Cybersecurity-Ausgaben in der Schweiz steigen deutlich an
Im dritten Quartal 2026 verzeichnete die Schweiz einen Anstieg der Cybersecurity-Ausgaben um 20,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was auf eine Verschiebung der Investitionsschwerpunkte der Unternehmen hinweist.

Das Wichtigste in Kürze
- Cybersecurity-Ausgaben in der Schweiz stiegen um 20,1 Prozent.
- Compliance und Zugangskontrollen wachsen stärker als Netzwerk-Security.
- Schweiz liegt über dem DACH-Durchschnitt von 7,4 Prozent.
- Unternehmen investieren vermehrt in präventive Massnahmen.
- Distributoren und Reseller müssen ihre Angebote anpassen.
Key Facts
- Quelle
- it-markt.ch
- Veröffentlicht
- 13.10.2026, 13:55
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- Positiv – höhere Investitionen in Sicherheit
Ausgangslage
Dieser Anstieg ist deutlich höher als in den Nachbarländern Deutschland und Österreich. Marktforscher Context führt diese Entwicklung auf veränderte Investitionsschwerpunkte der Unternehmen zurück.
Unternehmen weltweit reagieren auf die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe und die wachsende Komplexität der IT-Infrastrukturen.
Hintergrund
Die Ausgaben stiegen insbesondere in den Bereichen Compliance, Schulungen der Mitarbeiter und Zugangskontrollen zu internen Systemen. Weltweit verzeichneten diese Bereiche ein Wachstum von 75,9 Prozent bzw. 33,7 Prozent. Der Markt für Netzwerk-Security wuchs dagegen nur um 5 Prozent. Diese Verschiebung zeigt, dass Unternehmen vermehrt in präventive Massnahmen investieren.
Unternehmen sind verpflichtet, den sicheren Umgang mit ihren Systemen nachzuweisen. Dies erfordert nicht nur technische Lösungen, sondern auch organisatorische Massnahmen.
Einordnung für die Schweiz
Mit einem Wachstum von 20,1 Prozent liegt die Schweiz deutlich über dem DACH-Durchschnitt von 7,4 Prozent. Deutschland verzeichnete ein Wachstum von 7,1 Prozent, während Österreich rückläufige Tendenzen aufweist. Die hohen Ausgaben des öffentlichen Sektors im Vorjahr belasten den Vergleich in Österreich.
Was das für Unternehmen bedeutet
Dies erfordert nicht nur finanzielle Investitionen, sondern auch eine strategische Neuausrichtung. Distributoren und Reseller sollten ihre Angebote an die veränderten Bedürfnisse anpassen.
Chancen und Risiken
Eine unüberlegte Investition in Cybersicherheit kann zu unnötigen Kosten führen, ohne die Sicherheit des Unternehmens wesentlich zu verbessern. Zudem können sich Unternehmen auf bestimmte Sicherheitslösungen spezialisieren, was zu Abhängigkeiten führen kann.
Betroffene Branchen und Berufe
Die steigenden Ausgaben für Cybersicherheit betreffen nicht nur die IT-Branche, sondern auch andere Sektoren. Besonders betroffen sind Branchen mit sensiblen Daten, wie das Gesundheitswesen, die Finanzindustrie und der öffentliche Sektor. Diese Branchen müssen besonders hohe Sicherheitsstandards einhalten, um ihre Daten zu schützen.
Auch die Berufswelt verändert sich durch die steigenden Investitionen in Cybersicherheit. Es gibt einen wachsenden Bedarf an Fachkräften, die sich mit Cybersicherheit auskennen. Dies betrifft nicht nur IT-Spezialisten, sondern auch andere Berufe, die mit sensiblen Daten arbeiten. Unternehmen müssen ihre Mitarbeitenden entsprechend schulen, um die Sicherheit ihrer Systeme zu gewährleisten.
Ausblick
Die Investitionen in Cybersicherheit werden voraussichtlich weiter steigen. Besonders autonomer KI-Systeme könnten aufgrund von EU-Vorgaben an Bedeutung gewinnen. Unternehmen sollten sich auf diese Entwicklungen vorbereiten und ihre Sicherheitsstrategien kontinuierlich überprüfen.
Zahlen
- Wachstum Cybersecurity-Ausgaben Schweiz
- 20,1 Prozent
- Wachstum Compliance und Zugangsmanagement
- 75,9 Prozent bzw. 33,7 Prozent
- Wachstum Netzwerk-Security
- 5 Prozent
- Wachstum DACH-Raum
- 7,4 Prozent
Einordnung
Die steigenden Ausgaben für Cybersicherheit sind Teil eines globalen Trends. Unternehmen reagieren auf zunehmende Cyberbedrohungen und gesetzliche Vorgaben. Die Verschiebung der Investitionsschwerpunkte zeigt, dass präventive Massnahmen an Bedeutung gewinnen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Cybersicherheitsstrategien überprüfen müssen. Investitionen in Compliance, Schulungen und Zugangskontrollen sind notwendig, um sich vor Cyberangriffen zu schützen. Distributoren und Reseller sollten ihre Angebote an die veränderten Bedürfnisse anpassen.
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Warum steigen die Cybersecurity-Ausgaben in der Schweiz stärker als in Deutschland und Österreich?
Die Schweiz verzeichnet ein stärkeres Wachstum, da die Ausgaben des öffentlichen Sektors im Vorjahr in Österreich den Vergleich belasten.
Welche Bereiche wachsen am stärksten?
Compliance, Awareness und Trainingsprodukte sowie Identitäts- und Zugangsmanagement wachsen am stärksten.
Was bedeutet das für Distributoren und Reseller?
Sie müssen ihre Angebote an die erhöhte Nachfrage für Compliance und Zugangskontrollen anpassen.
Begriffe
- Compliance
- Einhaltung von gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben.
- Netzwerk-Security
- Schutz von Netzwerken vor Cyberangriffen.
- Identitäts- und Zugangsmanagement
- Verwaltung von Benutzerzugriffen und -identitäten.
Auch berichtet von
Originaltitel: Cybersecurity-Ausgaben in der Schweiz steigen um 20 Prozent



