Let’s Encrypt verkürzt Zertifikatslaufzeit auf 64 Tage ab Februar 2027
Ab dem 10. Februar 2027 werden alle neu ausgestellten und verlängerten SSL/TLS-Zertifikate von Let’s Encrypt nur noch 64 Tage gültig sein. Die Umstellung soll das Risiko durch kompromittierte Schlüssel und fehlerhafte Zertifikate verringern.
Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Let’s Encrypt verkürzt Zertifikatslaufzeit ab Februar 2027 auf 64 Tage.
- Ziel ist die Verringerung des Risikos durch kompromittierte Schlüssel und fehlerhafte Zertifikatsausstellungen.
- Unternehmen müssen ihre IT-Systeme an die neuen Laufzeiten anpassen.
- Ab 2028 wird die Standard-Laufzeit weiter auf 45 Tage reduziert.
- Automatisierung der Zertifikatsverlängerung ist entscheidend.
Key Facts
Überblick- Quelle
- BIZ24-Recherche
- Recherchiert aus
- borncity.com, news.lavx.hu, blogspan.net
- Veröffentlicht
- 12.10.2026, 12:54
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- NeutralSicherheitstechnologie
Hintergrund
Let’s Encrypt, eine der weltweit führenden Zertifizierungsstellen für SSL/TLS-Zertifikate, wird ab dem 10. Februar 2027 die Gültigkeitsdauer neuer und erneuerter Zertifikate von 90 auf 64 Tage verkürzen. Diese Änderung ist Teil einer langfristigen Strategie, um die Sicherheit im Internet zu erhöhen.
Die Verkürzung der Laufzeit soll das Risiko von Cyberangriffen verringern, insbesondere durch kompromittierte Schlüssel oder fehlerhafte Zertifikatsausstellungen. Gleichzeitig verringert sich das Zeitintervall für die erneute Nutzung von Domain-Berechtigungen von 30 auf 10 Tage.
Die Testphase, die ab dem 14. Oktober 2026 in der Staging-Umgebung startet, bietet Unternehmen die Möglichkeit, die neuen 64-Tage-Zertifikate testweise zu beziehen und ihre Systeme entsprechend anzupassen. Diese Testphase ist besonders wichtig, um sicherzustellen, dass die Automatisierung der Zertifikatsverlängerung reibungslos funktioniert.
Die Umstellung auf 64-Tage-Zertifikate ist nicht die erste Verkürzung der Laufzeit durch Let’s Encrypt. Die aktuelle Änderung setzt eine langfristige Entwicklung fort, die bereits 2016 mit der Einführung der 90-Tage-Laufzeit begann. Die aktuelle Änderung setzt diese Entwicklung fort und spiegelt die wachsende Bedeutung von IT-Sicherheit im digitalen Zeitalter wider.
Einordnung für die Schweiz
Die Umstellung betrifft alle Unternehmen, die Let’s Encrypt-Zertifikate nutzen, um ihre Websites und Dienste abzusichern.
Die Verkürzung der Zertifikatslaufzeit erfordert Anpassungen in der IT-Infrastruktur, insbesondere bei der Automatisierung der Zertifikatsverlängerung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Systeme rechtzeitig auf die neuen Laufzeiten reagieren, um Ausfälle zu vermeiden.
In der Schweiz sind viele Unternehmen auf digitale Dienstleistungen angewiesen, insbesondere im E-Commerce und im Bankensektor. Die Anpassung an die neuen Laufzeiten ist entscheidend, um die Kontinuität der Dienstleistungen zu gewährleisten.
Was das für Unternehmen bedeutet
Unternehmen, die Let’s Encrypt-Zertifikate nutzen, müssen ihre IT-Systeme an die neuen Laufzeiten anpassen. Dies betrifft insbesondere die Automatisierung der Zertifikatsverlängerung, die bisher oft auf festen Zeitintervallen basiert.
Administratoren sollten ihre Systeme überprüfen und sicherstellen, dass die Erneuerungsprozesse bei etwa zwei Dritteln der Zertifikatslaufzeit stattfinden. Bei einer Gültigkeit von 64 Tagen entspricht dies ungefähr 42 Tagen.
Administratoren sollten ihre Systeme überprüfen und sicherstellen, dass die Erneuerungsprozesse bei etwa zwei Dritteln der Zertifikatslaufzeit stattfinden. Jemand, der bisher eine Erneuerung stets auf das 60. Lebensjahr festgelegt hat. Tag programmiert hat, hat bei einer 64-tägigen Laufzeit nur noch ein Zeitfenster von vier Tagen. Firmen müssen ihre Automatisierung und Benachrichtigungssysteme zeitgerecht anpassen, damit Zertifikatsabläufe vermieden werden.
Ausblick
Die Umstellung auf 64-Tage-Zertifikate ist nur der erste Schritt. Ab dem 16. Februar 2028 plant Let’s Encrypt, die Standard-Laufzeit weiter auf 45 Tage zu verkürzen. Gleichzeitig wird die Wiederverwendung von Autorisierungen auf sieben Stunden begrenzt werden.
Unternehmen sollten die kommenden Änderungen im Blick behalten und ihre IT-Infrastruktur entsprechend anpassen, um kontinuierlich abgesichert zu bleiben.
Diese Massnahme soll die Sicherheit im Internet erhöhen, indem das Risiko von Cyberangriffen verringert wird. Unternehmen sollten sich auf weitere Anpassungen vorbereiten und ihre Systeme regelmässig überprüfen, um den aktuellen Sicherheitsstandards gerecht zu werden.
Einordnung
Die Verkürzung der Zertifikatslaufzeit ist Teil einer globalen Entwicklung hin zu kürzeren Gültigkeitsdauern für SSL/TLS-Zertifikate. Diese Massnahme soll die Sicherheit im Internet erhöhen, indem das Risiko von Cyberangriffen verringert wird.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet die Umstellung, dass sie ihre IT-Systeme an die neuen Laufzeiten anpassen müssen. Dies erfordert insbesondere die Automatisierung der Zertifikatsverlängerung, um Ausfälle zu vermeiden. Unternehmen sollten ihre Systeme überprüfen und sicherstellen, dass die Erneuerungsprozesse rechtzeitig stattfinden.
Zahlen
- Neue Zertifikatslaufzeit
- 64 Tage
- Zeitfenster für Wiederverwendung von Domain-Autorisierungen
- 10 Tage
- Standard-Laufzeit ab 2028
- 45 Tage
- Wiederverwendung von Autorisierungen ab 2028
- 7 Stunden
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