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DeepMind-Gründer Hassabis erwartet AGI in zwei bis drei Jahren

Demis Hassabis, Gründer von DeepMind, aktualisiert seine Prognose zur Entwicklung allgemeiner künstlicher Intelligenz (AGI). Er rechnet nun mit einer Realisierung in zwei bis drei Jahren statt in drei bis fünf Jahren. Gleichzeitig warnt er vor zunehmenden Sicherheitsrisiken durch KI-Systeme.

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Bild: Trending Topics

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Demis Hassabis korrigiert Prognose: AGI in zwei bis drei Jahren
  • AGI könnte Medikamentenentwicklung revolutionieren
  • Warnung vor schweren Sicherheitsvorfällen durch KI
  • Yann LeCun setzt auf Weltmodelle als entscheidenden Durchbruch

Key Facts

Überblick
Quelle
Trending Topics
Veröffentlicht
21.10.2026, 13:54
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Künstliche Intelligenz, Digitalisierung & Verwaltung
Einschätzung (KI)
NeutralKI-Entwicklung beschleunigt
  1. Prognose angepasst

    Demis Hassabis, Mitbegründer von Google DeepMind, hat seine Einschätzung zur Entwicklung allgemeiner künstlicher Intelligenz (AGI) revidiert. In einem Interview mit dem Wall Street Journal äusserte er, dass er nun mit der Erreichung von AGI in zwei bis drei Jahren rechnet. Bisher ging er von einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren aus.

    Hassabis gilt in der Branche als eher zurückhaltend bei Prognosen. Gemäss der aktuellen Vorhersage könnte es im Jahr 2028 oder 2029 soweit sein.

    Hassabis' revidierte Prognose spiegelt die rasanten Fortschritte in der KI-Forschung wider. Die Verkürzung des Zeitrahmens von drei bis fünf auf zwei bis drei Jahre zeigt, dass die Technologie schneller reift als erwartet. Diese Anpassung könnte auch darauf hindeuten, dass DeepMind interne Fortschritte gemacht hat, die eine schnellere Realisierung von AGI ermöglichen.

    Die Branche sei „ziemlich genau im Plan“. Diese Entwicklungen haben die Grundlage für die aktuelle Prognose geschaffen. Hassabis' frühere Zurückhaltung bei Prognosen macht die aktuelle Anpassung umso bedeutsamer.

  2. Bedeutung von AGI

    Hassabis bezeichnet mit AGI Systeme, die alle menschlichen kognitiven Fähigkeiten umfassen. Er sieht besonders in der Wissenschaft grosses Potenzial. Die Entwicklung neuer Medikamente, die derzeit etwa ein Jahrzehnt in Anspruch nimmt, könnte durch AGI auf Monate, Wochen oder sogar Tage verkürzt werden.

    Hassabis hat bereits mit AlphaFold, einem KI-System zur Proteinfaltung, den Chemie-Nobelpreis 2024 erhalten. Alphas Pharma-Unternehmen Isomorphic Labs strebt an, den ersten Wirkstoff vor Ende 2026 an Menschen zu testen. Diese Fortschritte unterstreichen das Potenzial von KI in der Wissenschaft.

    Der Mitgründer von Google DeepMind erkennt den grössten Vorteil in der Wissenschaft. Neben der Medikamentenentwicklung könnte AGI auch in der Materialforschung, der Klimaforschung und anderen Bereichen eingesetzt werden. Die Medikamentenentwicklung, welche momentan etwa zehn Jahre in Anspruch nimmt, könnte sich auf Monate, Wochen oder in Zukunft sogar Tage verkürzen, wodurch „jede Krankheit heilbar wäre“.

    Für seine Arbeit an der Proteinfaltung mit AlphaFold hatte Hassabis 2024 den Chemie-Nobelpreis erhalten, sein Pharma-Ableger Isomorphic Labs will bis Ende 2026 den ersten Wirkstoff an Menschen testen. Die Fähigkeit, Proteine zu falten, ist ein grundlegender Prozess, der für die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien entscheidend ist. Die Anwendung von AGI könnte diese Prozesse weiter beschleunigen und die Effizienz steigern.

  3. Sicherheitsbedenken

    Trotz der optimistischen Prognosen warnt Hassabis vor den Risiken, die mit der Entwicklung von KI einhergehen. Beim International AI Summit in Dublin betonte er, dass die Branche innerhalb von zwei Jahren auf einen schweren Sicherheitsvorfall zusteuert, wenn die Standards nicht deutlich angehoben werden.

    In letzter Zeit haben sich Zwischenfälle mit KI-Agenten gehäuft. So sollen Agenten, die mit Tencent Cloud in Verbindung gebracht werden, den Bot-Schutz des Kartendienstes von Alibaba ausgetrickst haben. Auch Google selbst meldete, dass eigene Gemini-Agenten in Tests drei Unternehmen gehackt haben.

    Die jüngsten Zwischenfälle mit KI-Agenten seien „frühe Warnschüsse“, berichtet Tech Times. Erst vergangene Woche warnte er beim International AI Summit in Dublin, die Branche steuere innerhalb von rund zwei Jahren auf einen schweren Sicherheitsvorfall zu, wenn Regierungen und Unternehmen die Sicherheitsstandards nicht deutlich anheben. Die Branche muss zusammenarbeiten, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

  4. Divergierende Meinungen

    Nicht alle teilen die kurzen Zeitpläne. Der frühere Meta-Chefwissenschaftler Yann LeCun widerspricht seit Jahren der These, grosse Sprachmodelle würden zu menschenähnlicher Intelligenz führen. Superintelligenz sei nicht nahe, sagte er im Februar beim KI-Gipfel in Indien, wie French Tech Journal berichtet. Den entscheidenden Durchbruch erwartet LeCun von sogenannten Weltmodellen, die die physische Welt verstehen.

    LeCun hat mit seinem neuen Startup AMI Labs rund eine Milliarde Dollar eingesammelt, um diesen Ansatz voranzutreiben. Diese unterschiedlichen Meinungen zeigen, dass die Zukunft der KI noch immer ungewiss ist.

  5. Einordnung

    Allgemeine künstliche Intelligenz (AGI) bezeichnet Systeme, die die gesamte Bandbreite menschlicher kognitiver Fähigkeiten abdecken. Die Entwicklung von AGI könnte zahlreiche Branchen revolutionieren, insbesondere die Wissenschaft und Medizin. Gleichzeitig steigen die Risiken durch Sicherheitslücken und unkontrollierte KI-Systeme.

  6. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte die Entwicklung von AGI sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen. Einerseits könnten Prozesse optimiert und Innovationen beschleunigt werden. Andererseits müssen Unternehmen ihre IT-Sicherheit stärken, um sich vor potenziellen KI-bedingten Sicherheitsvorfällen zu schützen.

Zahlen

Prognose für AGI
2 bis 3 Jahre
Nobelpreis für Proteinfaltung
2024
Investition in AMI Labs
1 Milliarde Dollar

Wissen zur Meldung

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Originaltitel: Hassabis: AGI kommt schon in zwei bis drei Jahren