Galeria-Kette erhält Insolvenzgeld für Beschäftigte
Die Bundesagentur für Arbeit bewilligt Insolvenzgeld für einen Grossteil der Beschäftigten der Warenhauskette. Der Insolvenzverwalter sieht die Firma für das Weihnachtsgeschäft stabil aufgestellt.
Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Galeria hat zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren Insolvenz angemeldet.
- Die Bundesagentur für Arbeit bewilligt Insolvenzgeld für 9.650 Beschäftigte.
- Die Gehälter für Oktober, November und Dezember sind gesichert.
- Der Insolvenzverwalter sieht die Firma für das Weihnachtsgeschäft stabil aufgestellt.
- Die Zukunft der Kette hängt von der Suche nach einem Investor oder einer tragfähigen Strategie ab.
Key Facts
Überblick- Quelle
- BIZ24-Recherche
- Recherchiert aus
- beck-aktuell.de, shoez.biz, mz.de
- Veröffentlicht
- 13.10.2026, 08:52
- Rubrik
- Unternehmen
- Schwerpunkte
- Gastgewerbe & Tourismus, Neue Vorschriften & Compliance, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- NegativFilialschliessungen drohen
Ausgangslage
Die Warenhauskette Galeria ist erneut insolvent und hat am 2. Oktober 2026 Insolvenz angemeldet. Dies ist bereits der vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. Die Bundesagentur für Arbeit hat nun Insolvenzgeld für einen Grossteil der Beschäftigten bewilligt. Dies ermöglicht es Galeria, die Gehälter für die Monate Oktober, November und Dezember zu zahlen.
Die Bundesagentur für Arbeit hat nach intensiver Prüfung des komplexen Sachverhalts den Anspruch auf Insolvenzgeld für die Beschäftigten von Galeria bestätigt. Dies ist ein wichtiger Schritt, da die Zahlung der Gehälter für die kommenden Monate gesichert ist.
Die Bundesagentur für Arbeit hat die Zahlung des Insolvenzgeldes bewilligt, um die Beschäftigten abzusichern. Damit wird eine Bedingung erfüllt, um vorerst den Betrieb aufrechtzuerhalten. Man habe mit Lieferanten, Finanzierungspartnern und anderen Beteiligten umfassende Vereinbarungen getroffen. Dies soll Galeria für das wichtige Weihnachtsgeschäft operativ stabil machen.
Hintergrund
Die Bewilligung des Insolvenzgeldes war nicht selbstverständlich. Rechtsanwälte für Insolvenzfragen zweifelten anfänglich, ob die Arbeitnehmer erneut Anspruch auf Insolvenzgeld besitzen, da das Insolvenzverfahren aus dem Jahr 2024 weiterhin unter Aufsicht eines Sanierungsplans steht. & Co. KG gestellt wurde., einer neuen Gesellschaft, auf die die Geschäftstätigkeit nach der vorherigen Insolvenz übertragen worden war.
Die Bewilligung des Insolvenzgeldes war keineswegs selbstverständlich, da die Bundesagentur für Arbeit tagelang mit der Entscheidung gerungen hat. Mehrmals wurden Unterlagen vom Insolvenzverwalter nachgefordert, um den Anspruch auf Insolvenzgeld zu prüfen. Die Entscheidung basiert auf der geltenden Gesetzeslage, die einen Anspruch auf Insolvenzgeld begründet.
Einordnung für die Schweiz
Die Bewilligung des Insolvenzgeldes ist ein wichtiger Schritt, um die Beschäftigten abzusichern und den Geschäftsbetrieb fortzuführen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen in ähnlichen Situationen ist es wichtig, frühzeitig Massnahmen zu ergreifen, um Insolvenzen zu vermeiden. Dies kann durch eine sorgfältige Finanzplanung, die Diversifizierung der Geschäftstätigkeit und die Anpassung an veränderte Marktbedingungen geschehen. Zudem ist es entscheidend, die Mitarbeiter zu unterstützen und ihre Arbeitsplätze zu sichern.
Ausblick
Frank Kebekus, der vorläufige Insolvenzverwalter, untersucht zurzeit, ob das Unternehmen weitergeführt werden kann. Die bundesweit 83 Warenhäuser bleiben zunächst geöffnet; über mögliche Filialschliessungen ist noch nicht entschieden. Die Zukunft der Kette hängt davon ab, ob ein Investor gefunden wird oder ob die Geschäftsführung eine tragfähige Strategie entwickelt.
Einordnung
Die Bewilligung des Insolvenzgeldes ist ein wichtiger Schritt, um die Beschäftigten abzusichern und den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Es zeigt jedoch auch die schwierige Lage im Einzelhandel auf.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU im Einzelhandel ist es entscheidend, frühzeitig Massnahmen zu ergreifen, um Insolvenzen zu vermeiden. Dies kann durch eine sorgfältige Finanzplanung, die Diversifizierung der Geschäftstätigkeit und die Anpassung an veränderte Marktbedingungen geschehen.
Zahlen
- Anzahl Beschäftigte mit Insolvenzgeld
- 9.650
- Gesamtzahl der Beschäftigten
- 11.250
- Monatliche Personalkosten
- knapp 25 Millionen Euro
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Umfrage für Unternehmen
Wie stark betrifft Sie die aktuelle Lage im Einzelhandel?
Antwort wählen – anonym, ohne Anmeldung
Eigene Recherche von BIZ24 aus öffentlich zugänglichen Quellen: beck-aktuell.de, shoez.biz, mz.de.

