Niederländisches Startup Photon Bridge sichert 10 Millionen Euro für KI-Laser
Das Photonik-Startup Photon Bridge aus den Niederlanden hat eine Finanzierungsrunde über 10 Millionen Euro abgeschlossen. Der Wiener Fonds APEX Ventures ist dabei als Co-Lead-Investor aufgetreten.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Photon Bridge sammelt 10 Millionen Euro ein
- APEX Ventures als Co-Lead-Investor
- Fokus auf Laser für KI-Rechenzentren
- Technologie zur Bündelung mehrerer Halbleiterlaser
- Massenfertigung ab 2028 geplant
Key Facts
Überblick- Quelle
- Trending Topics
- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 11:25
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Künstliche Intelligenz, Export & neue Märkte
- Einschätzung (KI)
- NeutralFinanzierungsrunde für Startup
Finanzierungsrunde abgeschlossen
Das niederländische Startup Photon Bridge hat eine erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt flossen 10 Millionen Euro in das Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Lasern für KI-Rechenzentren spezialisiert hat. Angeführt wurde die Runde vom Amadeus APEX Technology Fund, einem Joint Venture der Wiener APEX Ventures und des britischen Investors Amadeus Capital Partners.
Das frische Kapital soll die Produktentwicklung beschleunigen und die Vorbereitung auf die Massenfertigung ermöglichen.
Der Amadeus APEX Technology Fund, der die Runde anführt, hat sich auf Deep-Tech-Startups spezialisiert und investiert in verschiedene innovative Technologien.
Diese breite Unterstützung unterstreicht das Vertrauen in die Technologie und das Potenzial von Photon Bridge, einen bedeutenden Beitrag zur Lösung aktueller Engpässe in der KI-Branche zu leisten.
Technologische Herausforderungen
Das Startup setzt auf eine innovative Technologie, bei der das Licht mehrerer schwächerer Halbleiterlaser gebündelt wird. Diese Methode erhöht die Ausbeute in der Produktion und reduziert die Anfälligkeit für Fertigungsfehler.
Die einzelnen Laser arbeiten mit geringerer Leistungsdichte, wodurch sie weniger anfällig für Fertigungsfehler sind. Dies erhöht die Ausbeute in der Produktion und macht die Technologie wirtschaftlich attraktiv.
Die Technologie von Photon Bridge adressiert ein zentrales Problem in der KI-Branche: den Flaschenhals beim Datentransport zwischen den Prozessoren.
Marktentwicklung und Wettbewerb
Der Markt für optische Netzwerke in KI-Rechenzentren wächst rasant. Marktforscher, etwa Omdia, sagen voraus, dass ab 2028 jedes Jahr über 20 Millionen KI-Beschleuniger verkauft werden. Goldman Sachs Research prognostiziert, dass sich der Markt bis zum Jahr 2028 auf 154 Milliarden Dollar verneunfachen wird.
Photon Bridge ist nicht das einzige Startup in diesem Bereich. Wettbewerber wie Xscape Photonics aus den USA und Enlightra aus der Schweiz haben ebenfalls erhebliche Investitionen erhalten. Auch etablierte Laserhersteller wie Lumentum und Coherent sind in diesem Markt aktiv.
Etablierte Laserhersteller wie Lumentum und Coherent sind ebenfalls aktiv, was die Bedeutung der Technologie für die Zukunft der KI-Rechenzentren weiter verdeutlicht. Die Prognosen von Marktforschern wie Omdia und Goldman Sachs Research unterstreichen das enorme Wachstumspotenzial in diesem Sektor.
Zukunftspläne
Mit dem eingesammelten Kapital plant Photon Bridge, die Produktentwicklung zu beschleunigen und ab 2027 erste Muster an Kunden zu liefern. Ab 2028 soll die Massenfertigung beginnen. Das Team in Eindhoven wird dafür ausgebaut, um die technischen und logistischen Herausforderungen zu bewältigen.
Die ersten Muster sollen an Kunden geliefert werden, was einen wichtigen Schritt in der kommerziellen Nutzung der Technologie darstellt. Die Massenfertigung ab 2028 wird die Skalierung der Technologie ermöglichen und die Markteinführung beschleunigen.
Das Team in Eindhoven wird ausgebaut, um die technischen und logistischen Herausforderungen zu bewältigen. Diese Expansion ist entscheidend, um die Technologie erfolgreich auf den Markt zu bringen und die wachsende Nachfrage nach effizienten Datenübertragungslösungen in KI-Rechenzentren zu bedienen.
Einordnung
Die Entwicklung von Lasertechnologie für KI-Rechenzentren ist ein zentraler Bestandteil der digitalen Infrastruktur. Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Anwendungen steigt der Bedarf an effizienten Datenübertragungslösungen. Photon Bridge positioniert sich mit seiner Technologie als wichtiger Akteur in diesem wachsenden Markt.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU im Bereich der Photonik und KI-Technologie bietet die Entwicklung neue Geschäftsmöglichkeiten. Die Nachfrage nach spezialisierten Lasertechnologien könnte auch lokale Unternehmen zu Kooperationen oder Investitionen anregen. Zudem könnte die Technologie die Effizienz und Leistung von KI-Anwendungen in verschiedenen Branchen verbessern.
Zahlen
- Finanzierungsvolumen
- 10 Millionen Euro
- Prognostizierte KI-Beschleuniger ab 2028
- 20 Millionen
- Marktvolumen optische Netzwerke bis 2028
- 154 Milliarden Dollar
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Originaltitel: Photon Bridge holt 10 Millionen Euro, Wiener APEX Ventures steigt ein



