Ardo-Tiefkühlwerk in Gross-Enzersdorf wird geschlossen – Politik sucht nach Lösungen
Das Tiefkühlgemüsewerk von Ardo in Gross-Enzersdorf wird geschlossen. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig will nun eine Perspektive für die Betroffenen schaffen. Die Politik kritisiert die Entscheidung des Unternehmens scharf.
Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Ardo-Tiefkühlwerk in Gross-Enzersdorf wird Ende August 2027 geschlossen.
- Politik kritisiert die Entscheidung des Unternehmens scharf.
- Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sucht nach Lösungen für die Betroffenen.
- Ardo begründet die Schliessung mit jährlichen Verlusten von fünf Millionen Euro.
- Gespräche zu Übernahmemöglichkeiten laufen.
Key Facts
Überblick- Quelle
- BIZ24-Recherche
- Recherchiert aus
- noe.orf.at, news.at, oe24.at
- Veröffentlicht
- 12.10.2026, 12:14
- Rubrik
- Märkte
- Schwerpunkte
- Lieferketten & Beschaffung, Export & neue Märkte
- Einschätzung (KI)
- NegativSchliessung von Ardo-Tiefkühlwerk
Ausgangslage
Das Tiefkühlgemüsewerk von Ardo in Gross-Enzersdorf wird Ende August 2027 geschlossen. Ardo lehnte das Hilfsangebot ab. Das Unterstützungsangebot kam von Bund und Land. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig bezeichnete dies als „sehr enttäuschend“. Die Politik sucht nun nach Lösungen für die betroffenen Bauern und Beschäftigten.
Die Schliessung des Ardo-Werks betrifft nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die rund 270 Bauern, die für das Unternehmen produzieren. Die ETG ist eine Erzeugerorganisation, die Tiefkühlgemüse herstellt und für Ardo arbeitet. Sie umfasst verschiedene Mitgliedsbetriebe. Die Politik hat bereits Hilfsangebote unterbreitet, doch Ardo hat diese abgelehnt. Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf kritisierten das Verhalten des Unternehmens scharf.
Die Politik hat bereits Hilfsangebote unterbreitet, doch die Umsetzung dieser Massnahmen wird Zeit brauchen.
Hintergrund
Ardo begründet die Schliessung mit jährlichen Verlusten von fünf Millionen Euro seit 2023. Seit der Übernahme des Werks 2008 hat das Unternehmen rund 50 Millionen Euro in Gross-Enzersdorf investiert. Totschnig hält die Zahlen des Unternehmens für falsch und betont, dass man heimisches Tiefkühlgemüse weiterhin anbieten wolle.
Die Diskussion um die Schliessung des Werks zeigt auch die unterschiedlichen Perspektiven von Politik und Wirtschaft. Während die Politik auf die Bedeutung der heimischen Produktion verweist, argumentiert Ardo mit wirtschaftlichen Zwängen. Diese unterschiedlichen Sichtweisen machen eine Lösung schwierig.
Einordnung für die Schweiz
Die Schliessung des Ardo-Werks zeigt, wie fragil die Lebensmittelproduktion in Europa ist. Auch in der Schweiz gibt es ähnliche Herausforderungen, insbesondere bei der Versorgungssicherheit und der Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten.
Was das für Unternehmen bedeutet
Die Schliessung des Werks hat Auswirkungen auf die Lieferketten der Lebensmittelindustrie. Unternehmen, die auf heimische Produkte angewiesen sind, müssen sich auf mögliche Engpässe einstellen. Gleichzeitig bietet die Situation Chancen für neue Kooperationen und Übernahmen.
Ausblick
Die Politik will weiterhin an einer Lösung arbeiten. Totschnig betonte, dass man alle Stakeholder an einen Tisch holen wolle. Es gebe Gespräche mit verschiedenen Persönlichkeiten zu Übernahmemöglichkeiten. Die Versorgungssicherheit und die heimische Lebensmittelproduktion stehen im Mittelpunkt der Bemühungen.
Die Politik will weiterhin an einer Lösung arbeiten, doch die Zeit drängt. Bis Ende August 2027 müssen konkrete Schritte unternommen werden, um die Arbeitsplätze und die heimische Produktion zu erhalten. Die Gespräche mit verschiedenen Persönlichkeiten zu Übernahmemöglichkeiten sind ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Einordnung
Ähnliche Herausforderungen gibt es auch in der Schweiz, insbesondere bei der Versorgungssicherheit und der Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet die Schliessung des Ardo-Werks, dass sie sich auf mögliche Engpässe in den Lieferketten einstellen müssen. Gleichzeitig bietet die Situation Chancen für neue Kooperationen und Übernahmen.
Zahlen
- Verluste pro Jahr seit 2023
- 5 Millionen Euro
- Investitionen seit 2008
- 50 Millionen Euro
- Beschäftigte
- 190
- Leiharbeiter
- 50
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Wie stark betrifft Sie die Schliessung des Ardo-Werks?
Überhaupt nicht.
Begriffe
- Tiefkühlgemüse
- Gemüse, das tiefgekühlt und haltbar gemacht wird.
- Stakeholder
- Personen oder Gruppen, die von einer Entscheidung betroffen sind oder diese beeinflussen können.
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