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KI-Agenten als neue Zielscheibe von Phishing-Angriffen

Hacker nutzen manipulierte E-Mails, um sowohl Menschen als auch KI-Systeme auszutricksen. Eine Analyse zeigt, wie komplex diese Angriffe geworden sind.

Titelbild zu: KI-Agenten als neue Zielscheibe von Phishing-Angriffen
Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Hacker nutzen manipulierte E-Mails, um sowohl Menschen als auch KI-Agenten anzugreifen.
  • Prompt-Injection wird verwendet, um KI-Systeme zu manipulieren.
  • Eine Betrugskampagne kombinierte Social Engineering mit versteckten Anweisungen für KI-Assistenten.
  • Barracuda identifizierte vier Methoden zur Manipulation von KI-Agenten.
  • Experten empfehlen, externe Inhalte von Anweisungen zu trennen.

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
20.10.2026, 13:30
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz
Einschätzung (KI)
NegativBetrugsversuche gegen KI
  1. Ausgangslage

    Hacker haben ein neues Ziel ins Visier genommen: KI-Agenten. Diese Systeme werden zunehmend für die Verwaltung von E-Mail-Postfächern eingesetzt und sind damit anfällig für manipulierte Phishing-Mails. Eine Analyse des Cybersecurity-Anbieters Barracuda zeigt, dass Betrüger sowohl Nutzer als auch KI-Assistenten mit ein und derselben E-Mail angreifen.

  2. Methodik der Angreifer

    Die Angriffe kombinieren klassisches Social Engineering mit Prompt-Injection. Während Menschen durch manipulierte Inhalte getäuscht werden, nutzen Angreifer versteckte Anweisungen im Quellcode, um KI-Systeme zu manipulieren. Diese Anweisungen können beispielsweise dazu führen, dass der KI-Assistent betrügerische E-Mails als legitim einstuft und Anhänge eigenständig öffnet.

    Die Angreifer nutzen eine Kombination aus Social Engineering und technischer Manipulation. Während Social Engineering darauf abzielt, Menschen zu täuschen, nutzen sie Prompt-Injection, um KI-Systeme zu manipulieren. Diese Methode ermöglicht es ihnen, die normalen Funktionen des KI-Agenten zu umgehen und betrügerische Aktionen durchzuführen. Die Angriffe sind oft so gestaltet, dass sie sowohl menschliche als auch technische Schwachstellen ausnutzen.

  3. Beispiel eines Angriffs

    In einer analysierten Betrugskampagne wirkte die E-Mail auf den ersten Blick vertrauenswürdig. Sie enthielt jedoch versteckte Prompt-Injections, die den KI-Assistenten manipulierten. Selbst wenn Nutzer die betrügerische E-Mail ignorierten, konnte der KI-Assistent durch die versteckten Anweisungen gefährliche Aktionen ausführen.

  4. Techniken der Manipulation

    Barracuda identifizierte vier häufige Methoden, um KI-Agenten zu manipulieren. Dazu gehören das Verstecken von Anweisungen in Kommentar-Tags, das Ausblenden von Text durch Null-Pixel-Schriftgrösse oder weisse Farbe, das Verstecken von Anweisungen in codierten Blöcken und das Einschleusen von betrügerischen Inhalten durch unsichtbare Unicode-Zeichen.

  5. Betroffene Branchen und Berufe

    In diesen Bereichen werden KI-Systeme häufig für die Verwaltung von E-Mails und anderen sensiblen Daten eingesetzt. Die Angriffe können zu erheblichen finanziellen Verlusten und Reputationsschäden führen.

    Diese Berufsgruppen müssen sich der Risiken bewusst sein und entsprechende Sicherheitsmassnahmen ergreifen, um ihre Systeme zu schützen.

  6. Offene Fragen und Handlungsbedarf

    Trotz der Fortschritte in der Cybersecurity bleiben viele Fragen offen. Eine der grössten Herausforderungen besteht darin, wie KI-Systeme effektiv vor manipulierten E-Mails geschützt werden können. Experten sind sich einig, dass weitere Forschung und Entwicklung notwendig sind, um diese Lücke zu schliessen.

    Für Entscheider in Unternehmen stellt sich die Frage, wie sie ihre Systeme am besten schützen können. Es ist wichtig, dass sie sich über die neuesten Entwicklungen in der Cybersecurity informieren und entsprechende Massnahmen ergreifen. Dies kann die Implementierung von Sicherheitssoftware, die Schulung der Mitarbeiter und die regelmässige Überprüfung der Systeme umfassen.

  7. Empfehlungen zur Sicherheit

    Fachleute empfehlen, externe Inhalte als reine Daten zu betrachten und sie von Anweisungen zu trennen. Dies soll verhindern, dass KI-Systeme durch manipulierte E-Mails ausgetrickst werden. Eine klare Trennung von Daten und Anweisungen kann die Sicherheit von KI-Agenten erheblich erhöhen.

  8. Einordnung

    Phishing-Angriffe haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Während früher hauptsächlich Menschen das Ziel waren, richten sich die Angriffe nun auch gegen KI-Systeme. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig es ist, sowohl technische als auch menschliche Sicherheitsmassnahmen zu stärken.

  9. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Sicherheitsmassnahmen anpassen müssen. Es ist entscheidend, dass sie nicht nur ihre Mitarbeiter sensibilisieren, sondern auch ihre KI-Systeme vor Manipulation schützen. Eine Kombination aus Schulungen und technischen Lösungen kann die Sicherheit erhöhen.

Zahlen

Sicherheitsvorfälle
31.000
Bestätigte Datenpannen
22.000
Länder
145
Phishing als erster Zugangsweg
16 Prozent

Wissen zur Meldung

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Originaltitel: Phishing: Wie Betrüger mit manipulierten E-Mails KI-Agenten austricksen