Lufthansa senkt Gewinnprognose trotz starkem Sommerquartal
Die Lufthansa hat ihre Gewinnprognose für 2026 erneut gesenkt, obwohl das dritte Quartal besser lief als erwartet. Die hohen Kerosinpreise belasten die Bilanz des Luftverkehrskonzerns.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Lufthansa senkt Gewinnprognose für 2026 auf 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro
- Die Ausgaben für Kerosin erreichen im Jahr 2026 neun Komma drei Milliarden Euro, was zwei Milliarden Euro mehr sind als im Vorjahr.
- Sommerquartal 2026 mit Rekordumsatz von 12,2 Milliarden Euro
- Bereinigter operativer Gewinn im dritten Quartal bei 1,4 Milliarden Euro
- Analysten erwarten Gewinn am unteren Ende der neuen Prognose
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Schweizer Tourismus profitiert von stabilen Flugverbindungen
- −Höhere Ticketpreise könnten Schweizer Urlauber abschrecken
Key Facts
Überblick- Quelle
- Moneycab
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 07:41
- Rubrik
- Unternehmen
- Schwerpunkte
- Energiekosten & -versorgung, Export & neue Märkte
- Einschätzung (KI)
- NegativAktualisierung der Lufthansa-Meldung
Ausgangslage
Die Lufthansa hat ihre Gewinnprognose für 2026 zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate gesenkt. Trotz eines starken Sommerquartals mit höheren Umsätzen und Gewinnen als im Vorjahr dämpften die steigenden Kerosinpreise die Erwartungen.
Die Lufthansa hat ihre Gewinnprognose für 2026 erneut gesenkt, obwohl das Sommerquartal besser lief als erwartet. Die hohen Kerosinpreise belasteten die Bilanz des Luftverkehrskonzerns.
Hintergrund
Im dritten Quartal 2026 erzielte die Lufthansa einen bereinigten operativen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg auf 12,2 Milliarden Euro, den höchsten Wert in der Geschichte des Konzerns. Dennoch senkte der Vorstand die Prognose für das gesamte Jahr. Der bereinigte operative Gewinn soll nun zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro liegen, statt wie zuvor zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro.
Die Hauptursache für die Anpassung sind die stark gestiegenen Kerosinpreise. Im Sommerquartal wendete die Lufthansa mehr als eine halbe Milliarde Euro zusätzlich für Treibstoff auf im Vergleich zum Vorjahr. Der Konzern erwartet nun für das ganze Jahr Kerosinkosten von 9,3 Milliarden Euro, was zwei Milliarden mehr sind als im Jahr 2025.
Die Hauptursache für die Anpassung sind die stark gestiegenen Kerosinpreise. Die Erhöhung der Ticketpreise und der starke Fokus auf das Frachtgeschäft halfen zwar, die Gewinne zu steigern, doch die steigenden Kosten für Kerosin belasten die Bilanz erheblich.
Was das bedeutet
Die Anpassung der Gewinnprognose zeigt, wie stark die Lufthansa von den Kerosinpreisen beeinflusst wird. Die hohen Kerosinkosten könnten die Gewinnmargen der Fluggesellschaften langfristig belasten. Die hohen Kerosinkosten könnten die Gewinnmargen der Fluggesellschaften langfristig belasten.
Ausblick
Finanzvorstand Till Streichert zeigte sich zuversichtlich, dass der Konzern die angepasste Zielspanne erreichen wird. Allerdings hängt das Ergebnis auch von der Entwicklung der Treibstoffkosten und der Nachfrage im vierten Quartal ab. Analysten erwarten einen bereinigten operativen Gewinn von etwa 1,7 Milliarden Euro, was am unteren Ende der neuen Prognose liegt.
Dazu passt
Zahlen
- Bereinigtes Ebit 2026
- 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro
- Kerosinkosten 2026
- 9,3 Milliarden Euro
- Umsatz Q3 2026
- 12,2 Milliarden Euro
- Bereinigtes Ebit Q3 2026
- 1,4 Milliarden Euro
Wissen zur Meldung
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Originaltitel: Kerosinpreis belastet Lufthansa 2026 noch stärker – Gewinnziel gedämpft



