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Treibhausgase erreichen 2025 neue Höchststände

Die Konzentrationen von Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid in der Atmosphäre erreichten 2025 Rekordwerte. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) warnt vor langfristigen Folgen für das Klima.

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Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die Konzentrationen von CO2, Methan und Distickstoffoxid erreichten 2025 Rekordwerte.
  • Der Anstieg der CO2-Konzentration betrug 2,8 ppm, weniger als im Vorjahr, aber über dem Durchschnitt der letzten Dekade.
  • Die Erholung natürlicher Kohlenstoffsenken und geringere Emissionen durch Waldbrände führten zu einem geringeren Anstieg.
  • Die WMO erwartet weiter steigende Konzentrationen im Jahr 2026.
  • Positive Entwicklungen in China zeigen einen Rückgang der CO2-Emissionen, jedoch mit Herausforderungen.

Key Facts

Überblick
Quelle
Trending Topics
Veröffentlicht
28.10.2026, 08:46
Rubrik
Energie
Schwerpunkte
Energiekosten & -versorgung, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralKlimadaten der UNO
  1. Aktuelle Entwicklung

    Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat in ihrem neuesten Greenhouse Gas Bulletin bekanntgegeben, dass die Konzentrationen der drei Haupttreibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan und Distickstoffoxid im Jahr 2025 auf Rekordwerte gestiegen sind. Diese Entwicklung wird zu langfristigen Temperaturerhöhungen auf der Erde führen, so die Organisation.

    Die Messungen zeigen, dass die CO2-Konzentration von 2024 bis 2025 um 2,8 ppm erhöht wurde. Dieser Anstieg ist zwar geringer als der Rekordanstieg von über 3,5 ppm im Vorjahr, liegt aber über dem Durchschnitt von 2,6 ppm der letzten Dekade. In den 1960er Jahren betrug der jährliche Anstieg lediglich 0,8 ppm.

    Die WMO betont, dass die Atmosphäre keine „Rückspultaste“ hat und die aktuellen Rekordwerte der Treibhausgase langfristige Auswirkungen haben werden. Die Daten zeigen, dass die Konzentrationen der Treibhausgase seit Beginn der Messungen kontinuierlich steigen, was auf eine anhaltende Verschlechterung des Klimas hindeutet.

  2. Ursachen und Auswirkungen

    Die geringere Zunahme der CO2-Konzentration wird auf die Erholung natürlicher Kohlenstoffsenken auf dem Land und auf geringere Emissionen durch Waldbrände nach dem starken El Niño 2023-24 zurückgeführt. Etwa die Hälfte des jährlich emittierten CO2 bleibt in der Atmosphäre, während der Rest von Land und Ozeanen absorbiert wird.

    Die WMO erwartet, dass die Konzentrationen der Treibhausgase im Jahr 2026 weiter steigen werden, getrieben durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe und einen sich entwickelnden El Niño. Die aktuellen Daten fliessen auch in die Verhandlungen beim COP31-Klimagipfel in Antalya, Türkei, im November ein.

    Die WMO-Expertin Oksana Tarasova erklärt, dass der geringere Anstieg der CO2-Konzentration auf die Erholung natürlicher Kohlenstoffsenken und geringere Emissionen durch Waldbrände zurückzuführen ist. Dennoch bleibt der Anstieg besorgniserregend, da er weiterhin zur globalen Erwärmung beiträgt.

  3. Langfristige Folgen

    Die steigenden Konzentrationen der Treibhausgase führen dazu, dass mehr Wärme in der Atmosphäre eingeschlossen wird. Dies liefert Energie für extremere Wetterereignisse. Jede zusätzliche ppm CO2 fügt der Atmosphäre zusätzliche Wärme hinzu.

    Zwei Studien zeigen, dass im vergangenen Sommer Hitzewellen mehr als 50.000 Menschen in europäischen Städten töteten, wobei etwa zwei Drittel dieser Todesfälle auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Der Emissions Gap Report des UN-Umweltprogramms kommt zu dem Schluss, dass das 1,5-Grad-Limit ohne Überschreitung nicht mehr gehalten werden kann. Bei den aktuellen Politikmassnahmen steuert die Welt auf eine Erwärmung von 2,8 Grad zu.

    Die steigenden Konzentrationen der Treibhausgase führen dazu, dass mehr Wärme in der Atmosphäre eingeschlossen wird, was zu extremeren Wetterereignissen führt. Jede zusätzliche ppm CO2 trägt zur weiteren Erwärmung bei, was die Dringlichkeit von Massnahmen zur Reduzierung der Emissionen unterstreicht.

  4. Positive Entwicklungen

    Auf der Emissionsseite gibt es jedoch auch positive Nachrichten. Eine Analyse von Carbon Brief zeigt, dass die CO2-Emissionen in China, dem grössten Emittenten, seit März 2024 stagnieren oder sogar sinken. Die Erzeugung von Solarenergie stieg um 43 Prozent, die von Windenergie um 14 Prozent, während die Erzeugung durch Kohlekraftwerke um 1,9 Prozent sank.

    Die Analyse von Carbon Brief zeigt, dass China, der grösste Emittent, Fortschritte bei der Reduzierung seiner CO2-Emissionen macht. Dies ist ein wichtiger Schritt, da China einen erheblichen Anteil an den globalen Emissionen ausmacht und seine Bemühungen zur Reduzierung der Emissionen entscheidend für den globalen Klimaschutz sind.

  5. Herausforderungen

    Die Analyse weist jedoch auch auf Herausforderungen hin. Ohne Wachstum in der Chemieindustrie wäre der Rückgang der Emissionen klarer ausgefallen, nämlich um etwa 2 Prozent. Die Emissionen liegen nur leicht unter ihrem Höchststand Anfang 2024, und eine kleine Erholung könnte sie wieder darüber schieben. Offiziell plant China, die Emissionen „vor 2030“ auf ihrem Höhepunkt zu stabilisieren.

  6. Einordnung

    Die steigenden Konzentrationen von Treibhausgasen sind ein globales Phänomen, das durch den menschlichen Einfluss auf das Klima verursacht wird. Die langfristigen Auswirkungen sind schwerwiegend und erfordern internationale Zusammenarbeit und Massnahmen zur Reduzierung der Emissionen.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie sich auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten und Massnahmen zur Reduzierung ihrer eigenen Emissionen ergreifen müssen. Dies kann durch die Implementierung nachhaltiger Praktiken und die Nutzung erneuerbarer Energien erreicht werden.

Zahlen

CO2-Anstieg 2025
2,8 ppm
CO2-Anstieg 2024
über 3,5 ppm
Durchschnittlicher CO2-Anstieg der letzten Dekade
2,6 ppm
CO2-Anstieg in den 1960ern
0,8 ppm
Erwartete Erwärmung bei aktuellen Politikmassnahmen
2,8 Grad

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Greenhouse Gases Reached New Highs in 2025, U.N. Agency Says