Frankreich plant Gigabyte-Steuer auf Streaming-Dienste und Tech-Konzerne
Frankreich will ab 2027 eine Steuer von 5,5 Cent pro Gigabyte auf Streaming-Dienste und Tech-Konzerne erheben. Betroffen wären unter anderem Netflix, Google und Amazon. Die Nationalversammlung hat die Steuer mit knapper Mehrheit beschlossen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Frankreich plant eine Steuer von 5,5 Cent pro Gigabyte auf Streaming-Dienste und Tech-Konzerne.
- Die Steuer soll ab 2027 gelten und ist Teil des Haushaltsplans für das nächste Jahr.
- Die Nationalversammlung hat die Steuer mit knapper Mehrheit beschlossen.
- Die Steuer soll auf Unternehmen abgelten, die Daten an Internetnutzer in Frankreich senden.
- Die Steuer könnte zu höheren Kosten für Unternehmen führen, die Daten an französische Nutzer senden.
Key Facts
Überblick- Quelle
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- Veröffentlicht
- 31.10.2026, 08:44
- Rubrik
- Politik
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NegativNeue Steuer für Tech-Unternehmen
Ausgangslage
Die französische Nationalversammlung hat eine Steuer von 5,5 Cent pro Gigabyte beschlossen, die von Unternehmen wie Netflix, Google und Amazon erhoben werden soll. Die Steuer soll ab 2027 gelten und ist Teil des Haushaltsplans für das nächste Jahr. Die Nationalversammlung stimmte mit 11 zu 10 Stimmen für die Steuer, wobei nur 35 Abgeordnete anwesend waren.
Die Nationalversammlung hat die Steuer mit knapper Mehrheit beschlossen. Die Steuer ist Teil eines grösseren Haushaltsplans, der noch weitere Änderungen und Reformen umfasst. Die Entscheidung fiel im Rahmen einer Budgetdebatte, bei der verschiedene Steuererhöhungen und -senkungen diskutiert wurden.
Die Steuer wurde als Änderung zum Haushaltsplan eingeführt. Die Nationalversammlung stimmte mit 11 zu 10 Stimmen für die Steuer, wobei die Stimmen von den Sozialisten, La France Insoumise, den Grünen und der linken GDR-Gruppe kamen. Die Finanzkommission hatte die Steuer bereits im Oktober abgelehnt, doch die Nationalversammlung beschloss, sie trotzdem zu verabschieden.
Hintergrund
Die Steuer soll auf Unternehmen abgelten, die Daten an Internetnutzer in Frankreich senden. Laut einer Schätzung des französischen Telekommunikationsregulators Arcep werden jährlich etwa 200 Milliarden Gigabyte an Daten an französische Internetnutzer gesendet. Die Autoren der Steuer, angeführt vom Abgeordneten Laurent Lhardit, erwarten, dass die Steuer jährlich 10 Milliarden Euro einbringen wird.
Die Steuer soll sicherstellen, dass Tech-Konzerne einen Beitrag zur französischen Wirtschaft leisten. Die Autoren argumentieren, dass die traditionelle Wirtschaft in Frankreich Steuern zahlt, während Tech-Konzerne ihre Gewinne oft in Ländern mit niedrigeren Steuersätzen verbuchen. Die Steuer soll dies ausgleichen und sicherstellen, dass Tech-Konzerne einen fairen Beitrag leisten.
Einordnung für die Schweiz
Die französische Gigabyte-Steuer könnte auch Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen haben, die Daten an französische Nutzer senden. Die Steuer könnte zu höheren Kosten für Unternehmen führen, die in Frankreich tätig sind oder französische Nutzer bedienen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Die Steuer könnte zu höheren Kosten für Unternehmen führen, die Daten an französische Nutzer senden. Dies könnte sich in höheren Abonnementpreisen oder einer geringeren Streaming-Qualität niederschlagen, da Anbieter versuchen könnten, die Datenmengen zu reduzieren. Die Steuer könnte auch zu einer Verschiebung der Datenströme führen.
Ausblick
Die Steuer ist noch ein langer Weg von der Verabschiedung entfernt. Der nächste Schritt ist die Prüfung durch den Senat, wo die konservativen Republikaner eine Mehrheit haben und die Steuer wahrscheinlich nicht unterstützen werden. Es ist auch unklar, ob der Haushaltsplan überhaupt eine Mehrheit finden wird. Die Präsidentin der Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, hat bereits den Premierminister Sébastien Lecornu aufgefordert, den Haushaltsplan ohne Abstimmung durchzusetzen, was bedeutet, dass die Gigabyte-Steuer aus dem Text gestrichen werden könnte.
Einordnung
Die französische Gigabyte-Steuer ist ein Versuch, die Besteuerung von Tech-Konzernen zu reformieren. Die Steuer soll sicherstellen, dass Tech-Konzerne einen fairen Beitrag zur französischen Wirtschaft leisten. Die Steuer könnte jedoch auch zu höheren Kosten für Verbraucher und Unternehmen führen.
Was das für KMU bedeutet
Für Unternehmen, die in Frankreich tätig sind oder französische Nutzer bedienen, könnte die Steuer zu höheren Kosten führen. Dies könnte sich in höheren Abonnementpreisen oder einer geringeren Streaming-Qualität niederschlagen. Die Steuer könnte auch zu einer Verschiebung der Datenströme führen, da Unternehmen versuchen könnten, die Steuer zu umgehen.
Zahlen
- Steuer pro Gigabyte
- 5,5 Cent
- Geschätzte jährliche Datenmenge in Frankreich
- 200 Milliarden Gigabyte
- Erwartete jährliche Einnahmen aus der Steuer
- 10 Milliarden Euro
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Originaltitel: France Moves to Tax Every Gigabyte at 5.5 Euro Cents, Alarming VLC



