Zum Inhalt
BIZ24

Mi., 28. Okt. 2026

Märkte
verzögert · TradingViewMarktzentrum
Wirtschaft

Deep-Tech-Transfer in Deutschland: Experte fordert mehr Unterstützung

Der Transfer von Deep-Tech-Innovationen aus der Forschung in die Wirtschaft gestaltet sich in Deutschland schwierig. Thorsten Lambertus, Managing Director des Deep-Instituts, sieht Handlungsbedarf, um internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen.

Titelbild zu: Deep-Tech-Transfer in Deutschland: Experte fordert mehr Unterstützung
Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Deep-Tech-Transfer in Deutschland gestaltet sich schwierig
  • Thorsten Lambertus fordert mehr Unterstützung für den Transferprozess
  • Internationale Vorbilder wie Google und Nvidia zeigen Erfolgspotenzial
  • Schweiz könnte als Vorbild für enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft dienen
  • Unternehmen müssen in Deep-Tech-Kompetenzen investieren

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
28.10.2026, 09:00
Rubrik
Wirtschaft
Einschätzung (KI)
NeutralDeep Tech-Transfer in Deutschland
  1. Ausgangslage

    In Deutschland bleibt der Transfer von Deep-Tech-Innovationen aus der Universität in die Wirtschaft ein grosses Hindernis. Thorsten Lambertus, Managing Director des Deep-Instituts für Deep-Tech-Innovation an der ESMT Berlin, betont die Notwendigkeit, diesen Prozess zu verbessern. Ohne gezielte Massnahmen droht das Land im internationalen Vergleich weiter zurückzufallen.

    Der Transfer von Deep-Tech-Innovationen ist nicht nur eine Frage der finanziellen Mittel, sondern auch der strukturellen Rahmenbedingungen. In Deutschland gibt es zwar zahlreiche Forschungsprojekte, doch der Weg in die Praxis ist oft lang und umständlich. Lambertus betont, dass es an klaren Anreizen und Förderprogrammen mangelt, die den Transfer beschleunigen könnten. Zudem fehlt es an einer zentralen Anlaufstelle, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenbringt.

  2. Hintergrund

    Deep-Tech-Forschung umfasst Bereiche wie Robotik, Künstliche Intelligenz (KI), Raumfahrt und Quantencomputing. Trotz der Hochkonjunktur in diesen Feldern fehlen in Deutschland grosse Unternehmen, die diese Technologien erfolgreich vermarkten. Lambertus verweist auf internationale Vorbilder wie Google, OpenAI und Nvidia, die zeigen, welchen Erfolg ein effizienter Transfer mit sich bringt.

    Die Deep-Tech-Branche ist durch eine hohe Komplexität und lange Entwicklungszyklen gekennzeichnet. Dies macht den Transfer in die Wirtschaft besonders herausfordernd. Lambertus verweist auf die Notwendigkeit, dass Unternehmen frühzeitig in die Forschung einsteigen, um die Technologien besser zu verstehen und zu nutzen. Zudem sollten Start-ups und etablierte Unternehmen enger zusammenarbeiten, um Synergien zu nutzen und Innovationen schneller auf den Markt zu bringen.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die langfristige Finanzierung von Deep-Tech-Projekten. Da diese Technologien oft hohe Anfangsinvestitionen erfordern und lange Entwicklungszyklen haben, ist es entscheidend, dass Unternehmen und Investoren bereit sind, langfristig in diese Projekte zu investieren. Lambertus betont, dass es hier auch an einer klaren Strategie und Vision fehlt, die den Transferprozess unterstützt.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Schweiz ist in der Deep-Tech-Forschung ebenfalls aktiv, doch auch hier gibt es Herausforderungen beim Transfer in die Wirtschaft. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen könnte jedoch als Vorbild dienen. Die Schweiz verfügt über eine starke Forschungslandschaft, die durch gezielte Förderprogramme und Netzwerke unterstützt wird.

    Die Schweiz hat bereits einige Initiativen gestartet, um den Transfer von Deep-Tech-Innovationen zu fördern. Dazu gehören spezielle Förderprogramme und Netzwerke, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenbringen. Dennoch gibt es auch hier noch Verbesserungspotenzial, insbesondere in Bezug auf die Finanzierung und die langfristige Unterstützung von Deep-Tech-Projekten.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich stärker in die Forschung einbringen müssen. Eine engere Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen kann helfen, innovative Technologien schneller auf den Markt zu bringen. Zudem sollten Unternehmen in die Entwicklung eigener Deep-Tech-Kompetenzen investieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

    Unternehmen sollten auch in die Schulung und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, um sicherzustellen, dass sie über die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, um Deep-Tech-Innovationen erfolgreich umzusetzen. Dies kann durch gezielte Weiterbildungsprogramme und die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen erreicht werden.

  5. Ausblick

    Lambertus betont, dass Deutschland in der Lage sein muss, eigene Technologiegiganten wie Nvidia aufzubauen. Dies erfordert nicht nur finanzielle Investitionen, sondern auch strukturelle Veränderungen und eine stärkere Vernetzung zwischen Forschung und Wirtschaft. Nur so kann das Land seine Position im globalen Wettbewerb behaupten.

  6. Einordnung

    Deep-Tech-Innovationen haben das Potenzial, ganze Branchen zu revolutionieren. Der Transfer aus der Forschung in die Wirtschaft ist jedoch ein komplexer Prozess, der gezielte Unterstützung erfordert. In Deutschland fehlt es an einer ausreichenden Infrastruktur und Vernetzung, um diesen Prozess effizient zu gestalten.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie sich stärker auf innovative Technologien konzentrieren müssen. Eine enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen kann helfen, neue Produkte und Dienstleistungen schneller auf den Markt zu bringen. Zudem sollten KMU in die Entwicklung eigener Deep-Tech-Kompetenzen investieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Planen Sie, Ihre Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen zu verstärken?

Ja, wir wollen enger mit Universitäten zusammenarbeiten.

Ganzen Artikel bei t3n lesen

Originaltitel: Forschungstransfer in Deutschland: "Wir müssen in der Lage sein, ein eigenes Nvidia aufzubauen"