Cyberangriff auf Kühlsysteme von Supermärkten in Schweden und Belgien
Hacker haben die Kühlsysteme von Supermärkten in Schweden und Belgien manipuliert und die Temperaturen auf bis zu 55°C erhöht. Betroffen sind Filialen der Ketten Ica, Coop, Delhaize und Carrefour. Es handelt sich um die zweite Welle eines Angriffs, nachdem bereits vor drei Wochen französische Supermärkte betroffen waren.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Kühlsysteme in Supermärkten in Schweden und Belgien manipuliert
- Temperaturen auf bis zu 55°C erhöht
- Betroffene Ketten: Ica, Coop, Delhaize, Carrefour
- Veraltete Kühlsteuerungen des Herstellers Danfoss als Einfallstor
- Zweite Welle eines Angriffs nach Vorfall in Frankreich
Key Facts
Überblick- Quelle
- Trending Topics
- Veröffentlicht
- 02.11.2026, 11:44
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Neue Vorschriften & Compliance, Digitalisierung & Verwaltung
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- NegativCyberangriffe auf Lebensmittelkette
Ausgangslage
In der Nacht zu Montag wurden die Kühl- und Gefriersysteme in mehreren Supermärkten in Schweden und Belgien manipuliert. Die Angreifer erhöhten die Temperaturen in den Kühlgeräten auf bis zu 55°C. Betroffen waren Filialen der schwedischen Ketten Ica und Coop sowie der belgischen Ketten Delhaize und Carrefour. In Schweden blieben einige Filialen aufgrund der Vorfälle am Morgen geschlossen.
Die betroffenen Supermärkte in Schweden und Belgien mussten Schäden an ihren Waren hinnehmen. In einigen Fällen waren die Temperaturen so hoch, dass die Lebensmittel vollständig verdorben waren. Die betroffenen Filialen blieben am Morgen geschlossen, um die Schäden zu begutachten und die Systeme wiederherzustellen. Die Angreifer nutzten eine Schwachstelle in den Kühlsteuerungen, die seit Jahren keine Updates mehr erhalten.
Dies ermöglichte den Hackern, ungestört die Kühlsysteme zu manipulieren und die Temperaturen zu erhöhen. Die betroffenen Supermärkte mussten die verdorbenen Lebensmittel entsorgen.
Hintergrund
Der Angriff folgt einem ähnlichen Muster wie ein Vorfall in Frankreich vor drei Wochen. Damals wurden die Kühlsysteme von bis zu 700 Supermärkten manipuliert, was zu erheblichen Schäden führte. Die Angriffe zielten auf veraltete Kühlsteuerungen des dänischen Herstellers Danfoss ab, die seit Jahren keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. Trotz Warnungen und verfügbarer Updates wurden die Systeme nicht ausreichend gesichert.
Die betroffenen Kühlsteuerungen waren bereits seit Jahren bekannt und galten als unsicher. Der Hersteller Danfoss hatte zwar Sicherheitsupdates bereitgestellt, doch viele Supermärkte hatten diese nicht installiert. Dies zeigt, wie wichtig regelmässige Updates und Sicherheitsmassnahmen sind, um solche Angriffe zu verhindern.
Einordnung für die Schweiz
Auch in der Schweiz könnten ähnliche Angriffe auf Supermärkte oder andere Branchen möglich sein, wenn keine ausreichenden Sicherheitsmassnahmen getroffen werden.
Was das für Unternehmen bedeutet
Besonders kritisch sind Systeme, die remote über das Internet gesteuert werden. Eine strikte Filterung des Zugangs oder die vollständige Trennung von externen Netzwerken kann das Risiko von Cyberangriffen verringern.
Unternehmen sollten daher in die Sicherheit ihrer IT-Systeme investieren, um solche Schäden zu vermeiden. Regelmässige Schulungen der Mitarbeiter können ebenfalls dazu beitragen, das Risiko von Cyberangriffen zu verringern.
Ausblick
Es bleibt unklar, wer hinter den Angriffen steckt. Während einige Experten auf staatlich unterstützte Akteure verweisen, halten andere die Angriffe für das Werk von Laien. Während einige Experten auf staatlich unterstützte Akteure verweisen, halten andere die Angriffe für das Werk von Laien. Unabhängig von den Tätern zeigen die Vorfälle, wie wichtig eine regelmässige Aktualisierung und Sicherung von IT-Systemen ist.
Wenn Supermärkte ihre Waren nicht kühlen können, müssen sie möglicherweise Lieferungen stornieren oder umleiten. Dies könnte zu Engpässen und höheren Kosten führen. Unternehmen sollten daher ihre Lieferketten überwachen und alternative Lösungen entwickeln, um solche Risiken zu minimieren.
Einordnung
Die Angriffe zeigen, wie verwundbar kritische Infrastrukturen durch veraltete Technologien und mangelnde IT-Sicherheit sind. Besonders betroffen sind Systeme, die remote über das Internet gesteuert werden und keine regelmässigen Sicherheitsupdates erhalten.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie die Sicherheit ihrer IT-Systeme regelmässig überprüfen und veraltete Technologien ersetzen sollten. Besonders kritisch sind Systeme, die remote über das Internet gesteuert werden. Eine strikte Filterung des Zugangs oder die vollständige Trennung von externen Netzwerken kann das Risiko von Cyberangriffen verringern.
Zahlen
- Anzahl betroffener Filialen in Schweden
- 6 (Coop) und mehrere (Ica)
- Anzahl betroffener Filialen in Belgien
- 40 (Delhaize) und 15 (Carrefour)
- Geschätzte Schäden in Frankreich
- mehrere Millionen Euro
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- Kühlsteuerungen
- Geräte, die die Temperatur in Kühl- und Gefriersystemen regulieren
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- Steuerung von Systemen über das Internet
- Sicherheitsupdates
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Originaltitel: Hackers Crank Supermarket Freezers in Sweden and Belgium Up to 55 Degrees



