LinkedIn erweitert Monetarisierungsmöglichkeiten für Nutzerinnen und Nutzer
LinkedIn hat neue Funktionen angekündigt, um berufliche Beziehungen mit Verdienstmöglichkeiten zu verbinden. Dazu gehören kostenpflichtige Beratungen und Werbeeinnahmen durch Videos. Die neuen Features sollen zunächst in den USA eingeführt werden.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- LinkedIn führt Advice-Sessions für kostenpflichtige Beratungen ein.
- Creator können mit In-Stream-Ads Werbeeinnahmen generieren.
- Neue Networking-Funktionen wie ein Network-Feed und digitale Visitenkarten werden getestet.
- Die neuen Funktionen sollen schrittweise weltweit eingeführt werden.
Key Facts
Überblick- Quelle
- t3n
- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 10:40
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Digitalisierung & Verwaltung, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- NeutralNeue Einnahmequellen für Berater
Neue Einnahmequellen
LinkedIn will seinen Nutzerinnen und Nutzern neue Wege eröffnen, um mit ihren beruflichen Kontakten Geld zu verdienen. Mit den sogenannten Advice-Sessions können Expertinnen und Experten kostenpflichtige Beratungsgespräche direkt über ihr Profil anbieten. Nutzer können über das Profil Termine buchen, die Bezahlung erfolgt direkt über LinkedIn und die Beratung findet per Video statt. LinkedIn übernimmt dabei die gesamte Abwicklung.
Für Creatorinnen und Creators gibt es ebenfalls neue Möglichkeiten. Mit dem In-Stream-Ads-Programm können ausgewählte Nutzerinnen und Nutzer Werbeeinnahmen generieren, wenn vor ihren Videos Werbung geschaltet wird. Die Verwaltung der Inhalte und Einnahmen soll über ein neues Creator-Dashboard erfolgen, das weltweit eingeführt werden soll.
LinkedIn hat bereits Erfahrung mit der Monetarisierung von Inhalten gesammelt. Im Jahr 2025 führte das Unternehmen BrandLink ein, ein neues Werbeformat für Videos. Mit dem Creator-Marketplace, der im Juni 2026 eingeführt wurde, können Marken und B2B-Influencer Kooperationen eingehen. Diese Schritte zeigen, dass LinkedIn zunehmend darauf abzielt, eine Plattform für berufliche und geschäftliche Transaktionen zu werden.
Erweiterte Networking-Funktionen
Neben den Monetarisierungsmöglichkeiten führt LinkedIn auch neue Funktionen für das Networking ein. Ein eigener Network-Feed soll es Nutzerinnen und Nutzern erleichtern, Beiträge von Kontakten und abonnierten Profilen zu verfolgen. Zudem werden personalisierbare digitale Visitenkarten eingeführt, die sich im Smartphone-Wallet speichern und teilen lassen.
Premiumnutzer haben bereits die Möglichkeit, private Notizen zu anderen Profilen anzulegen. Diese Funktion soll helfen, berufliche Beziehungen besser zu verwalten und zu pflegen.
LinkedIn reagiert mit den neuen Networking-Funktionen auf die Unsicherheiten beim Aufbau beruflicher Beziehungen. Eine Untersuchung von LinkedIn zeigt, dass über die Hälfte der befragten Generation-Z-Mitglieder unsicher ist, wie sie berufliche Beziehungen nach der ersten Kontaktaufnahme weiterführen sollen. Die neuen Funktionen sollen diesen Prozess erleichtern und die Interaktion zwischen den Nutzerinnen und Nutzern verbessern.
LinkedIn testet einen eigenen Network-Feed, der Beiträge von Kontakten und abonnierten Profilen zusammenführt. Diese Funktion soll Nutzerinnen und Nutzern helfen, leichter zu verfolgen, was Menschen aus ihrem beruflichen Umfeld veröffentlichen. LinkedIn führt personalisierbare digitale Visitenkarten und private Notizen zu anderen Profilen ein.
Einordnung für die Schweiz
Die neuen Funktionen von LinkedIn könnten auch für Schweizer Nutzerinnen und Nutzer interessant sein, sobald sie über die USA hinaus eingeführt werden. Besonders Selbstständige und Beraterinnen sowie Berater könnten von den neuen Einnahmemöglichkeiten profitieren. Allerdings macht die Abhängigkeit von einer einzigen Plattform auch vulnerabel.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen in der Schweiz könnte die Integration von Beratungsleistungen und Werbeeinnahmen auf LinkedIn neue Möglichkeiten der Kundenakquise und -bindung bieten. Allerdings sollten sie sich bewusst sein, dass eine starke Abhängigkeit von einer einzigen Plattform auch Risiken birgt.
Ausblick
LinkedIn plant, die neuen Funktionen schrittweise weltweit einzuführen. Wann die neuen Funktionen in anderen Ländern verfügbar sein werden, ist noch nicht bekannt. Unternehmen und Selbstständige sollten die Entwicklungen im Auge behalten und prüfen, ob sich die neuen Möglichkeiten für sie lohnen.
Einordnung
LinkedIn reagiert mit den neuen Funktionen auf die wachsende Zahl von Selbstständigen und Creatorinnen sowie Creators auf der Plattform. Nutzer nutzen LinkedIn nicht nur für ihre Berufslaufbahn, sondern auch für persönliche Vorhaben und Nebeneinkünfte.
Was das für KMU bedeutet
Unternehmen könnten von den neuen Funktionen profitieren. Allerdings sollten sie sich bewusst sein, dass eine starke Abhängigkeit von einer einzigen Plattform auch Risiken birgt.
Zahlen
- Gründer
- innen auf Linkedin: +70 Prozent (Zeitraum unklar)
- Nutzer
- innen mit mehreren beruflichen Positionen: +26 Prozent (im Vergleich zu 2019)
- Creator mit zusätzlicher beruflicher Tätigkeit
- über 80 Prozent
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- Advice-Sessions
- Kostenpflichtige Beratungsgespräche über das LinkedIn-Profil.
- In-Stream-Ads
- Werbeeinnahmen durch Werbung vor Videos.
- Creator-Dashboard
- Verwaltungstool für Inhalte und Einnahmen.
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