Allianz-Studie: Ablenkung im Auto unterschätzt
Die Allianz warnt vor den Gefahren von Ablenkung beim Autofahren. Laut einer Studie sind bis zu 30 Prozent der Unfälle darauf zurückzuführen. Die Digitalisierung im Auto verschärft das Problem.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Allianz-Studie zeigt: Ablenkung verursacht bis zu 30 Prozent der Unfälle
- Digitalisierung in Autos erhöht Risiko durch Ablenkung
- Simulationen zeigen: Ablenkung kann gefährlicher sein als Alkohol am Steuer
- Allianz fordert bessere Unterstützung für Fahrer in gefährlichen Situationen
Key Facts
Überblick- Quelle
- Moneycab
- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 11:05
- Rubrik
- Mobilität
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- NeutralDigitaltechnik erhöht Unfallrisiko
Ausgangslage
Die Allianz hat in einer Studie festgestellt, dass Ablenkung beim Autofahren eine grössere Rolle bei Unfällen spielt als bisher angenommen. Die Unfallforscher des Münchner Konzerns sehen vor allem die zunehmende Digitalisierung in Fahrzeugen als Risikofaktor.
Die Allianz-Studie zeigt, dass Ablenkung beim Autofahren eine grössere Rolle bei Unfällen spielt als bisher angenommen. Besonders besorgniserregend ist, dass die Digitalisierung in Fahrzeugen dieses Risiko noch verstärkt. Die Studie könnte dazu beitragen, die Aufmerksamkeit auf dieses unterschätzte Problem zu lenken und Massnahmen zu fördern, um die Sicherheit im Strassenverkehr zu erhöhen.
Hintergrund
Die Studie basiert auf Computersimulationen und der Auswertung von rund siebzig internationalen Studien. Die Forscher modellierten verschiedene Fahrertypen und untersuchten, wie sich Ablenkung und Alkohol auf das Unfallrisiko auswirken.
Die Studie basiert auf Computersimulationen und der Auswertung von rund siebzig internationalen Studien. Diese Methoden ermöglichen es, das Fahrverhalten in gefährlichen Situationen detailliert zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Ablenkung in vielen Fällen sogar gefährlicher sein kann als Alkohol am Steuer.
Die Unfallforscher der Allianz und das auf kognitive KI spezialisierte Unternehmen Cognibit analysierten mit verschiedenen simulierten Fahrertypen, in welchem Ausmass Ablenkung das Unfallrisiko steigert. Die Simulationen wurden durchgeführt, weil reale Autodaten kaum Aufschluss darüber geben, ob Fahrer abgelenkt waren.
Einordnung für die Schweiz
In der Schweiz könnte die Studie ebenfalls relevant sein, da die Digitalisierung in Fahrzeugen auch hierzulande voranschreitet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Ablenkung ein unterschätztes Risiko darstellt.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen, die Fahrzeuge nutzen, könnte die Studie ein Anlass sein, die Sicherheit ihrer Fahrer zu überprüfen. Besonders im gewerblichen Verkehr könnte Ablenkung ein relevantes Risiko darstellen.
Die Studie könnte Unternehmen dazu anregen, Schulungen für ihre Fahrer anzubieten, um das Bewusstsein für die Gefahren von Ablenkung zu schärfen. Zudem könnten Unternehmen darüber nachdenken, Fahrzeuge mit weniger digitalen Ablenkungsquellen auszustatten.
Betroffene Branchen und Berufe
Die Ergebnisse der Allianz-Studie betreffen insbesondere Berufe und Branchen, in denen Fahrzeuge eine zentrale Rolle spielen. Dazu gehören nicht nur Berufschauffeure, sondern auch Lieferdienste, Handwerker und andere Gewerbetreibende, die regelmässig im Strassenverkehr unterwegs sind.
Besonders betroffen sind Berufsgruppen, die unter Zeitdruck stehen und häufig auf digitale Assistenzsysteme angewiesen sind. Die Studie zeigt, dass gerade in solchen Situationen die Ablenkung durch Touchscreens und andere digitale Elemente ein erhöhtes Risiko darstellt. Dies könnte zu einer verstärkten Diskussion über die Ausgestaltung von Fahrzeugen in diesen Berufen führen.
Offene Fragen und Handlungsempfehlungen
Die Studie der Allianz wirft auch einige offene Fragen auf, die weiter untersucht werden müssen. Zum Beispiel ist unklar, wie sich die zunehmende Automatisierung von Fahrzeugen auf das Ablenkungsrisiko auswirkt. Zudem bleibt abzuwarten, wie Hersteller auf die Ergebnisse reagieren und ob sie ihre Fahrzeuge entsprechend anpassen werden.
Ausblick
Die Allianz verlangt, dass Fahrzeuge Lenker in riskanten Momenten aktiv helfen, ihre Konzentration erneut ganz auf den Strassenverkehr zu lenken, zum Beispiel durch eine umgehende Alarmierung und eine Blockierung der Touchscreen-Bedienung. Dies könnte durch Warnsysteme und eine bessere Bedienbarkeit von Sicherheitsfunktionen erreicht werden.
Einordnung
Ablenkung im Strassenverkehr ist ein bekanntes Problem, das durch die zunehmende Digitalisierung in Fahrzeugen noch verschärft wird. Die Studie der Allianz zeigt, dass das Risiko höher ist als bisher angenommen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU, die Fahrzeuge im Betrieb nutzen, könnte die Studie ein Anlass sein, die Sicherheit ihrer Fahrer zu überprüfen. Besonders im gewerblichen Verkehr könnte Ablenkung ein relevantes Risiko darstellen.
Zahlen
- Prozent der Unfälle durch Ablenkung
- 30
- Prozent der Autofahrer, die physische Schalter bevorzugen
- 70
- Prozent der Autofahrer, die Digitalisierung als Risiko sehen
- 77
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- Kognitive AI
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Originaltitel: Allianz: Ablenkung im Auto viel grössere Gefahr als gedacht


