Zum Inhalt
BIZ24

Mo., 26. Okt. 2026

Märkte
verzögert · TradingViewMarktzentrum
Technologie

Photon Bridge sichert sich 10 Millionen Euro für Lasertechnologie in KI-Rechenzentren

Die niederländische Photonik-Start-up Photon Bridge erhält eine Finanzspritze von 10 Millionen Euro. Das Geld fliesst in die Entwicklung von Lasern für künstliche Intelligenz. Beteiligt ist auch der Wiener Venture Capital Fonds APEX Ventures.

Titelbild zu: Photon Bridge sichert sich 10 Millionen Euro für Lasertechnologie in KI-Rechenzentren
Bild: Trending Topics

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Photon Bridge erhält 10 Millionen Euro für Lasertechnologie in KI-Rechenzentren
  • Investoren sind unter anderem APEX Ventures und Amadeus Capital Partners
  • Technologie kombiniert mehrere niederleistungsstarke Halbleiterlaser
  • Serienproduktion soll ab 2028 anlaufen

Key Facts

Überblick
Quelle
Trending Topics
Veröffentlicht
21.10.2026, 11:25
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Künstliche Intelligenz, Digitalisierung & Verwaltung
Einschätzung (KI)
NeutralFinanzierungsrunde für Startup
  1. Finanzierung

    Photon Bridge erhält 10 Millionen Euro

    Die niederländische Start-up Photon Bridge hat eine Finanzierungsrunde über 10 Millionen Euro abgeschlossen. An der Runde beteiligt ist der Amadeus APEX Technology Fund, der von der Wiener Investmentfirma APEX Ventures und dem britischen Partner Amadeus Capital Partners verwaltet wird. Ebenfalls mit von der Partie sind die bestehenden Investoren Innovation Industries, Faber und die Brabant Development Agency (BOM).

    Die Finanzspritze soll helfen, die Produktion von Lasern für KI-Rechenzentren zu skalieren. Photon Bridge will mit dem Geld die Produktentwicklung beschleunigen und erste Muster an Kunden ausliefern. Ab 2028 soll die Serienproduktion anlaufen. Zudem plant das Unternehmen, das Team in Eindhoven zu erweitern.

  2. Hintergrund

    Lasertechnologie als Engpass

    Die Investition erfolgt vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach Lasern in KI-Rechenzentren. Mit der Zunahme von KI-Chips wird die Datenübertragung zwischen den Prozessoren zum Flaschenhals. Optische Verbindungen übertragen Daten schneller und effizienter als Kupfer und rücken immer näher an die Chips heran. Diese sogenannten Co-Packaged Optics erfordern jedoch Lasern in bisher nicht gekannten Mengen.

    Die aktuelle Lieferkette für Hochleistungslaser ist auf kleinere Volumina ausgelegt, wie sie in der Telekommunikation und in Unterseekabeln benötigt werden. Die wachsende Zahl von KI-Chips in Rechenzentren erfordert jedoch eine radikale Skalierung der Produktion. Photon Bridge will diese Lücke schliessen und die Technologie für die Massenproduktion tauglich machen.

  3. Technologie

    Kombination von mehreren Lasern

    Photon Bridge setzt auf eine Technologie, die mehrere niederleistungsstarke Halbleiterlaser kombiniert. Dadurch lassen sich die Lasern einfacher und kostengünstiger herstellen. Die Plattform ist so konzipiert, dass sie bis zu 40 Milliwatt optische Leistung pro Wellenlänge pro Faser liefern kann und in mehreren Indiumphosphid-Fabriken produziert werden kann.

    Durch die Kombination mehrerer niederleistungsstarker Lasern lässt sich die Produktion vereinfachen und die Ausbeute erhöhen. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Hochleistungslasern, die anfälliger für Produktionsfehler sind. Die Technologie von Photon Bridge ist darauf ausgelegt, die Anforderungen der nächsten Generation von KI-Rechenzentren zu erfüllen.

  4. Wettbewerb

    Andere Start-ups im Fokus

    Photon Bridge ist nicht das einzige Unternehmen, das sich auf Mehrwellenlängenlaser für KI-Rechenzentren konzentriert. Auch die US-Start-up Xscape Photonics und die Lausanne-basierte Enlightra haben in diesem Bereich bereits Investitionen erhalten. Zu den etablierten Anbietern zählen unter anderem Lumentum und Coherent.

    Neben Photon Bridge gibt es weitere Unternehmen, die an ähnlichen Technologien arbeiten. Dazu gehören unter anderem Xscape Photonics und Enlightra. Diese Konkurrenz könnte den Innovationsdruck erhöhen und zu schnelleren Fortschritten in der Lasertechnologie führen. Gleichzeitig könnte sie aber auch zu einer Fragmentierung des Marktes beitragen.

  5. Einordnung für die Schweiz

    Die Entwicklung von Lasertechnologie für KI-Rechenzentren ist ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung. Die Schweiz hat in diesem Bereich bereits einige Unternehmen, die in der Photonik tätig sind. Die Investition in Photon Bridge könnte auch für Schweizer Unternehmen interessant sein, die in diesem Bereich tätig sind oder sich auf die Digitalisierung spezialisieren wollen.

  6. Bedeutung für KMU

    Zudem könnte die Technologie helfen, die Effizienz und Leistung von KI-Anwendungen zu steigern.

  7. Einordnung

    Die Investition in Photon Bridge ist ein Beispiel für die wachsende Bedeutung von Photonik in der KI-Entwicklung. Die Technologie könnte helfen, die Effizienz und Leistung von KI-Anwendungen zu steigern und neue Geschäftsmöglichkeiten zu eröffnen.

Zahlen

Finanzierungsrunde
10 Millionen Euro
Markt für optische Netzwerke bis 2028
154 Milliarden US-Dollar (137 Milliarden Euro)
Geplante Lieferung von A.I. Acceleratoren bis 2028
20 Millionen

Umfrage für Unternehmen

Wie stark betrifft Sie die Entwicklung von Lasertechnologie für KI-Rechenzentren?

Antwort wählen – anonym, ohne Anmeldung

Ganzen Artikel bei Trending Topics lesen

Originaltitel: Photon Bridge Raises €10 Million as Vienna’s APEX Ventures Invests