Huawei-Kunden müssen Speicherchips für KI-Prozessoren auf dem Schwarzmarkt beschaffen
Huawei kann nicht genug Speicherchips für seine KI-Prozessoren liefern. Kunden müssen sich auf dem Schwarzmarkt bedienen, wo Preise stark gestiegen sind.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Huawei kann nicht genug Speicherchips für KI-Prozessoren liefern
- Kunden müssen sich auf dem Schwarzmarkt bedienen
- Schmuggler nutzen Lücke in US-Exportregeln
- Preise für geschmuggelten HBM3E-Speicher auf 4.000 Dollar gestiegen
- Fehlerquote bei der Trennung der Chips hoch
- Huawei plant neuen KI-Chip mit doppelter Leistung
- Südkoreas Zollbehörde deckte Handelsverstösse im Wert von 560 Millionen Dollar auf
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Schweizer Unternehmen könnten von höheren Preisen für KI-Chips betroffen sein
- −Schweizer Unternehmen könnten von Lieferengpässen betroffen sein
Key Facts
Überblick- Quelle
- The Decoder (KI)
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 12:18
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Künstliche Intelligenz, Lieferketten & Beschaffung, Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NegativKeine direkte Schweiz-Bezug
Problem
Huawei kann Speicherchips nicht liefern
Huawei kann seinen Kunden nicht genug Speicherchips für die KI-Prozessoren liefern. Die Nachfrage nach High-Bandwidth Memory (HBM) übersteigt das Angebot, was Kunden zwingt, sich auf dem Schwarzmarkt zu bedienen.
Die Lieferengpässe bei den Speicherchips betreffen vor allem Huaweis KI-Chips der Ascend-Reihe. Diese Chips sind entscheidend für die Entwicklung und den Betrieb von KI-Anwendungen, die in verschiedenen Branchen eingesetzt werden, darunter Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und Automobilindustrie. Die Knappheit der Speicherchips könnte die Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit dieser Branchen beeinträchtigen.
Die Lieferengpässe betreffen vor allem den High-Bandwidth Memory (HBM), der für die hohe Leistung von KI-Chips entscheidend ist. Huaweis chinesische Zulieferer können die Nachfrage nicht decken, was die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern wie Samsung und SK Hynix verstärkt.
Hintergrund
Schmuggelnetzwerk nutzt Lücke in US-Exportregeln
Ein Schmugglernetzwerk nutzt eine Lücke in den US-Exportregeln, um HBM-Speicher nach China zu bringen. Die Schmuggler packen die Speicherchips in billige Serverprozessoren ein. Diese Prozessoren haben eine Leistung unter der Exportgrenze. Die Schmuggler verschiffen die Chips über Hongkong. In China werden die Speicherchips dann von den Prozessoren gelöst.
Die Schmuggler nutzen die Tatsache aus, dass die US-Exportregeln nur die Leistung der Prozessoren, nicht aber die der Speicherchips begrenzen. Dies ermöglicht es ihnen, die Chips unter dem Radar der Behörden zu verschiffen. Die Schmuggler nutzen auch überschüssiges Inventar von Chipdesignern und ausgeschlachtete Grafikkarten, um den Schwarzmarkt zu speisen.
Was das bedeutet
Hohe Preise und Risiken für Kunden
Die Kosten für illegal eingeführten HBM3E-Speicher haben sich auf etwa 4.000 US-Dollar je Stück erhöht. Für einen KI-Chip sind sechs bis acht Einheiten nötig. Der Speicher allein kostet dabei bis zu 32.000 Dollar. Die Fehlerquote bei der Trennung der Chips ist hoch, was zusätzliche Risiken für die Kunden mit sich bringt.
Die hohen Preise für geschmuggelten HBM3E-Speicher könnten die Kosten für KI-Anwendungen erheblich erhöhen. Dies könnte die Rentabilität von KI-Projekten beeinträchtigen und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen verringern. Zudem bergen die hohen Fehlerquoten bei der Trennung der Chips Risiken für die Funktionalität und Zuverlässigkeit der KI-Systeme.
Ausblick
Huawei plant neuen KI-Chip
Huawei plant, Anfang nächsten Jahres den Ascend 960DT auf den Markt zu bringen, der die Leistung der aktuellen Chips verdoppeln soll. Ob das Unternehmen die notwendigen Speicherchips rechtzeitig beschaffen kann, bleibt jedoch ungewiss.
Zahlen
- Preis für geschmuggelten HBM3E-Speicher
- 4.000 Dollar pro Einheit
- Anzahl Einheiten pro KI-Chip
- 6 bis 8
- Maximalpreis für Speicher pro KI-Chip
- 32.000 Dollar
- Wert der Handelsverstösse
- 560 Millionen Dollar
Wissen zur Meldung
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Originaltitel: Huawei sagt Kunden, sie sollen Speicherchips für KI-Prozessoren selbst beschaffen



