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Fachkräftemangel gefährdet deutsche Infrastrukturprojekte

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass der Mangel an Fachkräften die Umsetzung staatlicher Investitionspläne behindert. Besonders betroffen sind die Bereiche Infrastruktur, Energiewende und Digitalisierung.

Titelbild zu: Fachkräftemangel gefährdet deutsche Infrastrukturprojekte
Bild: tagesschau – Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Fachkräftemangel gefährdet deutsche Infrastrukturprojekte
  • Besonders betroffen sind Infrastruktur, Energiewende und Digitalisierung
  • Fehlende Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung
  • Demografische Entwicklung und Zuwanderung als Hauptursachen
  • Investitionsgipfel soll private Investitionen fördern

Key Facts

Überblick
Quelle
tagesschau – Wirtschaft
Veröffentlicht
19.10.2026, 10:07
Rubrik
Wirtschaft
Schwerpunkte
Fachkräftemangel, Neue Vorschriften & Compliance, Digitalisierung & Verwaltung
Einschätzung (KI)
Negativbetrifft Bau- und Infrastrukturprojekte
  1. Ausgangslage

    Der deutsche Bund plant massive Investitionen in die Modernisierung von Brücken, Netzen und Digitalisierung. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) warnt jedoch, dass der aktuelle Fachkräftemangel diese Vorhaben gefährden könnte. Ohne ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte könnten die Projekte nicht wie geplant umgesetzt werden.

    Die Studie betont, dass finanzielle Mittel allein nicht ausreichen, um die notwendigen Kapazitäten zu schaffen. Besonders kritisch ist die Situation in den Bereichen Infrastruktur, Energiewende und Digitalisierung. Hier fehlen laut IW zwischen Juli 2025 und Juni 2026 durchschnittlich 148.047 Fachkräfte.

    Die Studie des IW zeigt, dass der Fachkräftemangel nicht nur die Umsetzung der Infrastrukturprojekte verzögern, sondern auch deren Qualität beeinträchtigen könnte. Ohne ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte könnten Projekte länger dauern und teurer werden, was die finanziellen Rahmenbedingungen der Investitionspläne belastet.

    Die Bundesregierung hat bereits reagiert und den Investitionsgipfel angekündigt, um private Investitionen zu fördern. Dennoch bleibt unklar, ob diese Massnahmen ausreichen werden, um die Fachkräftelücke zu schliessen. Die Studie betont, dass eine Kombination aus finanziellen Anreizen und gezielten Massnahmen zur Fachkräftesicherung notwendig ist.

  2. Hintergrund

    Der Fachkräftemangel in Deutschland hat verschiedene Ursachen. Ein zentraler Faktor ist die demografische Entwicklung, die durch Zuwanderung nur teilweise ausgeglichen werden kann. Zudem entscheiden sich immer mehr junge Menschen für Ausbildungen im Gesundheitswesen, was die Lücke in anderen Berufsfeldern verstärkt.

    Die Studie zeigt, dass vor allem Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung fehlen. Dies betrifft insbesondere technische Tätigkeiten wie Bauelektrik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie elektrische Betriebstechnik. Die Mittel des Sondervermögens für Infrastrukturprojekte könnten die Nachfrage nach diesen Berufen weiter erhöhen, während das Arbeitsangebot ohne gezielte Massnahmen nur langsam wächst.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Situation in Deutschland könnte auch für die Schweiz relevant sein, da ähnliche demografische und wirtschaftliche Herausforderungen bestehen. Der Fachkräftemangel ist ein strukturelles Problem, das Innovationskraft und Wirtschaftswachstum langfristig beeinträchtigen kann.

    Die Schweiz steht vor ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland. Die demografische Entwicklung und die zunehmende Spezialisierung in bestimmten Berufsfeldern führen auch hier zu einem Fachkräftemangel. Die Situation könnte sich verschärfen, wenn die Zuwanderung nicht ausreicht, um die Lücke zu schliessen.

    Für die Schweiz könnte der Fachkräftemangel auch Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Innovationskraft und Wirtschaftswachstum könnten langfristig beeinträchtigt werden, wenn nicht gezielte Massnahmen ergriffen werden. Die Schweiz könnte von den Erfahrungen Deutschlands lernen und frühzeitig Massnahmen zur Fachkräftesicherung ergreifen.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Unternehmen in Deutschland und der Schweiz bedeutet der Fachkräftemangel, dass sie sich verstärkt um die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Mitarbeitenden kümmern müssen. Investitionen in Aus- und Weiterbildung sowie attraktive Arbeitsbedingungen könnten hier entscheidend sein.

  5. Ausblick

    Die Bundesregierung plant, mit einem Investitionsgipfel private Investitionen nach Deutschland zu locken. Dies könnte die Situation verbessern, da private Investitionen öffentliche Ausgaben ergänzen und so die Wirtschaft ankurbeln könnten. Langfristig wird jedoch eine Kombination aus gezielten Massnahmen zur Fachkräftesicherung und Anreizen für private Investitionen notwendig sein.

    Die Studie des IW zeigt, dass der Fachkräftemangel ein strukturelles Problem ist, das nicht nur Deutschland, sondern auch andere europäische Länder betrifft. Die demografische Entwicklung und die Verschiebung in der Berufswahl junger Menschen verschärfen die Situation zusätzlich. Eine langfristige Strategie zur Fachkräftesicherung ist daher unerlässlich.

  6. Einordnung

    Der Fachkräftemangel ist ein strukturelles Problem, das nicht nur Deutschland, sondern auch andere europäische Länder betrifft. Die demografische Entwicklung und die Verschiebung in der Berufswahl junger Menschen verschärfen die Situation zusätzlich.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet der Fachkräftemangel, dass sie sich verstärkt um die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Mitarbeitenden kümmern müssen. Investitionen in Aus- und Weiterbildung sowie attraktive Arbeitsbedingungen könnten hier entscheidend sein.

Zahlen

Durchschnittlich fehlende Fachkräfte
148.047
Unbesetzte Ausbildungsstellen 2025
54.000
Investitionsausfälle seit 2020
420 Milliarden Euro

Wissen zur Meldung

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Originaltitel: IW-Studie: Fachkräftemangel bremst Infrastruktur-Projekte aus