Wiener Start-up DropForce Systems erhält Investition für tragbare Drohnenproduktion
Das österreichische Unternehmen DropForce Systems hat eine Investition erhalten, um seine innovative Idee voranzutreiben: Drohnen direkt vor Ort zu produzieren statt sie zentral herzustellen. Das Start-up hat ein System entwickelt, das die Produktion von Drohnen in einem Koffer ermöglicht.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- DropForce Systems entwickelt tragbare Produktionszellen für Drohnen.
- Investition von BarnVentures und LNX GmbH in sechsstelliger Höhe.
- STURM 01 kann in 10 bis 15 Minuten zusammengebaut werden.
- Anwendungen reichen von Katastrophenhilfe bis hin zu militärischen Einsätzen.
- Langfristige Pläne umfassen grössere Produktionszellen in Fahrzeugen oder Containern.
Key Facts
Überblick- Quelle
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- Veröffentlicht
- 13.10.2026, 11:55
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Digitalisierung & Verwaltung, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- PositivWiener Startup entwickelt druckbare Drohnen
Konzept
DropForce Systems hat ein System entwickelt, das die Produktion von Drohnen revolutionieren soll. Das Herzstück des Konzepts ist der STURM 01, eine Drohne, die ohne Löten zusammengebaut werden kann. Das Unternehmen hat zudem eine mobile Produktionszelle entwickelt, die in einen Transportkoffer passt. Diese Zelle enthält einen 3D-Drucker, eine Stromversorgung und Werkzeuge, die von einer Person bedient werden können.
Die mobile Produktionszelle von DropForce Systems ist darauf ausgelegt, die Produktion von Drohnen zu dezentralisieren. Dies könnte besonders in abgelegenen Gebieten oder bei Einsätzen in Katastrophengebieten von Vorteil sein, wo herkömmliche Lieferketten unterbrochen sein könnten.
Investition
BarnVentures hat mit einer 20-prozentigen Beteiligung investiert. Zusammen mit LNX GmbH haben die Business Angels eine solide sechsstellige Summe in das Start-up investiert. BarnVentures wird von Filip Zganjer und Florian Bauer geleitet, die sowohl Kapital als auch unternehmerische Erfahrung und Netzwerke in das Unternehmen einbringen. Bislang hatten die Gründer die Entwicklung aus eigener Tasche finanziert.
BarnVentures und LNX GmbH bringen neben Kapital auch unternehmerische Erfahrung und ihre Netzwerke in das Unternehmen ein. Dies könnte DropForce Systems helfen, schneller zu wachsen und sich im Markt zu etablieren.
Technologie
Der STURM 01 ist ein modularer FPV-Quadcopter. Die zentrale Leiterplatte dient gleichzeitig als tragendes Strukturteil. Die Elektronik wird eingesteckt, die mechanischen Teile verschraubt und die restlichen Strukturteile werden mit einem 3D-Drucker hergestellt. Der Zusammenbau dauert je nach Erfahrung 10 bis 15 Minuten. Ein 3D-Drucker benötigt etwa 20 Minuten, um die Teile für eine Drohne zu drucken. In kontinuierlichem Betrieb kann ein Drucker die Teile für mehr als 70 Drohnen pro Tag produzieren.
Der STURM 01 ist so konzipiert, dass er ohne Löten zusammengebaut werden kann, was den Produktionsprozess vereinfacht und beschleunigt. Dies könnte die Produktionskosten senken und die Effizienz erhöhen.
Anwendungen
DropForce sieht vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für seine Drohnen, sowohl im zivilen als auch im institutionellen Bereich. Zu den zivilen Anwendungen gehören Katastrophenhilfe, Suche und Rettung, Schutz kritischer Infrastruktur und Training. Institutionelle Kunden könnten Streitkräfte, Rettungsdienste und Betreiber kritischer Infrastruktur sein.
DropForce sieht vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für seine Drohnen, sowohl im zivilen als auch im institutionellen Bereich. Dies zeigt die Vielseitigkeit der Technologie und das Potenzial für unterschiedliche Märkte.
Zukunftspläne
Langfristig plant DropForce grössere Produktionszellen mit mehreren Druckern in Fahrzeugen oder Containern. Das Unternehmen möchte mit dem Verkauf fertiger Drohnen und Produktionszellen Geld verdienen, vor allem aber mit der laufenden Lieferung von Bausätzen, Komponenten und Missionsmodulen. Aktuell sucht das Start-up Pilotkunden, um das System zu testen.
Langfristig plant DropForce grössere Produktionszellen mit mehreren Druckern in Fahrzeugen oder Containern. Dies könnte die Produktionskapazität erheblich erhöhen und die Technologie noch flexibler machen.
Herausforderungen
Trotz der innovativen Technologie gibt es noch einige Herausforderungen. So sind seltene Erden, insbesondere Magnete, stark von China abhängig. Das Unternehmen strebt an, möglichst viele Komponenten in Europa herzustellen, beschreibt die Drohne aber noch nicht als vollständig europäisch. Das Unternehmen strebt an, möglichst viele Komponenten in Europa herzustellen, beschreibt die Drohne aber noch nicht als vollständig europäisch.
Marktumfeld
DropForce operiert in einem Markt, der derzeit viel Aufmerksamkeit und Investitionen erhält. Europäische Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie-Start-ups verzeichnen ein Rekordfundingjahr von etwa 10,5 Milliarden US-Dollar. Europäische Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie-Start-ups verzeichnen ein Rekordfundingjahr von etwa 10,5 Milliarden US-Dollar. DropForce sieht sich jedoch nicht als direkter Konkurrent zu grösseren Unternehmen, sondern fokussiert sich auf die Frage, wie und wo Drohnen gebaut werden.
Einordnung
Die Idee, Drohnen dezentral und vor Ort zu produzieren, könnte die Logistik und Verfügbarkeit dieser Technologie erheblich verbessern. Besonders in abgelegenen Gebieten oder bei Katastropheneinsätzen könnte dies einen grossen Vorteil darstellen. Besonders in abgelegenen Gebieten oder bei Katastropheneinsätzen könnte dies einen grossen Vorteil darstellen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU könnte diese Technologie interessant sein, wenn sie in Bereichen wie Katastrophenmanagement oder Infrastrukturüberwachung tätig sind. Die Möglichkeit, Drohnen vor Ort zu produzieren, könnte die Reaktionszeit und Flexibilität erhöhen. Die Möglichkeit, Drohnen vor Ort zu produzieren, könnte die Reaktionszeit und Flexibilität erhöhen.
Zahlen
- Investitionssumme
- sechsstelliger Betrag
- Produktionskapazität
- mehr als 70 Drohnen pro Tag
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- FPV-Quadcopter
- Eine Drohne mit vier Rotoren, die für First-Person-View-Flüge ausgelegt ist.
- 3D-Drucker
- Ein Gerät, das dreidimensionale Objekte durch schichtweises Auftragen von Material herstellt.
- Missionsmodule
- Zusätzliche Komponenten, die spezifische Funktionen für bestimmte Einsätze hinzufügen.
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Originaltitel: DropForce, a Vienna Start-Up Building Drones in a Suitcase, Lands Investment
