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Nur 2,3 Prozent der Unternehmerfamilien sind auf Nachfolge vorbereitet

Die Nachfolgeplanung stellt für vermögende Familien eine grosse Herausforderung dar. Laut einer Studie von Julius Bär sind die meisten Unternehmerfamilien unzureichend vorbereitet.

Titelbild zu: Nur 2,3 Prozent der Unternehmerfamilien sind auf Nachfolge vorbereitet
Bild: finews.ch

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Nur 2,3 Prozent der Unternehmerfamilien sind umfassend auf Nachfolge vorbereitet.
  • Mangelnde Einigkeit innerhalb der Familie ist das grösste Hindernis.
  • Emotionale Bindung und unterschiedliche Erwartungen führen zu Konflikten.
  • Einbindung der nächsten Generation ist oft unzureichend.
  • Vermögensplanung nach dem Verkauf bleibt eine Herausforderung.

Key Facts

Überblick
Quelle
finews.ch
Veröffentlicht
20.10.2026, 13:40
Rubrik
Wirtschaft
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
Negativbetrifft viele KMU
  1. Ausgangslage

    Die Nachfolgeplanung ist für vermögende Unternehmerfamilien ein zentrales Thema. Eine aktuelle Studie von Julius Bär zeigt jedoch, dass die meisten Familien ungenügend vorbereitet sind. Laut dem «Family Barometer 2026» sind nur 2,3 Prozent der befragten Familien vollständig auf einen Unternehmensverkauf oder eine Übergabe vorbereitet.

  2. Herausforderungen

    Die grösste Hürde bei der Nachfolgeplanung ist nicht finanzieller Natur. Vielmehr geben 80 Prozent der Befragten an, dass das Hauptproblem die fehlende Einigkeit innerhalb der Familie ist. Steuerliche Überlegungen spielen ebenfalls eine Rolle, aber in geringerem Mass.

    Die Finanzierung oder rechtliche Struktur sind weniger problematisch. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, nicht nur finanzielle, sondern auch zwischenmenschliche Aspekte der Nachfolgeplanung zu berücksichtigen.

  3. Emotionale Bindung

    Die emotionale Bindung an das Unternehmen führt oft zu unterschiedlichen Vorstellungen innerhalb der Familie. Für 60,6 Prozent der Befragten ist dies die häufigste Ursache für Konflikte. Abweichende Erwartungen hinsichtlich der Unternehmensbewertung und der zukünftigen Ausrichtung verschärfen die Situation zusätzlich.

    Die emotionale Bindung an das Unternehmen führt oft zu unterschiedlichen Vorstellungen innerhalb der Familie. Dies erfordert eine sorgfältige Abwägung der Interessen aller Beteiligten, um Konflikte zu vermeiden.

  4. Einbindung der nächsten Generation

    Die Einbindung der nächsten Generation in die Nachfolgeplanung ist oft unzureichend. Nur 22,6 Prozent der möglichen Nachfolger werden als vorbereitet und genügend fähig betrachtet.

    Die Einbindung der nächsten Generation in die Nachfolgeplanung ist oft unzureichend. Eine aktive und gleichberechtigte Beteiligung der potenziellen Nachfolger kann die Übergabe erleichtern und Konflikte reduzieren.

  5. Vermögensplanung nach dem Verkauf

    Nach einem erfolgreichen Verkauf eines Unternehmens stellt die Vermögensplanung weiterhin eine Herausforderung dar. Für 79,4 Prozent der Familien hat der Erhalt des gemeinsamen Familienvermögens oberste Priorität. Dies erfordert eine Umstellung von einem operativen Vermögen zu einem liquiden und diversifizierten Anlagevermögen.

    Die Umstellung von einem operativen Vermögen zu einem liquiden und diversifizierten Anlagevermögen bleibt eine Herausforderung. Spezielle Anlagevehikel und Single Family Offices können dabei helfen, das Vermögen langfristig zu sichern.

  6. Regionale Unterschiede

    Es zeigen sich regionale Unterschiede in den Prioritäten der Familien. In Europa und Lateinamerika steht der Vermögenserhalt im Vordergrund, während Familien in Asien und im Nahen Osten das langfristige Kapitalwachstum stärker gewichten.

    Es zeigen sich regionale Unterschiede in den Prioritäten der Familien. Dies erfordert eine individuelle und angepasste Herangehensweise an die Vermögensplanung.

  7. Einordnung für die Schweiz

    Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Nachfolgeplanung für vermögende Familien in der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen, dass eine umfassende Vorbereitung und die Einbindung aller Familienmitglieder entscheidend sind, um Konflikte zu vermeiden und den Vermögenserhalt zu sichern.

    Die Nachfolgeplanung sollte frühzeitig und umfassend angegangen werden, um mögliche Konflikte und finanzielle Verluste zu vermeiden.

  8. Bedeutung für KMU

    Für Schweizer KMU ist die Nachfolgeplanung von grosser Bedeutung. Eine unzureichende Vorbereitung kann zu internen Konflikten und finanziellen Verlusten führen. Es ist wichtig, frühzeitig eine klare Strategie zu entwickeln und alle Beteiligten einzubinden.

    Für Schweizer KMU ist die Nachfolgeplanung von grosser Bedeutung. Eine klare Strategie und die Einbindung aller Beteiligten können den Erfolg der Übergabe sichern und das Unternehmen langfristig stärken.

  9. Einordnung

    Die Nachfolgeplanung stellt für vermögende Unternehmerfamilien eine grosse Herausforderung dar. Die Studie von Julius Bär zeigt, dass viele Familien diese Herausforderung unterschätzen und unzureichend vorbereitet sind.

  10. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU ist die Nachfolgeplanung von grosser Bedeutung. Eine frühzeitige und umfassende Vorbereitung ist essenziell.

Zahlen

Umfassend vorbereitet
2,3 Prozent
Gar nicht vorbereitet
29,5 Prozent
Teilweise vorbereitet
56,3 Prozent
Mangelnde Einigkeit als Hindernis
80 Prozent
Emotionale Bindung als Ursache für Konflikte
60,6 Prozent

Wissen zur Meldung

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Originaltitel: Nachfolge: Nur zwei Prozent der reichen Unternehmerfamilien sind gut vorbereitet