuierlicher Prozess ist.
Die Vorfälle bei Amadeus und Maritim Hotels könnten zu strengeren regulatorischen Anforderungen führen. Unternehmen sollten sich auf mögliche neue Vorschriften vorbereiten. Die Investition in moderne Sicherheitslösungen und regelmässige Schulungen des Personals sind langfristig unerlässlich.
Einordnung
Die Sicherheitslücke bei Amadeus unterstreicht die Bedeutung von Cyber-Sicherheit in der Reisebranche. Solche Vorfälle können erhebliche Auswirkungen auf die Vertrauenswürdigkeit von Unternehmen haben und zeigen, wie wichtig es ist, Systeme regelmässig auf Schwachstellen zu überprüfen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU, die Reisebuchungssysteme nutzen, ist es entscheidend, die Sicherheit ihrer Systeme zu gewährleisten. Regelmässige Sicherheitsaudits und die Überprüfung von Endpunkten können helfen, ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Zahlen
- Datum der Entdeckung
- 21. September 2026
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- Heap-Dump
- Eine Speicherabbildung einer laufenden Anwendung, die zur Fehleranalyse verwendet wird
- Spring-Boot
- Ein Framework zur Erstellung von Java-Anwendungen
- Authentifizierungstoken
- Ein digitales Zertifikat, das den Zugriff auf ein System ermöglicht
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