Schweizer Blockchain-Standort: Von Regeln zu Geschäften
Die Schweiz liegt im internationalen Blockchain-Wettbewerb nur noch auf Rang sechs. Ein Bericht zeigt, dass der Standort zwar solide Grundlagen hat, aber an der Umsetzung internationaler Geschäftsmodelle scheitert.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Schweiz liegt im internationalen Blockchain-Wettbewerb auf Rang sechs.
- Der Standort verfügt über solide Grundlagen, scheitert aber an der Umsetzung internationaler Geschäftsmodelle.
- Die Finma hat ihre Strategie angepasst, um Innovation zu fördern.
- Lange und wenig berechenbare Verfahren hemmen die Entwicklung.
- Die Verantwortung liegt bei Aufsicht, Politik, Banken und Unternehmen.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Die Schweiz verfügt über solide Grundlagen für Blockchain.
- −Der Standort scheitert an der Umsetzung internationaler Geschäftsmodelle.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 06.11.2026, 14:56
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Digitalisierung & Verwaltung, Neue Vorschriften & Compliance, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- PositivHandlungsaufforderung für KMU
Ausgangslage
Die Schweiz verliert im internationalen Vergleich an Boden, wenn es um digitale Finanzmärkte geht. Ein neuer Bericht der Swiss Blockchain Federation und ein Beitrag von finews.ch zeigen, dass der Standort zwar über solide Grundlagen verfügt, aber zu selten skalierbare, internationale Geschäftsmodelle entwickelt.
Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren als führender Standort für Blockchain-Technologie etabliert. Doch der aktuelle Bericht zeigt, dass dieser Status nicht selbstverständlich ist. Die Schweiz muss sich bewusst machen, dass sie im internationalen Wettbewerb nicht mehr automatisch an der Spitze steht.
Hintergrund
Der Bericht bewertet verschiedene Faktoren wie Umsetzungstempo, Marktgrösse und Liquidität, AI × Blockchain sowie Talent. Die Schweiz schneidet besonders gut ab bei DLT-Infrastruktur, regulatorischer Klarheit und rechtlicher Finalität. Dennoch reicht das nicht aus, um in der Spitzengruppe zu bleiben.
Die Bewertung des Berichts basiert auf einer Sensitivitätsanalyse, die zeigt, dass die Schweiz je nach Gewichtung der Faktoren zwischen Rang vier und acht liegt. Dies deutet darauf hin, dass der Standort zwar stark ist, aber nicht in allen Bereichen gleich gut abschneidet.
Was das bedeutet
Die Schweiz zählt weiterhin zur erweiterten Spitzengruppe, ist jedoch nicht mehr unangefochten unter den ersten drei. Der Bericht zeigt, dass der Standort über Bausteine verfügt, die sich anderswo nicht rasch kopieren lassen. Allerdings fehlt es an der kommerziellen Nutzung dieser Stärken.
Die Schweiz hat eine Lücke bei der Umsetzung, die sich in der Anwendung regulatorischer Stärke zeigt. Diese Lücke betrifft skalierbare Anwendungen und internationale Geschäfte. Dies bedeutet, dass der Standort zwar über solide Grundlagen verfügt, aber diese nicht ausreichend nutzt, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.
Ausblick
Die Finma hat ihre Strategie bereits angepasst und Innovation zum Querschnittsprinzip gemacht. Dennoch kritisieren Experten lange und wenig berechenbare Verfahren. Die Verantwortung liegt jedoch nicht allein bei der Aufsicht, sondern auch bei der Politik, Banken und Unternehmen.
Dazu passt
Zahlen
- Rang
- 6
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Originaltitel: Der Schweizer Blockchain-Standort braucht weniger Lamento und mehr Geschäft



