Schweizer Exporte erholen sich im September leicht
Die Schweizer Exporte haben sich im September von einem starken Rückgang im Vormonat erholt. Besonders die Ausfuhren in die USA zeigten eine deutliche Verbesserung.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Ausfuhren erhöhten sich in nominaler Hinsicht um 1,5 Prozent und erreichten damit 23,23 Milliarden Franken.
- Real gab es ein leichtes Minus von 0,1 Prozent.
- Ausfuhren in die USA legten um 8,5 Prozent auf 3,32 Milliarden Franken zu.
- Importe stiegen nominal um 24,9 Prozent auf 21,88 Milliarden Franken.
- Handelsbilanzüberschuss sank auf 1,35 Milliarden Franken.
Key Facts
Überblick- Quelle
- Moneycab
- Veröffentlicht
- 20.10.2026, 08:38
- Rubrik
- Wirtschaft
- Schwerpunkte
- Export & neue Märkte, Neue Vorschriften & Compliance, Lieferketten & Beschaffung
- Einschätzung (KI)
- PositivErholung der Exporte
Erholung der Exporte
Die Exporte der Schweiz zeigten im September eine leichte Erholung nach dem starken Rückgang im August. Real, also nach Bereinigung der Preisveränderungen, gab es jedoch ein leichtes Minus von 0,1 Prozent.
Stabilisierung der Chemie- und Pharmabranche
Im August waren die Exporte vor allem wegen eines starken Rückgangs bei chemisch-pharmazeutischen Erzeugnissen um 17,7 Prozent eingebrochen. Im September stabilisierten sich diese Ausfuhren mit einem leichten Anstieg von 0,5 Prozent. Besonders deutlich stieg die Nachfrage nach Bijouterie und Juwelierwaren, die um 14,9 Prozent zunahmen.
Ausfuhren in die USA steigen
Die Ausfuhren in die USA, die im August um knapp 30 Prozent eingebrochen waren, erholten sich im September deutlich. Der Wert erhöhte sich um 8,5 Prozent und erreichte 3,32 Milliarden Franken. Dies deutet auf eine wiederkehrende Nachfrage in einem wichtigen Absatzmarkt hin.
Dies könnte darauf hindeuten, dass sich die wirtschaftliche Lage in den USA verbessert und dass Schweizer Produkte dort wieder stärker nachgefragt werden.
Importwachstum durch Pharmabranche
Die Importe legten im September um 24,9 Prozent zu und erreichten 21,88 Milliarden Franken. Real betrug das Plus 7,0 Prozent, was den zweithöchsten je gemessenen Monatswert darstellt. Haupttreiber dieses Wachstums war die Chemie- und Pharmabranche, deren Importe um 88 Prozent zunahmen. Die Pharmaimporte stiegen fast auf das Doppelte, nämlich um 130,8 Prozent, und erreichten so über 7 Milliarden Franken.
Die Verdopplung der Pharmaimporte deutet darauf hin, dass die Schweiz verstärkt auf Importgüter angewiesen ist, möglicherweise aufgrund von Engpässen in der heimischen Produktion oder einer erhöhten Nachfrage nach bestimmten Medikamenten und Chemikalien. Dies könnte langfristig die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten verstärken.
Handelsbilanzüberschuss sinkt
Aufgrund des starken Importwachstums schrumpfte der Handelsbilanzüberschuss deutlich auf 1,35 Milliarden Franken. Dies zeigt, dass die Erholung der Exporte durch das hohe Importwachstum teilweise ausgeglichen wurde.
Der sinkende Handelsbilanzüberschuss ist eine Folge des starken Importwachstums, das den Anstieg der Exporte übertrifft. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Schweiz mehr Güter und Dienstleistungen aus dem Ausland bezieht, was die Handelsbilanz belastet. Für die Schweizer Wirtschaft könnte dies eine Herausforderung darstellen, da ein geringerer Überschuss weniger Spielraum für Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung lässt.
Einordnung
Die Erholung der Exporte nach einem starken Einbruch im Vormonat zeigt, dass die Schweizer Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt. Besonders die Stabilisierung der Chemie- und Pharmabranche sowie das Wachstum bei den Ausfuhren in die USA sind positive Signale. Allerdings dämpft das starke Importwachstum die positive Entwicklung etwas.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet die Erholung der Exporte eine Stabilisierung der Absatzmärkte. Besonders Unternehmen in der Chemie- und Pharmabranche sowie im Juweliersektor können von der wiederkehrenden Nachfrage profitieren. Das starke Importwachstum könnte jedoch zu höheren Kosten führen, was die Margen der Unternehmen belasten könnte.
Zahlen
- Exporte
- 23,23 Milliarden Franken
- Importwachstum
- 24,9 Prozent
- Ausfuhren in die USA
- 3,32 Milliarden Franken
- Handelsbilanzüberschuss
- 1,35 Milliarden Franken
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Wie stark betrifft Sie die Erholung der Exporte?
Sehr stark.
Begriffe
- Handelsbilanzüberschuss
- Die Differenz zwischen Exporten und Importen eines Landes.
- Saisonbereinigt
- Daten, die von saisonalen Schwankungen bereinigt wurden, um Trends besser zu erkennen.
- Nominal
- Der tatsächliche Wert ohne Berücksichtigung von Preisveränderungen.
- Real
- Der Wert nach Bereinigung von Preisveränderungen.
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Originaltitel: Schweizer Exporte stabilisieren sich im September wieder


