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Onlinehandel treibt Retouren auf Rekordhoch

Die Zahl der Rücksendungen im Onlinehandel steigt kontinuierlich. Für Paketdienstleister und Kioskbesitzer ist dies ein lukratives Geschäft, während Umweltschützer die ökologischen Folgen kritisieren.

Titelbild zu: Onlinehandel treibt Retouren auf Rekordhoch
Bild: tagesschau – Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die Zahl der Retouren im Onlinehandel steigt auf Rekordniveau.
  • Paketdienstleister und Kioskbesitzer profitieren vom Trend.
  • Umweltschützer kritisieren die ökologischen Folgen.
  • Unternehmen müssen ihre Logistikprozesse anpassen.
  • Neue gesetzliche Regelungen könnten die Kosten erhöhen.

Key Facts

Überblick
Quelle
tagesschau – Wirtschaft
Veröffentlicht
17.10.2026, 18:14
Rubrik
Mobilität
Schwerpunkte
Lieferketten & Beschaffung, Digitalisierung & Verwaltung, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralLogistik und Onlinehandel
  1. Ausgangslage

    Immer mehr Menschen bestellen Waren online, was zu einem deutlichen Anstieg der Retouren führt. Laut einer Schätzung der Forschungsgruppe „Retourenmanagement“ an der Universität Bamberg werden im Jahr 2026 voraussichtlich 560 Millionen Pakete zurückgesendet. Dies entspricht fast einem Viertel aller Online-Bestellungen.

    Björn Asdecker, ein Vertreter der Universität Bamberg, weist darauf hin, dass fast jedes vierte Paket, das im Online-Handel verschickt wird, zurückgesandt wird. Dies bedeutet, dass fast jedes vierte Paket zurückgesendet wird, was erhebliche Kosten für die Logistik und Lagerung verursacht.

    Die steigende Zahl der Retouren ist nicht nur ein Problem für die Logistik, sondern auch für die Umwelt. Jedes zurückgesendete Paket verursacht zusätzliche CO2-Emissionen durch den Transport und die Lagerung. Zudem führt die massenhafte Vernichtung von Retouren zu einer weiteren Belastung der Umwelt. Die Europäische Union hat zwar ein Verbot der Vernichtung unverkaufter Ware erlassen, doch dieses ist nicht ganz eindeutig und hat Lücken.

  2. Hintergrund

    Kioskbesitzer wie Oktay Danisir aus Mainz profitieren von diesem Trend. Sein Kiosk dient als Abholstation für mehrere Paketdienstleister, wobei er wöchentlich zwischen 200 und 300 Pakete abholt. Die steigende Nachfrage nach Onlinebestellungen und die damit verbundenen Rücksendungen haben sein Geschäft deutlich belebt.

    Die steigende Zahl der Retouren ist auch auf das Verhalten der Kunden zurückzuführen. Viele bestellen impulsiv über Handy-Apps, was zu einer höheren Retourenquote führt. Dies liegt daran, dass Kunden bei Apps seltener Vergleiche mit anderen Angeboten ziehen und schneller den Bestellbutton drücken. Für Kioskbesitzer wie Oktay Danisir bedeutet dies, dass sie ihre Lagerkapazitäten anpassen müssen, um mit der steigenden Nachfrage umzugehen.

  3. Einordnung für die Schweiz

    In der Schweiz ist der Onlinehandel ebenfalls stark im Wachstum. Die steigende Zahl der Retouren könnte auch hierzulande zu logistischen Herausforderungen führen. Gleichzeitig bieten sich neue Geschäftsmöglichkeiten für lokale Abholstationen und Paketdienstleister.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Unternehmen im Onlinehandel bedeutet dies, dass sie ihre Logistikprozesse optimieren müssen, um mit der steigenden Zahl der Retouren umzugehen. Zudem könnten neue gesetzliche Regelungen die Kosten für Rücksendungen erhöhen, was die Preispolitik beeinflussen könnte.

  5. Ausblick

    Die Zahl der Retouren wird voraussichtlich weiter steigen, da immer mehr Kunden über Handy-Apps einkaufen. Dies könnte die Logistikbranche zusätzlich belasten und die Umweltbelastung durch den erhöhten Verkehr und die Ressourcenverschwendung weiter verstärken.

  6. Einordnung

    Der Onlinehandel wächst kontinuierlich, was zu einer steigenden Zahl von Retouren führt. Dies hat Auswirkungen auf die Logistikbranche und die Umwelt.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Logistikprozesse optimieren müssen, um mit der steigenden Zahl der Retouren umzugehen. Zudem könnten neue gesetzliche Regelungen die Kosten für Rücksendungen erhöhen, was die Preispolitik beeinflussen könnte.

Zahlen

Voraussichtliche Retouren 2026
560 Millionen Pakete
Anteil der Retouren an Online-Bestellungen
24,1 Prozent
Prognostizierte Paketsendungen 2026
4,48 Milliarden

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Paketversand und Retouren durch Onlinehandel auf Rekordniveau