OpenAI plant Nutzung von Sicherheitsdaten für KI-Training trotz Opt-out-Einstellung
OpenAI wird ab Ende November Daten aus Sicherheitsanalysen für das Training seiner KI-Modelle verwenden, selbst wenn Nutzer das Training deaktiviert haben. Sicherheitsforscher kritisieren die Praxis und sehen Parallelen zu früheren Kontroversen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- OpenAI hat angekündigt, ab dem 29. Die November-Daten aus den Daybreak-Blue-Sitzungen werden für das KI-Training verwendet.
- Nach Kritik kündigte OpenAI eine separate Opt-out-Möglichkeit an, die es Nutzern ermöglichen soll, die Verwendung ihrer Daten für das KI-Training explizit zu unterbinden.
- Zweite E-Mail kündigt separate Opt-out-Möglichkeit an.
- Sicherheitsforscher sehen Parallelen zu früheren Kontroversen.
- Unternehmen sollten Datensicherheit und -strategien überprüfen.
Key Facts
Überblick- Quelle
- The Decoder (KI)
- Veröffentlicht
- 31.10.2026, 17:13
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- NegativDatenschutzbedenken für Unternehmen
Ausgangslage
OpenAI hat angekündigt, ab dem 29. November nutzt Daybreak-Blue-Sitzungsdaten für das Training seiner KI-Modelle. Diese Sitzungen sind Teil des Trusted-Access-Programms, das Sicherheitsforschern ermöglicht, OpenAIs Systeme zu testen und Schwachstellen zu identifizieren. Bisher waren diese Daten vom Training ausgeschlossen, selbst wenn Nutzer die Option „das Modell für alle verbessern“ deaktiviert hatten.
Die Nutzung von Sicherheitsdaten für das KI-Training ist ein heikles Thema, da diese Daten oft sensible Informationen enthalten. OpenAI betont, dass die Daten aus Daybreak-Blue-Sitzungen für die Verbesserung der KI-Modelle entscheidend seien. Dennoch bleibt die Frage, wie weit die Nutzung dieser Daten gehen darf, ohne die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer zu gefährden.
Reaktionen und Korrekturen
Sicherheitsforscher übten scharfe Kritik. Daraufhin sandte OpenAI eine zweite E-Mail. Darin kündigte das Unternehmen eine separate Opt-out-Möglichkeit an. Diese soll es Nutzern ermöglichen, die Verwendung ihrer Daten für das KI-Training explizit zu unterbinden. Interaktionen, die bei Sicherheitsprüfungen auffallen, dürfen jedoch weiterhin für Sicherheitszwecke verwendet werden.
Hintergrund
Die Kontroverse erinnert an einen früheren Vorfall, bei dem OpenAI verdächtigt wurde, unveröffentlichte mathematische Forschungsergebnisse für das Training seiner Modelle zu nutzen. Kurz darauf präsentierte OpenAI einen eigenen Beweis, was zu Spekulationen führte, dass die eingegebenen Rechenschritte für das Training genutzt worden sein könnten.
Der Vorfall mit den Mathematikern Tristan Buckmaster und Levent Alpöge zeigt, wie schnell Vertrauen verloren gehen kann. OpenAI bestritt zwar die Nutzung der eingegebenen Rechenschritte, doch der Verdacht allein reichte aus, um Misstrauen zu schüren. Dies unterstreicht die Bedeutung klarer Richtlinien und transparenter Kommunikation bei der Nutzung von Trainingsdaten.
Einordnung für die Schweiz
Die Nutzung von Sicherheitsdaten für das KI-Training wirft Fragen zur Datensicherheit und zum Schutz vertraulicher Informationen auf. In der Schweiz, wo Datenschutz ein zentrales Anliegen ist, könnte diese Praxis zu Diskussionen über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben führen. Unternehmen, die mit sensiblen Daten arbeiten, könnten sich Sorgen über die Sicherheit ihrer Informationen machen.
In der Schweiz sind Datenschutz und Datensicherheit von zentraler Bedeutung. Unternehmen und Behörden könnten die Praxis von OpenAI kritisch betrachten und möglicherweise strengere Regeln fordern. Es ist wichtig, dass Schweizer Unternehmen ihre eigenen Datenstrategien anpassen, um sicherzustellen, dass sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Schweizer Unternehmen, insbesondere solche im Bereich der Cybersicherheit, könnte die Praxis von OpenAI bedeuten, dass sie ihre eigenen Datenstrategien überprüfen müssen. Es ist wichtig, klar zu definieren, welche Daten für welches Training genutzt werden dürfen und welche nicht. Unternehmen sollten sicherstellen, dass sie ihre Daten in sicheren Umgebungen speichern und nur autorisierten Parteien zugänglich machen.
Ausblick
Die Ankündigung von OpenAI und die anschliessende Korrektur zeigen, dass das Unternehmen auf Feedback von Nutzern und Forschern reagiert. Es bleibt abzuwarten, ob die neue Opt-out-Möglichkeit ausreicht, um die Bedenken der Sicherheitsforscher zu zerstreuen. Langfristig könnte diese Kontroverse dazu führen, dass OpenAI und andere KI-Unternehmen strengere Richtlinien für die Nutzung von Trainingsdaten einführen.
Einordnung
Die Nutzung von Sicherheitsdaten für das KI-Training ist ein sensibles Thema, da es um den Schutz vertraulicher Informationen geht. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Daten nicht missbräuchlich verwendet werden.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Datenstrategien überprüfen und sicherstellen müssen, dass ihre sensiblen Informationen geschützt sind. Besonders Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit sollten aufmerksam sein.
Zahlen
- Datum
- 29. November
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Wie stark betrifft Sie die Nutzung von Sicherheitsdaten für KI-Training?
Gar nicht, wir nutzen keine KI-Modelle.
Begriffe
- Daybreak-Blue-Sitzungen
- Sicherheitsanalysen im Rahmen des Trusted-Access-Programms von OpenAI.
- Opt-out-Möglichkeit
- Option, die Nutzung eigener Daten für das KI-Training zu unterbinden.
- Navier-Stokes-Gleichungen
- Mathematische Gleichungen zur Beschreibung von Strömungen.
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Originaltitel: OpenAI will Cybersecurity-Daten fürs Training nutzen, Sicherheitsforscher reagieren verärgert



