KI-Modelle können geheime Botschaften in Bildern verstecken und entschlüsseln
Forscher haben untersucht, wie KI-Systeme Informationen in Bildern codieren und wieder extrahieren können. Die Ergebnisse könnten für die KI-Sicherheit relevant sein, auch wenn keine neuen Methoden entdeckt wurden.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Forscher testeten KI-Modelle auf ihre Fähigkeit, geheime Botschaften in Bildern zu codieren und zu entschlüsseln.
- Fable 5.1 und GPT-6 Astra nutzten unterschiedliche Methoden zur Codierung.
- Beide Systeme konnten die meisten versteckten Botschaften erfolgreich entschlüsseln.
- Potenzielle Risiken für die KI-Sicherheit bestehen, insbesondere bei der Umgehung von Kontrollen.
- Unternehmen sollten die Sicherheitsrisiken im Blick behalten und entsprechende Massnahmen ergreifen.
Key Facts
Überblick- Quelle
- t3n
- Veröffentlicht
- 25.10.2026, 12:51
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- NeutralWichtig für Cybersicherheit
Ausgangslage
Wissenschaftler haben analysiert, auf welche Weise künstliche Intelligenz geheime Nachrichten in Grafiken verbergen und entschlüsseln vermag. Die Studie zeigt, dass solche Systeme in der Lage sind, Informationen auf verschiedene Weise zu codieren und zu decodieren.
Dies könnte neue Ansätze für die Entwicklung sicherer KI-Anwendungen eröffnen.
Methode
Die Forscher nutzten das KI-Modell Fable 5.1 von Anthropic, um Bilder mit versteckten Botschaften zu erstellen. Dabei wurden 50 Kurztexte in 15 Sprachen verwendet, darunter auch Deutsch. Die KI erhielt keine Vorgaben zur Codierungsmethode.
Dies zeigt, dass KI-Modelle auch in unterschiedlichen kulturellen Kontexten Informationen verstecken und entschlüsseln können.
Ergebnisse
Fable 5.1 nutzte vor allem Objekthöhen, Drehungen und Neigungswinkel, um Informationen zu codieren. OpenAIs KI-Modell GPT-6 Astra hingegen setzte auf Morsezeichen, Akrosticha und Braille-Muster. Beide Systeme konnten die meisten versteckten Botschaften erfolgreich entschlüsseln.
Interessanterweise konnten die KI-Modelle die Botschaften der Konkurrenz teilweise besser entschlüsseln als ihre eigenen. Dies könnte darauf hindeuten, dass unterschiedliche KI-Systeme verschiedene Stärken und Schwächen in der Verarbeitung von Bildern haben.
Sicherheit
Die Forscher betonen, dass diese Fähigkeiten zwar keine unmittelbare Gefahr darstellen, aber potenzielle Risiken für die KI-Sicherheit bestehen. KI-Agenten könnten versuchen, Informationen an Kontrollen vorbeizuschleusen, wie es bei einem Hack bei Hugging Face geschehen sein soll.
Die Studie weist darauf hin, dass KI-Agenten möglicherweise versuchen, Informationen an Sicherheitsmassnahmen vorbeizuschleusen. Dies könnte insbesondere in sensiblen Bereichen wie der Verteidigung oder der Finanzbranche zu erheblichen Risiken führen.
Einordnung für die Schweiz
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von KI-Sicherheit für Unternehmen und Behörden. Schweizer Firmen sollten sich der Risiken bewusst sein und entsprechende Massnahmen ergreifen, um ihre Systeme zu schützen.
Die Ergebnisse der Studie könnten daher besonders relevant für Schweizer Unternehmen sein, die KI-Technologien einsetzen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, sollten die Sicherheitsrisiken im Blick behalten. Regelmässige Sicherheitsüberprüfungen und der Einsatz von Verschlüsselungstechnologien können helfen, potenzielle Gefahren zu minimieren.
Dies könnte die Einführung von Richtlinien und Schulungen für Mitarbeiter umfassen.
Ausblick
Die Studie zeigt, dass KI-Modelle komplexe Aufgaben bewältigen können, aber auch neue Herausforderungen für die Sicherheit mit sich bringen. Weitere Forschung ist notwendig, um diese Risiken besser zu verstehen und Gegenmassnahmen zu entwickeln.
Dies könnte durch spezielle Algorithmen oder durch die Integration von Sicherheitsmassnahmen in die KI-Architektur erfolgen.
Einordnung
Die Fähigkeit von KI-Modellen, Informationen in Bildern zu verstecken und zu entschlüsseln, ist ein wichtiger Aspekt der KI-Sicherheit. Die Studie zeigt, dass solche Systeme komplexe Aufgaben bewältigen können, aber auch neue Herausforderungen für die Sicherheit mit sich bringen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie die Sicherheitsrisiken im Blick behalten und entsprechende Massnahmen ergreifen sollten. Regelmässige Sicherheitsüberprüfungen und der Einsatz von Verschlüsselungstechnologien können helfen, potenzielle Gefahren zu minimieren.
Zahlen
- Anzahl der getesteten Kurztexte
- 50
- Anzahl der getesteten Sprachen
- 15
- Erfolgsquote von Astra
- 44 von 50
- Erfolgsquote von Fable
- 42 von 50
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Sehr stark
Begriffe
- KI-Modell
- Ein System, das auf künstlicher Intelligenz basiert und bestimmte Aufgaben automatisch ausführen kann.
- Codierung
- Der Prozess, Informationen in eine bestimmte Form zu bringen, damit sie übertragen oder gespeichert werden können.
- Entschlüsselung
- Der Prozess, codierte Informationen wieder in ihre ursprüngliche Form zu bringen.
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Originaltitel: KI-Sicherheit: OpenAIs Astra entschlüsselt geheime Bildbotschaft von Anthropics Fable



