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Kritische Sicherheitslücke in Solaranlagen: Blackout-Gefahr in Europa

IT-Experten entdeckten eine Schwachstelle in Wechselrichtern chinesischer Solaranlagen. Ein Ausnützen hätte einen grossflächigen Stromausfall in Europa auslösen können.

Titelbild zu: Kritische Sicherheitslücke in Solaranlagen: Blackout-Gefahr in Europa
Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Sicherheitslücke in Sungrow-Wechselrichtern ermöglicht Zugriff auf Stromnetz
  • IT-Experten entdeckten Schwachstelle zufällig
  • Grossflächiger Blackout in Europa wäre möglich gewesen
  • Hersteller Sungrow behebt Lücke innerhalb eines Tages

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
18.10.2026, 07:45
Rubrik
Energie
Schwerpunkte
Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Energiekosten & -versorgung
Einschätzung (KI)
NegativHackerangriff auf Stromnetz
  1. Ausgangslage

    Im August hätten Angreifer mit einfachen Methoden das Stromnetz so stark beeinträchtigen können, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig zusammengebrochen wäre. Diese Lücke ermöglichte Hackern indirekten Zugriff auf das europäische Stromnetz. Ein Ausnützen der Schwachstelle hätte einen grossflächigen Blackout verursachen können.

    Marlon Starkloff, Geschäftsführer der IT-Sicherheitsfirma Jakkaru, und sein Team stiessen bei Routineprüfungen auf die Schwachstelle. Marlon Starkloff, der Geschäftsführer von Jakkaru, gehörte zu den Verantwortlichen. Dies zeigt, wie wichtig regelmässige Sicherheitsüberprüfungen sind.

  2. Hintergrund

    Die betroffenen Wechselrichter sind vor allem in privaten Solaranlagen installiert. In Europa gibt es fast eine halbe Million, in Deutschland sind es 250.000. Hacker hatten eine Sicherheitslücke entdeckt und sich dadurch Zugang zum gesamten System erlangt.

  3. Was das für Unternehmen bedeutet

    Unternehmen, die Solaranlagen nutzen, sollten die Sicherheit ihrer Systeme überprüfen. Besonders wichtig ist es, regelmässig Software-Updates durchzuführen und Sicherheitslücken schnell zu beheben. Auch die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien und die Schulung der Mitarbeiter sind entscheidend.

  4. Betroffene Branchen und Berufe

    Die Sicherheitslücke in den Wechselrichtern von Sungrow betrifft nicht nur die Energiebranche, sondern auch andere Sektoren, die auf Solaranlagen angewiesen sind. Dazu gehören beispielsweise die Landwirtschaft, die Logistik und die Industrie. In diesen Branchen werden Solaranlagen oft zur Eigenstromversorgung genutzt. Ein Ausfall der Anlagen hätte erhebliche Auswirkungen auf die betriebliche Kontinuität.

    Sie müssen sich mit den neuesten Sicherheitsrisiken vertraut machen und Massnahmen ergreifen, um ihre Systeme zu schützen. Die Entdeckung der Sicherheitslücke zeigt, wie wichtig regelmässige Sicherheitsüberprüfungen und die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter sind.

  5. Offene Fragen und Handlungsempfehlungen

    Trotz der schnellen Reaktion des Herstellers Sungrow bleiben einige Fragen offen. Eine weitere Frage betrifft die Einstufung der Wechselrichter als kritische Infrastruktur. Das Gesetz betrachtet sie bisher nicht als einen einheitlichen Verbund. Künftig könnte sich das ändern, wenn die EU-Richtlinie für Cybersicherheit in nationales Recht überführt wird. Das Gesetz sieht sie bisher nicht als Gesamtverbund. Künftig könnte sich das ändern, wenn die EU-Richtlinie für Cybersicherheit in nationales Recht überführt wird.

  6. Ausblick

    Die EU plant, die Cybersicherheitsrichtlinie zu verschärfen. Künftig könnten auch Wechselrichter als kritische Infrastruktur eingestuft werden. Dies würde strengere Sicherheitsvorschriften zur Folge haben.

  7. Einordnung

    Die Entdeckung der Sicherheitslücke zeigt, wie verwundbar kritische Infrastrukturen gegen Cyberangriffe sind. Besonders problematisch ist, dass viele Geräte nicht als kritisch eingestuft werden und daher nicht den strengeren Sicherheitsvorschriften unterliegen.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre IT-Sicherheit überprüfen und verbessern müssen. Besonders wichtig ist es, regelmässig Software-Updates durchzuführen und Sicherheitslücken schnell zu beheben.

Zahlen

Wechselrichter in Deutschland
250.000
Spitzenleistung in Deutschland
8 Gigawatt
Spitzenleistung in Europa
18 Gigawatt

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Ein Klick bis zum Blackout: Wie deutsche IT-Experten eine riesige Sicherheitslücke fanden