Zuger Fintech lanciert ersten Franken-Stablecoin nach Finma-Richtlinien
Das Unternehmen Safirum hat den «CHF-S» auf der Solana-Blockchain eingeführt. Nur identifizierte Nutzer dürfen ihn halten, nur Institutionelle ausgeben.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Safirum lanciert «CHF-S», ersten Franken-Stablecoin nach Finma-Richtlinien
- Nur identifizierte Nutzer dürfen den Token halten, nur Institutionelle ausgeben
- Stablecoin ist auf der Solana-Blockchain verfügbar
- Erste Transaktionen umfassen 10'000 Franken
- Depotbanken sind Berner Kantonalbank und Banque Richelieu
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Schweizer Franken gewinnt an Bedeutung in digitalen Assets
- −Aktuelle Regulierung gilt als schwerfällig
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 11:55
- Rubrik
- Finanzen
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Neue Vorschriften & Compliance, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- NeutralNeuer Stablecoin für institutionelle Nutzer
Ausgangslage
Das Zuger Fintech Safirum hat den ersten Franken-Stablecoin nach den Richtlinien der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) auf den Markt gebracht. Der «CHF-S» ist auf der Solana-Blockchain verfügbar und richtet sich an identifizierte Nutzer sowie institutionelle Ausgeber.
Der «CHF-S» wurde im «Clouds» des Prime Towers in Zürich präsentiert, einem Symbol für die Verbindung von traditioneller und digitaler Finanzwelt. An der Veranstaltung nahmen etwa 60 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen der Finanz- und Blockchain-Branche teil.
Die Einführung des «CHF-S» markiert einen wichtigen Schritt in der Integration des Schweizer Frankens in die Welt der digitalen Assets. Bisher dominieren Dollar-Stablecoins den Markt, doch der «CHF-S» könnte eine Alternative bieten.
Die Präsentation im «Clouds» des Prime Towers unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Schweizer Finanzszene. Anwesend waren Vertreter von Finanzinstituten, der Blockchain-Community und Ökosystem-Partnern, was die breite Unterstützung für das Vorhaben zeigt.
Hintergrund
Der «CHF-S» gilt als Pionierleistung, da er der erste öffentlich verfügbare Stablecoin innerhalb der Finma-Richtlinien ist. Safirum hat sich der Selbstregulierungsorganisation VQF angeschlossen, um die Vorgaben des Geldwäschereigesetzes zu erfüllen. Nur qualifizierte Investoren mit professionellem Treasury dürfen als Minter fungieren.
Der «CHF-S» nutzt eine Ausnahmeregelung des Bankengesetzes, die Einlagen von qualifizierten Investoren mit professionellem Treasury von Publikumseinlagen unterscheidet. Dies ermöglicht es Safirum, den Stablecoin innerhalb der regulatorischen Leitplanken der Finma anzubieten. Hans Kuhn, ehemaliger Chefjurist der Nationalbank und Berater von Safirum, hob die Wichtigkeit der Ausnahmeregelung für den «CHF-S» hervor.
Der «CHF-S» ist der erste Stablecoin, der vollständig den Vorgaben der Finma entspricht. Dies ist ein wichtiger Meilenstein, da frühere Projekte wie der Frankencoin oder der Stablecoin von Allunity nicht unter die regulatorischen Leitplanken fielen.
Safirum hat sich der VQF angeschlossen, um die Identifizierung der Nutzer sicherzustellen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Geldwäsche zu verhindern und die Transparenz zu erhöhen.
Was das bedeutet
Der Stablecoin ermöglicht schnelle und kostengünstige Transaktionen, insbesondere für grenzüberschreitende Zahlungen und das Treasury-Management. Unternehmen können digitale Vermögenswerte effizienter verwalten, da der «CHF-S» eine direkte Konvertierung in Franken ermöglicht.
Der «CHF-S» könnte die Abwicklung von Transaktionen an Kryptobörsen vereinfachen. Bisher mussten digitale Assets oft über mehrere Fiat-Währungen und Intermediäre zurück in Franken konvertiert werden, was zeitaufwendig und teuer war.
Die schnelle Abwicklung von Zahlungen, selbst an Point-of-Sale-Terminals, könnte den Handel mit digitalen Vermögenswerten revolutionieren. Dies könnte insbesondere für Unternehmen von Vorteil sein, die in tokenisierte Vermögenswerte investieren.
Ausblick
Safirum plant, weitere Depotbanken hinzuzunehmen. Die Einführung des Stablecoins könnte den Schweizer Franken in der digitalen Asset-Welt stärken.
Die Schweizerische Bankiervereinigung hat ein Vertiefungspapier zum Thema Stablecoins vorgelegt. Kuhn bezeichnete die derzeitige regulatorische Vorlage als «schwerfällig». Safirum plant, weitere Depotbanken hinzuzunehmen, um die Liquidität und Stabilität des «CHF-S» zu erhöhen.
Die Schweizerische Bankiervereinigung hat regulatorische Erleichterungen gefordert, was darauf hindeutet, dass weitere Entwicklungen in diesem Bereich zu erwarten sind. Kuhn bezeichnete die aktuelle Vorlage als «schwerfällig», was auf mögliche Anpassungen hindeutet.
Zahlen
- Betrag der ersten Transaktion
- 10'000 Franken
Wissen zur Meldung
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