Zum Inhalt
BIZ24

So., 1. Nov. 2026

Märkte
verzögert · TradingViewMarktzentrum
Technologie

OpenAI plant Nutzung von Sicherheitsdaten für KI-Training trotz Opt-out-Einstellung

OpenAI wird ab Ende November Daten aus Sicherheitsanalysen für das Training seiner KI-Modelle verwenden, selbst wenn Nutzer das Training deaktiviert haben. Sicherheitsforscher kritisieren die Praxis und sehen Parallelen zu früheren Kontroversen.

Titelbild zu: OpenAI plant Nutzung von Sicherheitsdaten für KI-Training trotz Opt-out-Einstellung
Bild: The Decoder (KI)

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • OpenAI hat angekündigt, ab dem 29. Die November-Daten aus den Daybreak-Blue-Sitzungen werden für das KI-Training verwendet.
  • Nach Kritik kündigte OpenAI eine separate Opt-out-Möglichkeit an, die es Nutzern ermöglichen soll, die Verwendung ihrer Daten für das KI-Training explizit zu unterbinden.
  • Zweite E-Mail kündigt separate Opt-out-Möglichkeit an.
  • Sicherheitsforscher sehen Parallelen zu früheren Kontroversen.
  • Unternehmen sollten Datensicherheit und -strategien überprüfen.

Key Facts

Überblick
Quelle
The Decoder (KI)
Veröffentlicht
31.10.2026, 17:13
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz
Einschätzung (KI)
NegativDatenschutzbedenken für Unternehmen
  1. Ausgangslage

    OpenAI hat angekündigt, ab dem 29. November nutzt Daybreak-Blue-Sitzungsdaten für das Training seiner KI-Modelle. Diese Sitzungen sind Teil des Trusted-Access-Programms, das Sicherheitsforschern ermöglicht, OpenAIs Systeme zu testen und Schwachstellen zu identifizieren. Bisher waren diese Daten vom Training ausgeschlossen, selbst wenn Nutzer die Option „das Modell für alle verbessern“ deaktiviert hatten.

    Die Nutzung von Sicherheitsdaten für das KI-Training ist ein heikles Thema, da diese Daten oft sensible Informationen enthalten. OpenAI betont, dass die Daten aus Daybreak-Blue-Sitzungen für die Verbesserung der KI-Modelle entscheidend seien. Dennoch bleibt die Frage, wie weit die Nutzung dieser Daten gehen darf, ohne die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer zu gefährden.

  2. Reaktionen und Korrekturen

    Sicherheitsforscher übten scharfe Kritik. Daraufhin sandte OpenAI eine zweite E-Mail. Darin kündigte das Unternehmen eine separate Opt-out-Möglichkeit an. Diese soll es Nutzern ermöglichen, die Verwendung ihrer Daten für das KI-Training explizit zu unterbinden. Interaktionen, die bei Sicherheitsprüfungen auffallen, dürfen jedoch weiterhin für Sicherheitszwecke verwendet werden.

  3. Hintergrund

    Die Kontroverse erinnert an einen früheren Vorfall, bei dem OpenAI verdächtigt wurde, unveröffentlichte mathematische Forschungsergebnisse für das Training seiner Modelle zu nutzen. Kurz darauf präsentierte OpenAI einen eigenen Beweis, was zu Spekulationen führte, dass die eingegebenen Rechenschritte für das Training genutzt worden sein könnten.

    Der Vorfall mit den Mathematikern Tristan Buckmaster und Levent Alpöge zeigt, wie schnell Vertrauen verloren gehen kann. OpenAI bestritt zwar die Nutzung der eingegebenen Rechenschritte, doch der Verdacht allein reichte aus, um Misstrauen zu schüren. Dies unterstreicht die Bedeutung klarer Richtlinien und transparenter Kommunikation bei der Nutzung von Trainingsdaten.

  4. Einordnung für die Schweiz

    Die Nutzung von Sicherheitsdaten für das KI-Training wirft Fragen zur Datensicherheit und zum Schutz vertraulicher Informationen auf. In der Schweiz, wo Datenschutz ein zentrales Anliegen ist, könnte diese Praxis zu Diskussionen über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben führen. Unternehmen, die mit sensiblen Daten arbeiten, könnten sich Sorgen über die Sicherheit ihrer Informationen machen.

    In der Schweiz sind Datenschutz und Datensicherheit von zentraler Bedeutung. Unternehmen und Behörden könnten die Praxis von OpenAI kritisch betrachten und möglicherweise strengere Regeln fordern. Es ist wichtig, dass Schweizer Unternehmen ihre eigenen Datenstrategien anpassen, um sicherzustellen, dass sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

  5. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Schweizer Unternehmen, insbesondere solche im Bereich der Cybersicherheit, könnte die Praxis von OpenAI bedeuten, dass sie ihre eigenen Datenstrategien überprüfen müssen. Es ist wichtig, klar zu definieren, welche Daten für welches Training genutzt werden dürfen und welche nicht. Unternehmen sollten sicherstellen, dass sie ihre Daten in sicheren Umgebungen speichern und nur autorisierten Parteien zugänglich machen.

  6. Ausblick

    Die Ankündigung von OpenAI und die anschliessende Korrektur zeigen, dass das Unternehmen auf Feedback von Nutzern und Forschern reagiert. Es bleibt abzuwarten, ob die neue Opt-out-Möglichkeit ausreicht, um die Bedenken der Sicherheitsforscher zu zerstreuen. Langfristig könnte diese Kontroverse dazu führen, dass OpenAI und andere KI-Unternehmen strengere Richtlinien für die Nutzung von Trainingsdaten einführen.

  7. Einordnung

    Die Nutzung von Sicherheitsdaten für das KI-Training ist ein sensibles Thema, da es um den Schutz vertraulicher Informationen geht. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Daten nicht missbräuchlich verwendet werden.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Datenstrategien überprüfen und sicherstellen müssen, dass ihre sensiblen Informationen geschützt sind. Besonders Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit sollten aufmerksam sein.

Zahlen

Datum
29. November

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Wie stark betrifft Sie die Nutzung von Sicherheitsdaten für KI-Training?

Gar nicht, wir nutzen keine KI-Modelle.

Begriffe

Daybreak-Blue-Sitzungen
Sicherheitsanalysen im Rahmen des Trusted-Access-Programms von OpenAI.
Opt-out-Möglichkeit
Option, die Nutzung eigener Daten für das KI-Training zu unterbinden.
Navier-Stokes-Gleichungen
Mathematische Gleichungen zur Beschreibung von Strömungen.

Umfrage für Unternehmen

Planen Sie, Ihre Datensicherheitsmassnahmen aufgrund der neuen Praxis von OpenAI zu überprüfen?

Antwort wählen – anonym, ohne Anmeldung

Ganzen Artikel bei The Decoder (KI) lesen

Originaltitel: OpenAI will Cybersecurity-Daten fürs Training nutzen, Sicherheitsforscher reagieren verärgert