Zum Inhalt
BIZ24

Mo., 19. Okt. 2026

Märkte
verzögert · TradingViewMarktzentrum
Märkte

El Niño und Iran-Krieg: Agrarrohstoffe vor Preisschocks

Ein starkes El-Niño-Wetterphänomen und der Iran-Krieg könnten die Preise für Agrarrohstoffe wie Zucker, Kaffee und Mais im nächsten Jahr stark beeinflussen. Für Anleger ergeben sich Chancen, aber auch Risiken.

Titelbild zu: El Niño und Iran-Krieg: Agrarrohstoffe vor Preisschocks
Bild: finews.ch

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • El Niño und Iran-Krieg könnten Preise für Agrarrohstoffe stark beeinflussen
  • Besonders betroffen: Zucker, Kaffee und Mais
  • Auswirkungen des El Niño mit zeitlicher Verzögerung zu erwarten
  • Krieg im Nahen Osten verschärft Versorgungslage bei Produktionsmitteln
  • Unternehmen sollten Lieferketten überwachen und Alternativen prüfen

Key Facts

Überblick
Quelle
finews.ch
Veröffentlicht
19.10.2026, 10:00
Rubrik
Märkte
Schwerpunkte
Lieferketten & Beschaffung, Energiekosten & -versorgung
Einschätzung (KI)
NegativRisiko für Lebensmittelindustrie
  1. Ausgangslage

    Die internationalen Agrarmärkte stehen vor einer Phase erheblicher Preisschwankungen. Zwei wichtige Faktoren könnten die Preise für Agrarrohstoffe im nächsten Jahr beeinflussen: ein sich verstärkendes Wetterphänomen El Niño und die Auswirkungen des Krieges im Iran. Besonders betroffen sein dürften Zucker, Kaffee und Mais.

    Die Auswirkungen des El Niño könnten sich mit zeitlicher Verzögerung auf die Ernten auswirken. Der Krieg im Nahen Osten verschärft zusätzlich die Versorgungslage bei wichtigen landwirtschaftlichen Produktionsmitteln.

  2. Hintergrund

    Die NOAA, die US-amerikanische Wetterbehörde, geht von über 90 Prozent Wahrscheinlichkeit aus. Ein sehr starkes El-Niño-Ereignis wird im Herbst und Winter 2026/27 erwartet. Der Wetterdienst Australiens gab bekannt, dass im Niño3.4-Index eine Abweichung von 2,51 Grad Celsius über dem Durchschnitt lag. Mehrere Vorhersagemodelle gehen sogar von Werten aus, die über 3 Grad liegen.

    Der Krieg im Nahen Osten hat nicht nur Transportwege unterbrochen, sondern auch Produktionsanlagen beschädigt oder stillgelegt. Schätzungsweise 31 Ammoniakwerke im Nahen Osten sind direkt betroffen oder vollständig stillgelegt. In Südasien sind 49 weitere Anlagen betroffen. Sie haben Rohstoffengpässe. Deshalb arbeiten sie nur eingeschränkt oder stehen still.

    Die hohen Energiepreise schaffen für die brasilianischen Zuckerrohrmühlen einen Anreiz, mehr Rohstoff für die Ethanolproduktion und weniger für die Zuckerherstellung einzusetzen. Dies könnte die Zuckerproduktion zusätzlich belasten. Die Lagerbestände bei Kakao haben sich nach dem Preisschock der vergangenen Jahre deutlich erholt, was die Situation etwas entspannt.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Preisschwankungen auf den internationalen Märkten könnten sich direkt auf die Preise im Inland auswirken.

    Dies könnte sich auf die Produktionskosten und die Preise für Endverbraucher auswirken.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Dies könnte die Produktionskosten erhöhen und die Preise für Endverbraucher beeinflussen. Unternehmen sollten ihre Lieferketten überwachen und mögliche Alternativen prüfen.

    Dies könnte sich auf die Produktionskosten und die Preise für Endverbraucher auswirken.

  5. Ausblick

    Die internationalen Agrarmärkte stehen vor einer Phase erheblicher Preisschwankungen. Unternehmen sollten ihre Lieferketten überwachen und mögliche Alternativen prüfen. Die hohen Düngemittelkosten und die verzögerte Wirkung des El Niño auf die Ernten könnten die Preise für Agrarrohstoffe langfristig erhöhen.

    Die Wiederherstellung der Produktionskapazitäten im Nahen Osten dürfte mehrere Jahre dauern. Damit würden die Düngemittelkosten auch dann höher bleiben, wenn sich die geopolitische Lage wieder beruhigt.

  6. Einordnung

    Die internationalen Agrarmärkte sind stark von externen Faktoren wie Wetterphänomenen und geopolitischen Konflikten abhängig. Diese Faktoren können die Preise für Agrarrohstoffe erheblich beeinflussen und somit die Produktionskosten und Preise für Endverbraucher erhöhen.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU, insbesondere in der Lebensmittelindustrie und im Gastgewerbe, könnten sich die Preisschwankungen bei Agrarrohstoffen direkt auf die Produktionskosten und Preise für Endverbraucher auswirken. Unternehmen sollten ihre Lieferketten überwachen und mögliche Alternativen prüfen.

Zahlen

Wahrscheinlichkeit für starkes El-Niño-Ereignis
über 90 Prozent
Temperaturabweichung im Niño3.4-Index
plus 2,51 Grad Celsius
Betroffene Ammoniakwerke im Nahen Osten
31
Stillgelegte oder eingeschränkte Anlagen in Südasien
49

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Ganzen Artikel bei finews.ch lesen

Originaltitel: El Niño und Iran-Krieg: Agrarrohstoffe drohen zum nächsten Preistreiber zu werden