UBS präsentiert Quartalszahlen: Eigenkapitaldebatte belastet Aktienkurs
Die UBS plant, am kommenden Mittwoch die Quartalszahlen für das dritte Quartal 2026 zu präsentieren. Parallel dazu diskutiert der Nationalrat über strengere Eigenkapitalvorschriften, was die Bank kritisiert.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die UBS erwartet für das dritte Quartal 2026 solide Zahlen.
- Der Nationalrat diskutiert über strengere Eigenkapitalvorschriften.
- Die UBS-Aktie hat in den letzten Monaten stark an Wert verloren.
- Experten bewerten einen Wegzug oder eine Fusion als wenig attraktiv.
- Die Integration der Credit Suisse schreitet voran.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 26.10.2026, 10:54
- Rubrik
- Märkte
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- PositivBankenbilanz
Quartalszahlen im Fokus
Die UBS wird am kommenden Mittwoch die Quartalszahlen für das dritte Quartal 2026 vorlegen. Gemäss einer von der UBS erstellten Einschätzung erwarten Fachleute einen Zuwachs des Reingewinns um 9,1 Prozent, was 2,71 Milliarden Dollar entspricht. Der Vorsteuergewinn soll voraussichtlich um 24 Prozent ansteigen und 3,52 Milliarden Dollar erreichen. Gleichzeitig könnten die Einnahmen um 6,0 Prozent wachsen und 12,93 Milliarden Dollar betragen.
Besonders im Global Wealth Management wird mit einem deutlichen Anstieg der laufenden Gebühren und im Trading gerechnet. Der Bereich Personal & Corporate könnte jedoch etwas verhaltener abschneiden. Die UBS hatte im Juli bereits bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen einen vorsichtigen Ausblick gegeben, wobei der Konflikt im Nahen Osten und die volatilen Energiepreise als Risikofaktoren genannt wurden.
Die UBS hat im Juli bereits bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen einen vorsichtigen Ausblick gegeben. Das Management verwies auf den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten und die schwankenden Energiepreise als Risikofaktoren. Gleichzeitig wurde die Kundenaktivität als «gesund» beschrieben. Der Vorsteuergewinn wird voraussichtlich um 24 Prozent auf 3,52 Milliarden Dollar steigen.
Politische Diskussionen um Eigenkapital
Parallel zu den Quartalszahlen wird die Debatte um die Neuordnung der Eigenkapitalvorschriften im Nationalrat fortgesetzt. Die UBS hat den Vorschlag des Ständerats kritisiert. Dieser betrifft die Unterlegung von Auslandtöchtern. Sie soll künftig mit 90 Prozent hartem Eigenkapital erfolgen. Die UBS bezeichnet dies als exzessiv.
Die Diskussionen haben auch Auswirkungen auf den Aktienkurs der UBS. Seit dem Höchststand von rund 45 Franken pro Aktie Anfang September ist der Kurs auf aktuell rund 38,50 Franken gefallen, was einem Minus von etwa 14 Prozent entspricht. Die anhaltende Unsicherheit über die regulatorischen Anforderungen belastet die Marktstimmung.
Auswirkungen auf die UBS-Strategie
ZKB-Analysten bewerten diese Optionen jedoch als wenig attraktiv. Ein Wegzug würde einige Jahre in Anspruch nehmen, bevor die gewünschten Ergebnisse sichtbar würden.
Eine Fusion mit einer anderen globalen Bank wäre ebenfalls komplex und kostspielig. Die Integration und Umstrukturierung würden Zeit brauchen und die Geduld der Aktionäre auf die Probe stellen. Die UBS hat jedoch betont, dass die Integration der übernommenen Credit Suisse auf der Zielgeraden sei und der laufende Stellenabbau fortgesetzt werde.
Einordnung für die Schweiz
Die Diskussion um die Eigenkapitalvorschriften ist Teil einer breiteren Debatte über die Regulierung des Finanzsektors in der Schweiz. Die UBS ist die einzige verbleibende Grossbank des Landes. Die politischen Diskussionen könnten langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Banken beeinflussen.
Bedeutung für KMU
Für Schweizer KMU könnte die Unsicherheit um die Eigenkapitalvorschriften und die strategischen Entscheidungen der UBS indirekte Auswirkungen haben. Zudem könnte die politische Debatte zu strengeren Regulierungen führen, die den Finanzsektor insgesamt belasten.
Einordnung
Die Diskussion um die Eigenkapitalvorschriften ist Teil einer breiteren Debatte über die Regulierung des Finanzsektors in der Schweiz. Die UBS ist die einzige verbleibende Grossbank des Landes, und ihre strategischen Entscheidungen haben Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Die politischen Diskussionen könnten langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Banken beeinflussen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU könnte die Unsicherheit um die Eigenkapitalvorschriften und die strategischen Entscheidungen der UBS indirekte Auswirkungen haben. Eine schwächere UBS könnte die Kreditvergabe und Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen beeinflussen. Zudem könnte die politische Debatte zu strengeren Regulierungen führen, die den Finanzsektor insgesamt belasten.
Zahlen
- Nettogewinn
- 2,71 Milliarden Dollar (erwartet)
- Vorsteuergewinn
- 3,52 Milliarden Dollar (erwartet)
- Einnahmen
- 12,93 Milliarden Dollar (erwartet)
- Aktienkurs
- 38,50 Franken (aktuell)
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Originaltitel: Ausblick UBS: Solide Zahlen und politisches Stellungsspiel



