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Evonik wehrt sich gegen die Übernahme durch BASF

Evonik wehrt sich gegen die Übernahme durch BASF, trotz eines erhöhten Angebots von 24 Euro pro Aktie. Die Chemiefirma setzt auf eigene Wachstumschancen, besonders in Asien und Amerika, während BASF die grösste Fusion der deutschen Chemiebranche anstrebt.

Titelbild zu: Evonik wehrt sich gegen die Übernahme durch BASF
Bild: tagesschau – Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • BASF erhöht Angebot auf 24 Euro je Evonik-Aktie, insgesamt 11 Milliarden Euro.
  • Evonik lehnt ab und setzt auf vertraulichen Informationsaustausch.
  • Das Unternehmen hat im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg von 13 Prozent verzeichnet, wodurch der Umsatz auf 3,8 Milliarden Euro gestiegen ist.
  • Der bereinigte operative Gewinn stieg sogar um 40 Prozent und erreichte 629 Millionen Euro.
  • Evonik plant Abbau von 3.200 Stellen weltweit bis 2029.
  • RAG-Stiftung hält 43 Prozent der Evonik-Aktien.

Für die Schweiz Einschätzung der KI

  • −Kein direkter Bezug zur Schweiz.

Key Facts

Überblick
Quelle
tagesschau – Wirtschaft
Veröffentlicht
03.11.2026, 15:59
Rubrik
Unternehmen
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance, Lieferketten & Beschaffung
Einschätzung (KI)
NegativGrösste Fusion in der Chemie
  1. Ausgangslage

    BASF hat sein Angebot für Evonik auf 24 Euro je Aktie erhöht, was insgesamt rund elf Milliarden Euro entspricht. Doch Evonik lehnt ab und bevorzugt einen vertraulichen Informationsaustausch. Die Essener fürchten, von den Ludwigshafenern geschluckt zu werden.

    BASF hingegen sieht in der Fusion eine Chance, seine Marktposition zu stärken.

  2. Hintergrund

    Evonik versteht sich als Spezialchemie-Unternehmen und investiert in neue Anlagen, wie die für Spezial-Silikone in Essen. Die Produkte werden in verschiedenen Branchen eingesetzt, von Dämmstoffen bis zu Kosmetik. Der operative Gewinn nach Bereinigung stieg sogar um 40 Prozent und erreichte 629 Millionen Euro.

    Diese Produkte sind in vielen Branchen unverzichtbar, von der Bauindustrie bis zur Automobilbranche. Die Investition in neue Anlagen zeigt, dass Evonik langfristig auf Wachstum setzt, auch wenn kurzfristig Stellen abgebaut werden müssen.

  3. Was das bedeutet

    Es gäbe die grösste Zusammenführung in der deutschen Chemieindustrie: Falls BASF und Evonik sich vereinten, würde ein Unternehmen mit einem Jahresertrag von etwa 74 Milliarden Euro entstehen. Doch Evonik sieht sich allein besser aufgestellt. Die RAG-Stiftung, die 43 Prozent der Evonik-Aktien hält, hat ein Interesse an hohen Einnahmen, während die Politik im Ruhrgebiet Arbeitsplätze und Standorte sichern will.

    Die Fusion würde nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Auswirkungen haben. Die RAG-Stiftung muss die Folgekosten des Steinkohlebergbaus finanzieren, während die Politik im Ruhrgebiet Arbeitsplätze und Standorte sichern will. Die Diskussion zeigt, wie komplex solche Entscheidungen sind und welche Interessen dabei aufeinandertreffen.

  4. Ausblick

    Evonik plant weitere Kostensenkungen bis 2029, darunter den Abbau von 3.200 Stellen weltweit. Die Bundesregierung wirbt um internationale Geldgeber, um die Folgekosten des Steinkohlebergbaus zu finanzieren. Die Diskussion um die Fusion könnte sich noch eine Weile hinziehen.

    Die Zukunft von Evonik hängt davon ab, wie erfolgreich das Unternehmen seine Strategie umsetzen kann. Die Investitionen in neue Anlagen und die Fokussierung auf Wachstumsmärkte wie Asien und Amerika könnten sich auszahlen. Doch die Diskussion um die Fusion bleibt ein Unsicherheitsfaktor, der die Märkte weiterhin beschäftigt.

Dazu passt

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Begriffe

Spezialchemie
Herstellung von chemischen Produkten für spezifische Anwendungen in verschiedenen Branchen.
RAG-Stiftung
Stiftung zur Finanzierung der Folgekosten des Steinkohlebergbaus in Deutschland.

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Originaltitel: Evonik wehrt sich gegen Chemieriese BASF