James-Webb-Teleskop enthüllt Ursprung eines interstellaren Kometen
Das James-Webb-Teleskop hat neue Erkenntnisse über den interstellaren Kometen 3I/Atlas geliefert. Die Analyse der Methan-Signatur deutet auf eine Entstehung in einer extrem kalten Umgebung um einen anderen Stern hin.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Das Teleskop stellte ein Deuterium-Wasserstoff-Verhältnis (D/H-Verhältnis) von etwa 3,2 Prozent im Methan fest.
- Es ist etwa 13-mal so hoch wie bei dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, der wahrscheinlich aus unserem Sonnensystem stammt.
- Die Methan-Signatur von 3I/Atlas ist ungewöhnlich reich an schwerem Wasserstoff, was darauf hindeutet, dass die gefrorenen Bestandteile des Kometen in einer extrem kalten Umgebung um einen anderen Stern, oder in der Wolke, die diesem Stern vorausgegangen war, entstanden sind.
- Das Teleskop beobachtete 3I/Atlas am 22. und 23. Dezember 2025.
- Die Ergebnisse bieten seltene Einblicke in die frühe Chemie eines anderen Planetensystems.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- −+ Für die Schweizer Forschung könnte die Analyse interstellarer Objekte neue Erkenntnisse bringen.
- −- Die Schweiz ist nicht direkt in die Mission des James-Webb-Teleskops eingebunden.
Key Facts
Überblick- Quelle
- t3n
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 16:55
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Künstliche Intelligenz, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- NeutralWissenschaftliche Forschung
Neue Erkenntnisse
Das James-Webb-Weltraumteleskop hat entscheidende Hinweise auf den Entstehungsort des interstellaren Kometen 3I/Atlas geliefert. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Nathan Roth an der American University in den USA gelangte zu dieser Erkenntnis. Dieses Verhältnis ist etwa 13-mal höher als bei dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, der vermutlich aus unserem Sonnensystem stammt.
Wissenschaftliche Bedeutung
Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift Nature Astronomy erschienen sind, ermöglichen Forscherinnen und Forschern die seltene Chance, die frühe Chemie eines fremden Planetensystems zu erforschen.
Die Ergebnisse der Studie bieten einen einzigartigen Einblick in die chemische Zusammensetzung von Objekten ausserhalb unseres Sonnensystems. Dies könnte helfen, die Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen besser zu verstehen und möglicherweise neue Theorien über die Entstehung des Lebens zu entwickeln.
Technische Details
Das James-Webb-Teleskop beobachtete den Kometen 3I/Atlas am 22. und 23. Dezember 2025. Im Dezember 2025, als sich der Komet in einer Entfernung von rund 2,4 Erdentfernungen von der Sonne befand. Das Teleskop analysierte dabei das Infrarotlicht aus der Koma. Diese Gaswolke umgibt den eisigen Kern des Kometen. Im Methan wurde ein Verhältnis von Deuterium zu Wasserstoff von rund 3,2 Prozent entdeckt.
Das James-Webb-Teleskop ist speziell dafür ausgelegt, Infrarotlicht zu erfassen, was es ideal für die Untersuchung von Objekten wie Kometen macht. Die Beobachtungen von 3I/Atlas fanden über einen Zeitraum von zwei Tagen statt, was eine detaillierte Analyse der chemischen Zusammensetzung ermöglichte.
Vergleich mit anderen Kometen
Das D/H-Verhältnis im Methan des 3I/Atlas ist höher als alle anderen Messwerte für Methan im Sonnensystem.
Der Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko wurde bereits von der Rosetta-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) untersucht. Die Vergleichbarkeit der Daten von 3I/Atlas und 67P ermöglicht es den Wissenschaftlern, Rückschlüsse auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen interstellaren und innerstellaren Kometen zu ziehen.
Theorien zur Entstehung
Forscher und Forscherinnen nehmen an, dass das Methan in 3I/Atlas eventuell erst zu einem späteren Zeitpunkt entstanden sein könnte. Dies wäre dann in einer Phase gewesen, in der die chemische Umgebung genügend Zeit hatte, um den schweren Wasserstoff zu konzentrieren. Die Theorie besagt, dass 3I/Atlas in einer kalten Wolke oder nahe eines jungen Sterns entstanden sein könnte.
Diese Region weist vermutlich wenig Elemente auf, die schwerer als Helium sind. Zudem herrscht dort eine starke kosmische Strahlung. Die Ergebnisse stützen diese Annahme.
Die hohe Konzentration an schwerem Wasserstoff in 3I/Atlas könnte darauf hindeuten, dass der Komet in einer Umgebung mit extrem niedrigen Temperaturen entstanden ist. Solche Bedingungen sind typisch für die frühen Phasen der Sternentstehung, was die Hypothese unterstützt, dass 3I/Atlas aus einer solchen Region stammt.
Zahlen
- Deuterium-Wasserstoff-Verhältnis
- 3,2 Prozent
- Entfernung von 3I/Atlas zur Sonne
- 2,4-mal so weit wie die Erde
Wissen zur Meldung
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Originaltitel: 3I/Atlas: James-Webb-Teleskop findet Hinweise auf den Ursprung des interstellaren Kometen



