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Autohacker nutzen vermehrt Apps und Cloud-Dienste

Die Zahl der Sicherheitslücken in Autosoftware ist seit 2019 rückläufig. Doch die Art der Schwachstellen hat sich verändert, wie eine Studie zeigt. Hacker nutzen zunehmend Apps, Websites und Cloud-Dienste.

Titelbild zu: Autohacker nutzen vermehrt Apps und Cloud-Dienste
Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die Zahl der Sicherheitslücken in Autosoftware ist seit 2019 rückläufig.
  • Schwachstellen verlagern sich von fahrzeugeigenen Systemen zu Apps und Cloud-Diensten.
  • Persönliche Daten können über solche Lücken abgegriffen werden.
  • Regelmässige Updates und starke Passwörter sind entscheidend für die Sicherheit.

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
01.11.2026, 14:05
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
Einschätzung (KI)
NegativCybersicherheit im Automobilsektor
  1. Ausgangslage

    Die Anzahl der bekannten Sicherheitslücken in Autosoftware ist seit 2019 gesunken. Dennoch bleibt die Situation kritisch, da sich die Art der Schwachstellen verändert hat. Eine Studie der Universitäten Göteborg und Chalmers dokumentierte zwischen 2022 und 2024 insgesamt 413 Sicherheitslücken.

    Dies bedeutet, dass auch wenn weniger Lücken dokumentiert werden, diese schwerwiegender und schwerer zu erkennen sind.

  2. Hintergrund

    Früher konzentrierten sich Sicherheitslücken hauptsächlich auf die fahrzeugeigenen Systeme. Heute haben sich die Einfallstore für Angriffe verschoben. Apps, Websites und Cloud-Dienste sind nun häufiger betroffen. Diese Entwicklung birgt Risiken, da über solche Schwachstellen persönliche Daten wie Wohnort oder Arbeitsplatz abgegriffen werden können.

    Dies liegt daran, dass moderne Fahrzeuge zunehmend mit externen Diensten verbunden sind, was neue Angriffsvektoren eröffnet.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Studie zeigt, dass auch hierzulande die Angriffsfläche für Hacker wächst. Besonders betroffen sind Fahrzeuge mit umfangreichen Infotainment- und Telematiksystemen.

    Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, die Sicherheit dieser Fahrzeuge zu erhöhen, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Vernetzung und die damit verbundenen Risiken.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Schweizer Unternehmen, die vernetzte Fahrzeuge nutzen oder herstellen, bedeutet dies eine erhöhte Verantwortung. Regelmässige Softwareupdates und starke Passwörter sind essenziell, um Sicherheitslücken zu minimieren.

  5. Betroffene Branchen und Berufe

    Die Studie zeigt, dass nicht nur Automobilhersteller, sondern auch Zulieferer und Softwareentwickler betroffen sind. Besonders gefährdet sind Unternehmen, die Infotainment- und Telematiksysteme entwickeln oder warten. Diese Systeme sind häufig auf Software von Drittanbietern angewiesen, was zusätzliche Sicherheitsrisiken mit sich bringt.

    Für diese Unternehmen ist es entscheidend, die Sicherheit ihrer Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich zu überwachen und zu verbessern.

  6. Offene Fragen und Handlungsempfehlungen

    Eine zentrale Frage bleibt, wie Automobilhersteller die Sicherheit ihrer Fahrzeuge langfristig gewährleisten können. Die Studie zeigt, dass viele Schwachstellen auf veraltete oder unsichere Software von Drittanbietern zurückzuführen sind. Hier sind klare Richtlinien und regelmässige Audits notwendig, um die Sicherheit zu erhöhen.

    Für Entscheider in der Automobilbranche und verwandten Bereichen ist es wichtig, die Sicherheit ihrer Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich zu überwachen und zu verbessern. Dies umfasst die regelmässige Aktualisierung von Software, die Implementierung starker Passwörter und die Schulung der Mitarbeiter in Sicherheitsfragen.

  7. Ausblick

    Die Studie empfiehlt Automobilherstellern, von der IT-Welt zu lernen. Eine bessere Berechtigungsprüfung und regelmässige Updates könnten die Sicherheit von Fahrzeugen deutlich erhöhen.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU, die vernetzte Fahrzeuge nutzen, bedeutet dies eine erhöhte Verantwortung. Regelmässige Softwareupdates und starke Passwörter sind essenziell, um Sicherheitslücken zu minimieren.

Zahlen

Dokumentierte Sicherheitslücken (2022-2024)
413
Dokumentierte Sicherheitslücken (2019)
363

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Rollende Sicherheitslücken: So leicht lassen sich moderne Autos hacken (