Schweizer KMU fürchten mehr Cyberangriffe durch KI
Schweizer KMU sehen sich zunehmend Cyberattacken ausgesetzt. Sie erwarten durch künstliche Intelligenz eine weitere Steigerung der Bedrohung.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- 6 Prozent der Schweizer KMU waren in den letzten drei Jahren von schweren Cybervorfällen betroffen.
- Rund 7 Prozent der KMU waren Opfer von Cyber-Erpressungen.
- Durchschnittliche Kosten eines Cyber-Schadens: 8000 bis 10’000 Franken.
- 81 Prozent der KMU erwarten gefährlichere Cyberangriffe durch KI.
- Nur jedes vierte Unternehmen überprüft regelmässig die Wiederherstellbarkeit von Daten.
Key Facts
Überblick- Quelle
- Moneycab
- Veröffentlicht
- 22.10.2026, 11:22
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- NegativKI als Risikofaktor
Aktuelle Lage
Schweizer KMU sind vermehrt Ziel von Cyberkriminellen. In den letzten drei Jahren waren 6 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen von schweren Cybervorfällen betroffen. Dies entspricht rund 35’000 Betrieben. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 4 Prozent.
Besonders häufig sind Cyber-Erpressungen. Rund 7 Prozent der befragten KMU haben angegeben, dass sie bereits Opfer solcher Angriffe waren. Das entspricht schweizweit etwa 43’000 bis 45’000 Unternehmen. Zu den gängigsten Angriffsmethoden zählen Phishing, Passwort-Hacking und Schadsoftware.
Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass Unternehmen ihre Sicherheitsmassnahmen kontinuierlich anpassen.
Finanzielle Folgen
Die durchschnittlichen Kosten eines Cyber-Schadens für KMU liegen zwischen 8000 und 10’000 Franken. Diese Schätzung basiert auf den Versicherungsfällen der Mobiliar und ist nicht repräsentativ für alle Schweizer Unternehmen.
Die finanziellen Auswirkungen von Cyberangriffen sind nicht auf direkte Schäden beschränkt. Indirekte Kosten wie Produktionsausfälle, Reputationsschäden und rechtliche Konsequenzen können die Gesamtbelastung erheblich erhöhen. Dies macht eine umfassende Risikobewertung und -absicherung für KMU unabdingbar.
Zukunftsaussichten
Vier KMU von fünf (81 Prozent) gehen davon aus, dass KI-Einsatz Cyberangriffe noch bedrohlicher macht. KI erleichtert es Cyberkriminellen, Angriffe vorzubereiten und überzeugender zu gestalten. Dadurch entwickeln sich die Angriffsmethoden rascher weiter.
Dies erfordert von den Unternehmen eine proaktive Herangehensweise an die Cybersicherheit.
Die Erwartung, dass KI die Bedrohungslage verschärft, unterstreicht die Notwendigkeit, in moderne Sicherheitslösungen zu investieren. KMU müssen sich auf eine dynamische Bedrohungslandschaft einstellen und ihre Sicherheitsstrategien regelmässig überprüfen und anpassen.
Schutzmassnahmen
Technisch sind viele KMU gut aufgestellt. Die Mehrfaktor-Authentifizierung gehört vielerorts zum Standard.
Organisatorisch gibt es jedoch Lücken. Notfallpläne und Sicherheitsaudits sind wenig verbreitet.
Besonders kritisch ist die Datensicherung. Nur jedes vierte Unternehmen überprüft, ob sich gesicherte Daten im Ernstfall wiederherstellen lassen. Dies geschieht regelmässig. Dies wirft Fragen zur schnellen Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nach einem Angriff auf.
Neben technischen und organisatorischen Massnahmen ist auch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden entscheidend.
Studie
Die Studie «KMU Cybersicherheit 2026» wurde zwischen Ende Juni und Anfang Juli durchgeführt. Die Studie wurde von der Mobiliar in Zusammenarbeit mit Digitalswitzerland, dem Bundesamt für Cybersicherheit und anderen Partnern durchgeführt.
Die Zusammenarbeit zwischen Versicherern, staatlichen Institutionen und privaten Partnern zeigt, wie wichtig ein gemeinsamer Ansatz zur Verbesserung der Cybersicherheit ist. Die Ergebnisse der Studie können als Grundlage für gezielte Massnahmen dienen, um die Resilienz der Unternehmen zu stärken.
Die Studie wurde mit einer repräsentativen Stichprobe von 507 Geschäftsleitenden durchgeführt. Dies ermöglicht eine verlässliche Einschätzung der aktuellen Lage und der zukünftigen Herausforderungen für Schweizer KMU. Die Ergebnisse bieten eine solide Grundlage für gezielte Massnahmen zur Verbesserung der Cybersicherheit.
Einordnung
Cyberangriffe sind eine wachsende Bedrohung für Unternehmen weltweit. KI verstärkt dieses Problem, indem sie Angriffe präziser und schwerer abwehrbar macht. Schweizer KMU sind sich dieser Gefahr bewusst, doch viele haben noch Lücken in ihren Schutzmassnahmen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Cybersicherheit stärken müssen. Dies umfasst technische Massnahmen wie regelmässige Updates und Datensicherung sowie organisatorische Schritte wie Mitarbeiterschulungen und Notfallpläne.
Zahlen
- KMU mit Cybervorfall
- 6 Prozent
- KMU mit Cyber-Erpressungen
- 7 Prozent
- Durchschnittliche Cyber-Schadenskosten
- 8000 bis 10’000 Franken
- KMU, die gefährlichere Angriffe durch KI erwarten
- 81 Prozent
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- KI
- Künstliche Intelligenz, die Cyberkriminellen hilft, Angriffe zu optimieren.
- Cyber-Erpressung
- Angriffe, bei denen Daten verschlüsselt und gegen Lösegeld freigegeben werden.
- Mehrfaktor-Authentifizierung
- Sicherheitsmassnahme, die neben dem Passwort eine weitere Überprüfung erfordert.
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Originaltitel: Schweizer KMU erwarten weitere Zunahme von Cyberangriffen – wegen KI



