Kritische PHP-Sicherheitslücken gefährden Millionen Webseiten weltweit
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stuft die Bedrohung durch zwei Schwachstellen in PHP als ausserordentlich hoch ein. Betreiber von Webseiten müssen dringend handeln, um ihre Systeme zu schützen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Das BSI stuft die Bedrohung durch PHP-Sicherheitslücken als ausserordentlich hoch ein.
- Zwei kritische Schwachstellen ermöglichen Angreifern, Server zu übernehmen.
- PHP wird von etwa 70 Prozent der Websites genutzt.
- Unternehmen müssen dringend Updates installieren oder Systeme vorübergehend abschalten.
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 17:07
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
- Quellen
- 3 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- NegativK24,K27 | Serverübernahme möglich
Ausgangslage
Das BSI hat die Warnstufe «3 / Orange» ausgerufen, was auf eine massive Beeinträchtigung des Regelbetriebs hindeutet. Die beiden kritischen Schwachstellen, bekannt als «PHP2Shell», ermöglichen es Angreifern, Schadcode auszuführen und Server zu übernehmen. Die IT-Branche steht unter erheblichem Zeitdruck, da automatisierte Angriffe befürchtet werden.
Die Warnung des BSI betont, dass die Sicherheitslücken in PHP eine unmittelbare Bedrohung darstellen. Die Lücken ermöglichen es Angreifern, Server zu übernehmen und sensible Daten abzugreifen. Die Dringlichkeit der Situation wird durch die Empfehlung des BSI unterstrichen, Systeme vorübergehend vom Internet zu trennen, falls Updates nicht kurzfristig installiert werden können.
Hintergrund
Die Sicherheitslücken betreffen PHP, eine weit verbreitete Programmiersprache für Webseiten. PHP wird von etwa 70 Prozent der Websites genutzt, die dies nachweisen lassen. Bekannte Anwendungen wie WordPress, Drupal und Joomla basieren auf PHP. Die Lücken liegen in der Programmiersprache selbst und nicht in den darauf aufbauenden Anwendungen.
Die Sicherheitslücken in PHP sind besonders besorgniserregend, da sie es Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auszuführen. Dies stellt eine erhebliche Bedrohung für die IT-Infrastruktur von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen dar. Die Lücken betreffen die Kernfunktionen von PHP und können weitreichende Auswirkungen haben.
Einordnung für die Schweiz
In der Schweiz haben bereits mehrere Kommunen, Universitäten und Spitäler ihre Webauftritte vorsorglich abgeschaltet. Diese Massnahme dient dem Schutz der internen Systeme, während die externen Webseiten vorübergehend nicht verfügbar sind. Das BSI empfiehlt dringend, die betroffenen Systeme zu patchen oder vorübergehend vom Internet zu trennen.
Die vorübergehende Abschaltung von Webauftritten dient dem Schutz der internen Systeme. Behörden sind weiterhin per Telefon und E-Mail kontaktierbar, und Verabredungen werden wie geplant durchgeführt. Diese Massnahmen zeigen, wie ernst die Lage eingeschätzt wird und wie wichtig es ist, die Systeme zu schützen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Unternehmen, die PHP-basierte Webseiten betreiben, müssen sofort handeln. Die Entwickler von PHP haben ein Update (PHP 8.5.12) veröffentlicht, das die Lücken behebt. Betreiber sollten dieses Update unverzüglich installieren, um ihre Systeme zu schützen. Für normale Endnutzer besteht kein Handlungsbedarf, allerdings können temporäre Dienstausfälle auftreten.
Die vorübergehende Abschaltung von Webauftritten könnte notwendig sein, um die Systeme zu schützen. Es ist wichtig, dass Unternehmen die Dringlichkeit der Situation erkennen und entsprechend handeln.
Ausblick
Die IT-Sicherheitsbranche steht vor einer grossen Herausforderung. Drei Viertel aller Server nutzen veraltete Versionen, für die kein offizieller Fix vorliegt. Deshalb sind sie aktuell ungeschützt. Es ist zu erwarten, dass Angreifer diese Lücken schnell ausnutzen werden. Unternehmen müssen wachsam bleiben und ihre Systeme kontinuierlich überwachen.
Die Entwickler von PHP haben ein Update veröffentlicht, das die Lücken behebt. Es ist jedoch wichtig, dass Unternehmen dieses Update so schnell wie möglich installieren, um ihre Systeme zu schützen. Die IT-Sicherheitsbranche muss weiterhin wachsam bleiben und neue Bedrohungen frühzeitig erkennen und bekämpfen.
Einordnung
Die Sicherheitslücken in PHP sind besonders besorgniserregend, da sie es Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auszuführen. Dies stellt eine erhebliche Bedrohung für die IT-Infrastruktur von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen dar.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Webseiten und Server sofort auf den neuesten Stand bringen müssen. Eine vorübergehende Abschaltung der Webauftritte könnte notwendig sein, um die Systeme zu schützen. Unternehmen sollten ihre IT-Sicherheitsmassnahmen überprüfen und sicherstellen, dass sie auf solche Bedrohungen vorbereitet sind.
Zahlen
- Warnstufe
- 3 / Orange
- PHP-Nutzung
- 70 Prozent der Websites
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Originaltitel: Cybersicherheit – Gravierende PHP-Sicherheitslücke bedroht Millionen Webseiten



