Schweizer Anleger bevorzugen KI-Unterstützung mit menschlicher Beratung
Eine Studie von Avaloq zeigt, dass vermögende Schweizer Anleger künstliche Intelligenz in der Anlageberatung nutzen möchten, aber nicht auf persönliche Beratung verzichten wollen. Gleichzeitig hinken viele Vermögensverwalter bei der Digitalisierung hinterher.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- 48 Prozent der Anleger bevorzugen KI-Unterstützung mit persönlicher Beratung.
- Nur 14 Prozent können sich eine vollständig automatisierte Beratung vorstellen.
- 65 Prozent der Fachkräfte halten die digitale Transformation für zu langsam.
- 42 Prozent der Anleger haben digitale Vermögenswerte im Portfolio.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 20.10.2026, 11:05
- Rubrik
- Finanzen
- Schwerpunkte
- Künstliche Intelligenz, Digitalisierung & Verwaltung, Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NeutralKI in der Finanzbranche
Ausgangslage
Künstliche Intelligenz gewinnt bei vermögenden Schweizer Anlegern an Bedeutung. Eine aktuelle Studie von Avaloq offenbart jedoch, dass die meisten Anleger eine Kombination aus KI-Unterstützung und menschlicher Beratung bevorzugen. Nur eine Minderheit kann sich eine vollständig automatisierte Beratung vorstellen.
Die Studie von Avaloq zeigt, dass KI bei vermögenden Schweizer Anlegern auf Interesse stösst. Gleichzeitig zeigt sie, dass die meisten Anleger eine Kombination aus technologischer Unterstützung und menschlicher Expertise bevorzugen. Dies deutet darauf hin, dass KI nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur persönlichen Beratung gesehen wird.
Hintergrund
Die «Avaloq Wealth Insights 2026 Report» zeigt, dass 48 Prozent der befragten Anleger eine Mischung aus KI und persönlicher Beratung bevorzugen. Lediglich 14 Prozent würden sich auf eine vollständig automatisierte Beratung einlassen. Bei der Portfolioanalyse ist die Offenheit für KI etwas grösser, aber auch hier bevorzugen 49 Prozent die Kombination aus KI und menschlicher Expertise.
Einordnung für die Schweiz
Die Studie zeigt, dass viele Kunden die Möglichkeiten neuer Technologien begrüssen, aber die Kontrolle über wichtige Finanzentscheidungen nicht vollständig an Maschinen abgeben wollen. Datenschutzbedenken und Zweifel an der Genauigkeit der KI-Ergebnisse sind die Hauptgründe für Zurückhaltung.
Die Studie zeigt, dass Datenschutzbedenken und Zweifel an der Genauigkeit der KI-Ergebnisse die Hauptgründe für die Zurückhaltung der Anleger sind. 31 Prozent der Anleger sehen den Datenschutz als wichtigsten Grund für ihre Skepsis, während 26 Prozent die Genauigkeit der KI-Ergebnisse infrage stellen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, transparente und sichere KI-Lösungen zu entwickeln.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Vermögensverwalter und Banken bedeutet dies, dass sie sowohl in KI-Technologien als auch in die Weiterentwicklung persönlicher Beratung investieren müssen. Die Studie zeigt, dass viele Anbieter bei der digitalen Transformation hinter den Erwartungen zurückbleiben. Organisatorische Hindernisse und eine komplexe IT-Landschaft bremsen die Fortschritte.
Chancen und Risiken
Die Integration von KI in die Vermögensverwaltung bietet zahlreiche Chancen, birgt aber auch Risiken. Zu den Chancen zählen die Möglichkeit, administrative Aufgaben zu automatisieren, die Berichterstellung zu optimieren und Informationen schneller aufzubereiten. Dies könnte den Vermögensverwaltern mehr Zeit für die persönliche Betreuung ihrer Kunden geben, was wiederum die Kundenbindung stärken könnte.
Allerdings gibt es auch Risiken, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und Genauigkeit der KI-Ergebnisse. Die Studie zeigt, dass viele Anleger Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes haben. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, robuste Sicherheitsmassnahmen zu implementieren, um sensible Kundendaten zu schützen. Zudem müssen die Algorithmen der KI regelmässig überprüft und angepasst werden, um sicherzustellen, dass sie genaue und verlässliche Ergebnisse liefern.
Offene Fragen und nächste Schritte
Trotz der wachsenden Offenheit für KI in der Vermögensverwaltung bleiben einige Fragen offen. Eine der wichtigsten ist, wie die Balance zwischen automatisierten und persönlichen Beratungsdienstleistungen langfristig aussehen wird. Zudem stellt sich die Frage, wie Finanzinstitute die technischen und organisatorischen Herausforderungen überwinden können, die einer schnellen digitalen Transformation im Weg stehen.
Entscheider in der Vermögensverwaltung sollten jetzt prüfen, welche KI-Lösungen für ihre spezifischen Bedürfnisse am besten geeignet sind. Sie sollten auch in die Schulung ihrer Mitarbeiter investieren, um sicherzustellen, dass diese die neuen Technologien effektiv nutzen können. Zudem ist es wichtig, die Kunden in den Prozess einzubeziehen und ihre Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Genauigkeit der KI-Ergebnisse ernst zu nehmen.
Ausblick
Die Entwicklung zeigt, dass wohlhabende Kunden mehr Eigeninitiative ergreifen, aber bei schwierigeren Fragen nach wie vor individuelle Beratung suchen. Gleichzeitig steigt die Offenheit für digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen. Finanzinstitute müssen sich auf diese Veränderungen einstellen und ihre Beratungskompetenzen entsprechend anpassen.
Einordnung
Die Studie zeigt, dass KI in der Vermögensverwaltung zunehmend an Bedeutung gewinnt, aber die menschliche Beratung weiterhin unersetzlich bleibt. Die digitale Transformation schreitet langsamer voran als erwartet, was auf organisatorische und technische Herausforderungen zurückzuführen ist.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU im Finanzsektor bedeutet dies, dass sie ihre Digitalisierungsstrategien überprüfen und sowohl in KI-Technologien als auch in die Schulung ihrer Mitarbeiter investieren müssen. Die Kombination aus technologischen Innovationen und persönlicher Beratung wird zunehmend zum Erfolgsfaktor.
Zahlen
- Anteil Anleger mit KI-Unterstützung
- 48%
- Anteil Anleger mit vollständig automatisierter Beratung
- 14%
- Anteil Fachkräfte mit Sicherheitsgefühl bei KI
- 85%
- Anteil Anleger mit digitalen Vermögenswerten
- 42%
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- Künstliche Intelligenz
- Technologie, die maschinelles Lernen und automatisierte Entscheidungsfindung ermöglicht.
- Digitale Transformation
- Prozess der Anpassung von Geschäftsmodellen und -prozessen an digitale Technologien.
- Vermögensverwaltung
- Dienstleistung zur Verwaltung und Anlage von Vermögen für Kunden.
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